Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 3. August 2017, 22.10 Uhr, SRF 1
Aeschbacher taucht ein in eine Wunderwelt und bringt Verblüffendes zum Vorschein. Ernst Schefer erweckt gewöhnliche Landkarten zu plastischen Erlebniswelten. Lydia Kavina spielt ein Instrument, ohne es dabei zu berühren. Lukas Keller kennt die wundersame Tier- und Pflanzenwelt auf den Galapagosinseln wie kein Zweiter, ist er doch schon 14-mal zu Forschungszwecken auf den Archipel gereist. Und Kinderherzchirurg René Prêtre hat über 6000 kleinen Patientinnen und Patienten ein zweites Leben geschenkt.
Lukas Keller, Galapagosforscher
kennt den einzigartigen Archipel, der 1000 Kilometer westlich vor Ecuador liegt, wie seine rechte Hosentasche. Seit 1998 erforscht der Professor für Evolutionsbiologie auf den Inseln die Populationen der Darwinfinken sowie Spottdrosseln. Wegen der Abgeschiedenheit konnte sich auf dem unbesiedelten Archipel eine Wunderwelt aus Pflanzen und Tieren entwickeln. Wenn der Galapagosspezialist nicht gerade auf Forschungsreisen ist, lehrt er am Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften, leitet das Zoologische Museum der Universität Zürich und schaut als Präsident des Vereins Freunde der Galápagos Inseln Schweiz, dass das empfindlich und bedrohte Ökosystem der einzigartigen Inseln nicht in Vergessenheit gerät.
Ernst Schefer, Reliefbauer
kann wahrhaftig Berge versetzen. In einer Scheune im Thurgau lässt der ehemalige Werkzeugmacher mit viel Geduld, Ausdauer und Genauigkeit aus Sperrholz ganze Bergketten als Stufenreliefs wachsen. Zu seinen Werken gehören das Alpsteingebiet oder Eiger, Mönch und Jungfrau. Stufe um Stufe baut der Pensionär Landschaftsmodelle, auf denen Strassen, Flüsse, Häuser und Flurnamen eingezeichnet sind. Eine Feinarbeit, die der 73-Jährige oft nur mit der Lupe machen kann. In einem einzigen Relief stecken bis zu 1000 Stunden Arbeit.
Lydia Kavina, Theremin-Virtuosin
spielt das Theremin – ein elektronisches Musikinstrument, das berührungslos gespielt wird – seit ihrer Kindheit. Die gebürtige Russin und führende Virtuosin auf dem Theremin erhielt bereits im Alter von neun Jahren Unterricht bei dessen Erfinder, dem damals schon 80-jährigen Leon Theremin, der mit ihr sogar verwandt war. Später studierte sie Komposition am Tschaikowsky-Staatskonservatorium in Moskau und hat bis heute weltweit an die 1000 Konzerte gegeben, wie etwa mit dem London Symphony Orchestra, dem BBC-Sinfonieorchester oder Russischen Nationalorchester.
René Prêtre, Kinderherzchirurg
hat in drei Jahrzehnten 9000 Herzen operiert – Herzen von Radprofis, gross wie Melonen, Herzen von Teenagern, gross wie Äpfel und Herzen von Frühchen, gross wie Baumnüsse. Seit gut 20 Jahren hat sich der Mediziner aus dem Jura den kleinsten Patientinnen und Patienten gewidmet und operiert vor allem Kinderherzen. In diesem Fach arbeiten die Seiltänzer unter den Artisten. Bis zu vierzehn Stunden steht der ehemalige Bauernsohn im Operationssaal. René Prêtre gilt als Künstler am Skalpell und gehört zur internationalen Elite der Kinderherzchirurgen. Dabei wäre er fast Fussballer geworden. Wie dies nicht alles schon genug Arbeit wäre, reist er jedes Jahr ehrenamtlich nach Mosambik und nach Kambodscha – zwei der ärmsten Länder dieser Welt – und rettet das Leben von Kindern, die eine Herzoperation benötigen.




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