Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 8. Oktober 2017, 14.55 Uhr, SRF 1

Unter den Supersinnen der Tiere spielt der Geruchssinn eine ganz besondere Rolle. Er dient dem Aufspüren von Laichplätzen, der Suche nach Freund und Feind, dem Finden von Nahrung und der Orientierung. Damit übernimmt der Geruchssinn so viele Aufgaben wie kein anderer Sinn im Tierreich. Ausserdem: Goethe, Faust und Julia – Schauspielerin mit Down-Syndrom. Und: Das Reich des Monsuns – Insel der Vielfalt (4/5).

Sonntag, 8. Oktober 2017, 14.55 Uhr, SRF 1
«DOK»: Super Sinne der Tiere – Geschmack und Geruch
Schlangen benutzen ihre gespaltene Zunge, um Partikel aus der Luft aufzunehmen und sie im sogenannten Jacobson-Organ zu untersuchen. Das Organ ist nach seinem Entdecker, dem dänischen Anatom Ludwig Jacobson benannt. Das Sehvermögen des Tapir ist nicht besonders gut, aber dank des Jacobson Organs hat er einen ausgeprägten Geruchssinn. Der Wolf riecht hundertmal besser als der Mensch. Er braucht ihn, um andere Rudelmitglieder zu lokalisieren, Feinde zu wittern und natürlich um ihre Beute aufzuspüren. Eine der besten Nasen der Erde gehört aber dem Bären. Auch er verfügt über das Jacobson-Organ.

Sonntag, 8. Oktober 2017, 15.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Goethe, Faust und Julia – Schauspielerin mit Down-Syndrom
«Den perfekten Menschen, den gibt es nicht», rezitiert Julia auf der Bühne. Sie spielt Gott in Goethes «Faust». Julia ist mit Downsyndrom geboren und macht eine zweijährige Lehre als Schauspielpraktikerin. Geht das? Es geht – und wie! Julia hat dieses und die letzten Jahre schon auf Bühnen in Berlin, Kassel, Paris und Avignon gespielt.

Ein bisschen Angst hatte Esther Häusermann schon, als sie erfuhr, dass ihr drittes Kind mit einem Downsyndrom zur Welt kommen würde. «Unser Kind ist mongoloid», schrieben sie und ihr Mann in der Geburtsanzeige ihrer jüngsten Tochter Julia. Das war 1992. Heute sagt ihr älterer Bruder Jim: «Julia ist das Beste, was unserer Familie passieren konnte.» Und: Julia ist seit Juli 2012 Schauspielerin mit Diplom.

Der Film zeigt die zweijährige Ausbildungszeit von Julia zur Schauspielpraktikerin. Am Theater Hora (Stiftung Züriwerk) in Zürich lernt sie, Rollen zu interpretieren, und alles, was es sonst noch braucht, um eine gute Schauspielerin zu werden. Tanzen ist ihre grosse Leidenschaft. Die Kamera begleitet Julia auf ihrem manchmal mühsamen, aber meist lustvollen Weg, der plötzlich eine unerwartete Wende nimmt.

Bevor ihre zweijährige Ausbildung fertig ist, wird Julia nämlich schon zum Profi, weil unverhofft ein berühmter Choreograph aus Frankreich auftaucht. Noch vor dem Lehrabschluss ist Julia mit dem ganzen Ensemble des Theaters Hora auf Europatournee. Sätze wie «Das geht nicht» gibt es für die junge Frau nicht. Sie lebt im Moment, und ihre Vorstellungskraft reicht so weit, dass sogar Justin Bieber anruft, als ihre Liebe in die Brüche geht.

Julia tanzt zu Michael Jacksons «They Don’t Care About Us» und erreicht ihr Ziel: einen der Hauptdarsteller der beliebten ARD-Serie «Verbotene Liebe» zu küssen.

Eine Dokumentation über die aussergewöhnliche Karriere einer jungen Frau, die dank ihrer Familie und des Theaters Hora der Stiftung Züriwerk viel weiter gekommen ist, als einfach nur beschäftigt zu werden. Ein Film voller Poesie und Kraft über eine junge, selbstbewusste Frau voller Träume, die von sich sagt: «Ich bin normal. Ich habe einfach ein Handicap.»

Sonntag, 8. Oktober 2017, 16.15 Uhr, SRF 1
«DOK»: Das Reich des Monsuns – Insel der Vielfalt (4/5)
In der vierten Folge führt uns die Reise ins Herz des Monsuns – auf die Inseln entlang des pazifischen Feuerrings. Tausende dieser regengetränkten Inseln liegen zwischen Australien und Südostasien.

Viele von ihnen sind vulkanisch aktiv, und jede beherbergt eine einzigartige Welt voller ungewöhnlicher Lebensformen. Seltsame Pflanzen und Tiere stellen sich hier in bemerkenswerter Manier auf die Herausforderungen des Monsuns ein. Ob gigantische Riesenblutegel oder Affen, deren feinfühliges Wesen fast menschlich anmutet, ob gewaltige fleischfressende Pflanzen oder alte Kulturen, die den Vulkan anbeten – diese Inseln haben ihre Einzigartigkeit unter anderem der Tatsache zu verdanken, dass der Monsun ihnen nicht nur eine, sondern gleich zwei Regenzeiten bringt.