Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 15. Oktober 2017, 15.00 Uhr, SRF 1

Das Pantanal – eine atemberaubende Natur im Herzen Brasiliens. Der König dieser Region, der Jaguar, ist hier bedroht. Kann man die Grosskatze vor dem Menschen retten? Dem brasilianische Rennfahrer Mario Haberfeld und Tierschützer könnte dies dank einem neuen Projekt gelingen. Anschliessend: Können Tiere denken? Und: Das Reich des Monsuns – Mensch und Natur (5/5).

Sonntag, 15. Oktober 2017, 15.00 Uhr, SRF 1
«DOK»: Jaguar-Safari
Das Pantanal – eine atemberaubende Natur im Herzen Brasiliens. Der König dieser Region, der Jaguar, ist hier bedroht. Kann man die Grosskatze vor dem Menschen retten? Dem brasilianische Rennfahrer Mario Haberfeld und Tierschützer könnte dies dank einem neuen Projekt gelingen.

Mario Haberfeld hat schon als Junge bei einem Besuch des Ngorongoro-Kraters in Tansania seine Liebe zu den wilden Tieren entdeckt. Doch erst nach mehr als zwanzig Jahren bei Formel 1 und anderen Kategorien von Autorennen widmet er sich nun seiner grossen Leidenschaft: dem Schutz der drittgrössten Katze der Welt, dem Jaguar. Mithilfe eines Forscherteams und von Fährtenlesern hat er auf dem Refugio Ecologico Caiman im Südpantanal einige Jaguare besendern können. Drei Jahre lang ist sein Team diesen Tieren immer auf der Spur – Schritt für Schritt gewöhnen die Forscher die Katzen an ihre Safari-Autos. Ihr Ziel: Touristen sollen die Tiere auf einer Jaguar-Safari beobachten können. Dadurch erhofft sich der begeisterte Naturschützer mehr Schutz für die grossen Katzen. Denn auch heute noch werden sie nicht gerade geschätzt von den einheimischen Cowboys.

Sonntag, 15. Oktober 2017, 15.35 Uhr, SRF 1
«DOK»: Können Tiere denken?
Lange Zeit galten Tiere als instinktgesteuerte Automaten, die nach simplen Reiz-Reaktions-Schemata funktionieren. Erst die Primatenforschung stellte solche Ansichten in Frage. Diese Wissenschaftsdokumentation geht noch einen Schritt weiter. Sie zeigt einen Affen, der sich in die Perspektive eines anderen hineinversetzt; eine Elster, die sich im Spiegel erkennt. Und Keas, die durch Kategorisieren das Chaos der Informationen aus der Umwelt gliedern. All diese Experimente belegen: Tiere sind viel klüger, als wir bisher meinten.

Sind Tiere in der Lage, ihre bisherigen Erfahrungen zu nutzen und sie in einer neuen Art zu kombinieren, um Probleme zu lösen? Die Wissenschaftsdokumentation begleitet bedeutende Forscher verschiedener Disziplinen, die sich von bisher gültigen Lehrmeinungen über die Intelligenz von Tieren verabschieden. Sie präsentiert Tests und Feldversuche, mit denen die erstaunlichen Fähigkeiten von Tieren im Hinblick auf Abstraktionsfähigkeit, soziales Denken, Kommunikation sowie Raum- und Zeitverständnis untersucht werden. Die Wissenschaftler wollen vor allem herausfinden, was in den Köpfen von Tieren vorgeht, und ob man diese Vorgänge vielleicht als Denkprozesse bezeichnen könnte.

Sonntag, 15. Oktober 2017, 16.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Das Reich des Monsuns – Mensch und Natur (5/5)
Die letzte Folge der Serie ist der besonderen Beziehung zwischen den Menschen und der Natur im Reich des Monsuns auf der Spur. Ein Volk auf der philippinischen Insel Palawan lebt während der Regenzeit noch immer so wie die ersten Bewohner dieser Region – als Jäger und Sammler in Höhlen. Ihre Beziehung zu ihrer Umwelt ist geprägt von spirituellem Respekt.

Vor einigen tausend Jahren begann der Anbau von Reis dieses symbiotische Verhältnis zur Natur zu verändern. So verteidigen Bauern im indischen Assam ihre Ernte rabiat gegen hungrige Elefanten. Organisierte Religionen jedoch lehren einen respektvollen Umgang mit der Natur. Das führte zur Entstehung eines Netzwerks aus Tausenden kleinen heiligen Wäldchen, in denen noch heute die Artenvielfalt Indiens geschützt und erhalten wird. Das weltweite Verlangen nach den gewinnbringenden Produkten der Region stellt die Länder des Monsuns jedoch vor eine neue Herausforderung; gewaltige Flächen Regenwald wurden gerodet und der Lebensraum vieler Tiere zerstört. Wie sieht also die Zukunft aus? Es gibt Hoffnung, denn die Menschen suchen nach nachhaltigen Methoden des Umgangs mit ihrem Land. Und auch wir sind durch Globalisierung und Welthandel mit dem Reich des Monsuns verbunden und müssen Verantwortung übernehmen.