In der Natur gibt der Wechsel der Jahreszeiten den Rhythmus vor. Wenn die Temperaturen steigen und die Tage länger werden, beginnt das Leben. Neben Blumen und Pflanzen wachen auch einige Tiere aus ihrem Winterschlaf auf. Wie funktioniert die innere Uhr? Ausserdem: Perus geheimnisvolle Vergangenheit. Und: Das geheime Leben der Katzen.

Sonntag, 27. August 2017, 15.05 Uhr, SRF 1
«DOK»: Super Sinne der Tiere – Zeitgefühl
In der Natur gibt der Wechsel der Jahreszeiten den Rhythmus vor. Wenn die Temperaturen steigen und die Tage länger werden, beginnt das Leben. Neben Blumen und Pflanzen wachen auch einige Tiere aus ihrem Winterschlaf auf. Der Zeitgeber vieler Tiere orientiert sich am Licht – und ist daher bei den meisten Säugetieren und beim Menschen fast genau auf einen 24-Stunden-Rhythmus eingestellt. Er sorgt dafür, dass zur richtigen Tageszeit das passende Hormon ausgeschüttet wird. So setzt am späten Nachmittag die Melatoninproduktion ein, welche einen gesunden Schlaf gewährleistet. Tiere haben nicht nur eine verlässliche innere Uhr, sie haben auch ein Gefühl für Zeitspannen – gepaart mit einem hervorragenden Gedächtnis.

Sonntag, 27. August 2017, 15.30 Uhr, SRF 1
«DOK»: Perus geheimnisvolle Vergangenheit
El Huascarán, der höchste Berg in den peruanischen Anden, wird seit jeher von der indigenen Bevölkerung verehrt. Die Menschen glauben, dass dort die Geister der Erde leben. Vor etwa 3000 Jahren wurden in dieser schneebedeckten Gebirgslandschaft die ersten steinernen Heiligtümer der indigenen Urbevölkerung errichtet, lange vor den heute bekannteren Kulturen der Moche und der Inka.

Das bedeutendste dieser uralten Zentren ist Chavín de Huántar. Es stand unter der Leitung einer Priesterkaste, die sich selbst als Boten der Götter verstand und diesen Glauben auch an die einfachen Menschen weiterzugeben wusste. Es ist ein rätselhafter Ort, an dem sich besondere Dinge ereigneten. Der riesige Zeremonialkomplex diente als eine Art Theater – für Botschaften aus einer anderen Welt. Er war wie eine riesige Bühne für die herrschende Priesterkaste. Über Jahrhunderte hinweg gelang es ihr, ihre Macht zu behaupten. Doch was musste sie dafür tun? Was spielte sich hinter diesen steinernen Kulissen ab?

1945 wurde Chavín de Huántar unter einer grossen Schlammlawine begraben. Unter der Leitung des Archäologen und Anthropologen John Rick Miller aus Stanford wird dieses Weltkulturerbe seit vielen Jahren wieder freigelegt und den Geheimnissen von Chavín de Huántar auf den Grund gegangen.

Sonntag, 27. August 2017, 16.25 Uhr, SRF 1
«DOK»: Das geheime Leben der Katzen
Katzen haben viele Geheimnisse, einige davon werden in diesem Film entschlüsselt: Wie kommunizieren sie untereinander, und wie wandelten sie sich von Jägern zu verschmusten Hausgenossen? Landen Katzen wirklich immer auf ihren Pfoten? Und verfügen sie über einen angeborenen Jagdinstinkt?

Der Mensch liebt die Katze, füttert sie, überhäuft sie mit Zuwendung und gibt ihr ein Zuhause. Im Gegenzug demonstriert sie ihre Unabhängigkeit und zeigt sich auch überaus eigensinnig. Sie ist selbstständig, charmant und fühlt sich selbst in der kleinsten Wohnung wohl. Kein Wunder, dass die Hauskatze den Hund als beliebtestes Haustier der westlichen Welt abgelöst hat. Tagsüber verschmust, verwandelt sie sich nachts in einen flauschigen Räuber, der in seinem Jagdverhalten den grossen Verwandten wie Löwen und Tigern in nichts nachsteht. Und sie entwickelt sich ständig weiter: Sie findet überraschende neue Wege, in der modernen Welt zu gedeihen – und zeigt dabei Seiten und Talente, die herkömmliche Vorstellungen von ihrer kühlen Zurückhaltung infrage stellen.

Forscher legen mehr und mehr über ihr Verhalten und ihre Sinne offen, und zeigen atemberaubende Fähigkeiten, über die jede von ihnen verfügt – angefangen bei denen, die ihr eigenes Leben retten, bis zu solchen, die sogar den Menschen beschützen. Katzen sind nicht nur eigenwillig, sondern auch dankbar. Und im Zweifelsfall wecken sie gefährdete Menschen, die im Tiefschlaf eine Gefahr nicht bemerken. Eine Katze im Haus ist also nicht nur ein beliebter Mitbewohner, sondern auch ein lebensrettendes Warnsystem.