Ausstrahlungsdatum: Montag, 30. Oktober 2017, 22.55 Uhr, SRF 1
Nach seinem Rücktritt als Parteipräsident verliess Toni Brunner auch das mediale Scheinwerferlicht, nun ist er wieder da. Was führt er im Schilde? Und wie beurteilt er die Entwicklung der Partei, der er acht Jahre lang vorstand? Toni Brunner ist zu Gast bei Roger Schawinski.
Der Übergang von der Oppositions- zur staatstragenden Partei will der SVP bisher noch nicht so richtig gelingen. Trotz bürgerlicher Mehrheit im Nationalrat und zwei SVP-Bundesräten in der Regierung fällt es der stärksten Schweizer Partei nicht immer leicht, Allianzen zu bilden und ihre Interessen durchzubringen – auch vor dem Volk. Der Zuspruch zur grössten Partei des Landes schwindet, verzeichnet das sotomo-Wahlbarometer, die SVP verliert Wähler an die FDP. Den SVP-Bundesräten Ueli Maurer und Guy Parmelin wird Führungsschwäche oder Konzeptlosigkeit vorgeworfen. Und Parteipräsident Albert Rösti steht im Ruf, zu nett und zu wenig bissig zu sein – ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger Toni Brunner.
Nicht wenige vermissen die Strahlkraft seines Vorgängers an der Parteispitze. Doch der amtierende Nationalrat Toni Brunner machte sich vorerst rar. Nun gibt es erste Anzeichen einer Rückkehr. «Eine allfällige Ständeratskandidatur ist offen», gab der Landwirt vor Kurzem bekannt. Wird Brunner im Sog der aktuellen Entwicklungen – etwa der Forderung nach der Abschaffung der Personenfreizügigkeit oder der dringlichen Verhandlungen um das institutionelle Rahmenabkommen mit der EU – an der Seite von Chefstratege Christoph Blocher wieder eine bedeutendere Rolle einnehmen? Roger Schawinski fragt nach.




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