Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 12. November 2017, 22.10 Uhr, SRF 1

So bunt wie die Sendung sind auch die Gäste, die diesmal bei Kurt Aeschbacher Platz nehmen. Die Candy Sisters lassen den Swing neu aufleben. Katrin Trautwein stellt in ihrer weltweit einzigartigen Manufaktur Pigmentfarben für die Architektur her. Papa Papillon liebt und lebt für die Schmetterlinge. Und Inger Nilsson philosophiert über Fluch und Segen ihrer Kinderrolle als Pippi Langstrumpf.

Candy Sisters
Mit Maxine Jellybean, Loreley Sweetie Pie und Simone Toblerone wird die Laborbar in die 20er- Jahre zurückversetzt. Die drei Ladies lassen alte Swingzeiten, aber auch Schweizer Hits aus den damaligen Charts aufblitzen. Ein Abstecher nach Arosa zum Gigi oder zu Lollipop – ja sogar der Mr. Sandman lässt sich auf die ureigene Candy-Sisters-Art den Himmel «vo Züri» als Dach verkaufen. Die drei ausgebildeten Sängerinnen Sandra Suter, Corina Waser und Noelle Bobst amüsieren das Publikum mit witzigen Worteskapaden. Versüsst wird die Show mit den Swinging Sailors: Jimmy Sticks alias Dennis Blassnig wirbelt am Schlagzeug und Bobby Keys alias Peter Zihlmann haut in die Tasten.

Katrin Trautwein
Die studierte Chemikerin kreiert in ihrer Manufaktur im Zürcher Oberland Farben für Architekten, Designer und Bauherren. Die Farbenforscherin scheiterte fast mit dem grossen Geschäft der Vermarktung der Farbpalette von Le Corbusier und erlangte schliesslich den Durchbruch mit der Farbmanufaktur kt.Color. Aus mehr als 120 verschiedenen Pigmenten wie Pariserblau, Elfenbeinschwarz oder Veronesergrün, die von mitteleuropäischen Marmorfelsen, persischen Ockergruben oder afghanischen Gebirgsketten stammen, stellt sie und ihr Team 225 Farben her – alle mit klingenden Namen wie Champagnersilber, Lapislazuliblau oder Herbstgold. Das Fachwissen gibt sie in Büchern und Fachseminaren weiter.

Papa Papillon
Unter diesem Namen kennt man Marc de Roche, der als «Papa Papillon» in Schulen, bei Kursen und Vorträgen sein Motto verkündet: «Wer Schmetterlinge liebt, muss Raupen mögen!» Dabei hatte der EDV-Spezialist bis vor ein paar Jahren mit der Natur nicht viel am Hut. Voll Begeisterung nahm er an der rasanten Entwicklung in der Computerwelt teil, erlebte die Anfänge des Internets und schmiedete grosse Pläne für ein Multimedia-Center. Bis er eines Tages in seinem Garten eine Raupe entdeckte. Seither züchtet der 74-Jährige einheimische Schmetterlinge, ist als ihr Botschafter unterwegs und träumt davon, dass in jedem Garten ein Fenchel wächst, damit der Schwalbenschwanz dort seine Eier ablegen kann.

Inger Nilsson

Pausbäckchen, verschmitztes Grinsen, rote Zöpfe: Die Rolle der Pippi Langstrumpf machte die Schwedin Ende der 60er-Jahre berühmt und weltweit zum Kinderstar. Die Pippi-Bücher wurden in über fünfzig Sprachen übersetzt. Doch nach der Rolle ihres Lebens hatte die Schauspielerin Probleme, andere Angebote zu bekommen – zu sehr war sie auf die Göre mit den roten Zöpfen festgelegt. So arbeitete sie häufig als Sekretärin, um über die Runden zu kommen. Trotzdem würde sie wieder die Pippi spielen. Seit zehn Jahren kann man die aufgestellte Blondine nun auch wieder bei uns im deutschsprachigen Fernsehen sehen. Als Gerichtsmedizinerin spielt sie an der Seite von Walter Sittler eine Hauptrolle in der Serie «Der Kommissar und das Meer».