Ausstrahlungsdatum: Montag, 20. November 2017, 21.05 Uhr, SRF 1

Seit Jahren wird «Dr. Computer» heraufbeschworen: Künstliche Intelligenz soll die Arbeit des Arztes übernehmen. Doch das vollmundige Versprechen wird bislang noch nicht eingelöst. IBMs Supercomputer Watson und das Programm «Watson oncology advisor» beispielsweise bringen bislang erst unbefriedigende Ergebnisse, wenn es darum geht, bessere Therapien gegen Krebs zu finden. Kleine Schritte gelingen aber durchaus, zum Beispiel am Universitätsspital Zürich: Dort interpretiert der Computer Mammographien bereits so gut wie erfahrene Radiologen. Weitere Themen: Umstrittene Wirkung von Stents. Und: Hoffnung für Schmetterlingskinder. Odette Frey moderiert die Sendung.

Wo bleibt «Dr. Computer»?
Seit Jahren wird «Dr. Computer» heraufbeschworen: Künstliche Intelligenz soll die Arbeit des Arztes übernehmen. Doch das vollmundige Versprechen wird bislang noch nicht eingelöst. IBMs Supercomputer Watson und das Programm «Watson oncology advisor» beispielsweise bringen bislang erst unbefriedigende Ergebnisse, wenn es darum geht, bessere Therapien gegen Krebs zu finden. Kleine Schritte gelingen aber durchaus, zum Beispiel am Universitätsspital Zürich: Dort interpretiert der Computer Mammographien bereits so gut wie erfahrene Radiologen.

Umstrittene Wirkung von Stents
Patienten mit einer verengten Herzarterie und Schmerzen oder Engegefühl bei Stress und körperlicher Belastung sprechen auf eine Scheinbehandlung ebenso gut an wie auf Stents. Dieses Ergebnis einer im Fachblatt «Lancet» publizierten Studie sorgt für Aufsehen. Die Autoren fordern, dass die gängige Praxis, Patienten mit einer stabilen Angina Pectoris mit einem Stent zu behandeln, auf den Prüfstand gehöre.

Hoffnung für Schmetterlingskinder
Schmetterlingskinder: ein schöner Name, hinter dem sich eine schreckliche Krankheit verbirgt. Die Haut von Schmetterlingskindern ist wegen eines Gendefekts so zart wie ein Schmetterlingsflügel. Bei blosser Berührung können sich auf der Haut schlimme Blasen bilden, die Betroffenen müssen ständig grosse Schmerzen ertragen. Die Lebenserwartung von Schmetterlingskindern ist wegen der Krankheit deutlich reduziert. Bisher galt die Krankheit als unheilbar, nun gibt es Hoffnung.