Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 26. November 2017, 14.55 Uhr, SRF 1
Im Süden der Stadt Marrakesch – zwischen dem schneebedeckten Atlasgebirge und der Djebilet-Wüste – erstrecken sich die riesigen Agdal-Gärten. Umgeben von alten Befestigungsmauern kann man einen paradiesischen Park und eine wahre technische Meisterleistung bestaunen. Anschliessend: Überlebenskampf Wildnis – Retter der Raubtiere (7/7) . Und: Azoren – Tanz um den Vulkan.
Sonntag, 26. November 2017, 14.55 Uhr, SRF 1
«DOK»: Magische Gärten – Marrakesch
Im Süden der Stadt Marrakesch – zwischen dem schneebedeckten Atlasgebirge und der Djebilet-Wüste – erstrecken sich die riesigen Agdal-Gärten. Umgeben von alten Befestigungsmauern kann man einen paradiesischen Park und eine wahre technische Meisterleistung bestaunen.
Im zwölften Jahrhundert liess die Almohaden-Dynastie Wasser aus dem Gebirge in Kanäle leiten und speichern, um so den Ort mit dem lebenswichtigen Rohstoff zu versorgen. So entstanden die Obsthaine der Agdal-Gärten, deren Orangen-, Oliven-, Granatapfel- und Aprikosenbäume den Bedarf der wachsenden Stadt deckten. Um den Garten vor Wüstenwinden, aber auch vor verfeindeten Stämmen zu schützen, umgaben sie ihn mit einer hohen Mauer. Fortan wurde der Park Agdal genannt, was in der Berbersprache «umzäunte Wiese» bedeutet.
Sonntag, 26. November 2017, 15.30 Uhr, SRF 1
«DOK»: Überlebenskampf Wildnis – Retter der Raubtiere (7/7)
Die Zahl der Raubtiere in einem Lebensraum zeigt, wie gesund ein Ökosystem ist und dass die Bestände der Beutetiere stabil sind. Wissenschaftler rund um den Globus untersuchen das Verhalten der grossen Jäger und setzen sich für deren Schutz und den Erhalt ihrer Lebensräume ein.
Eine Welt ohne Löwen, Wildhunde oder Eisbären ist kaum vorstellbar und doch ist die Situation so bedrohlich wie nie. Die letzten wilden Refugien der Erde schrumpfen und die Weltbevölkerung wächst unvermindert weiter. Immer häufiger kommt es zu tödlichen Begegnungen von Menschen und Raubtieren. Gerade Löwen und Wildhunde geraten in den Savannen Afrikas immer stärker in die Schusslinie. Die grösste Bedrohung für die Harpyie – Südamerikas grösster Adler – ist die fortschreitende Abholzung des tropischen Regenwaldes.
Blauwale vor der Küste Kaliforniens kreuzen bei ihrer Nahrungssuche vielbefahrene Schifffahrtsrouten, was zu tödlichen Kollisionen führt. Vielleicht am bedrohlichsten ist die Situation für die Eisbären der Arktis, ihnen schmilzt buchstäblich das Eis unter den Pranken weg. Es gibt aber auch Erfolgsgeschichten: In Indien ist die Zahl der Tiger in den letzten Jahren dank intensiver Schutzbemühungen wieder auf 2500 Tiere gestiegen.
Sonntag, 26. November 2017, 16.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Azoren – Tanz um den Vulkan
Es ist ein gigantisches Unterwassergebirge, das sich mitten im Atlantik erhebt – und mit seinen höchsten Spitzen die Inselgruppe der Azoren bildet: neun grüne Juwelen, eine fantastische Welt für sich. Für Seevögel sind diese vulkanischen Inseln ein Brückenkopf zwischen Amerika und Europa – kein europäischer Vogel fliegt weiter gegen Westen, kein amerikanischer Vogel dringt weiter in den Osten vor.
Viele Möwen- und Lummenkolonien überziehen die Steilküsten der vulkanischen Inseln; doch die Bedeutung der Tauben ist für die Inselgruppe grösser: Keine andere Vogelart kann Samen so weit mit sich tragen wie Tauben, daher sind sie für die üppige Flora der Inseln verantwortlich. Für mehr als zwanzig Walarten auf ihrem Weg von und in die arktischen Gewässer sind die zum Teil flachen Meereszonen vor den Inseln ein üppiger Futtertrog: Der Golfstrom schwemmt aus den atlantischen Tiefen Tausende Tonnen Krill an, Biomasse aus südlichen Gewässern. Die Azoren haben aber weit mehr als dieses Unterwasserspektakel zu bieten: die Landschaften auf den Azoreninseln mit ihren Basalthöhlen und Wasserfällen sind ebenso spektakulär wie die grünen, teils von Seen und Teichen durchzogenen Vulkankrater, die vielen Vögeln Schutz bieten.




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