Ausstrahlungsdatum: Montag bis Freitag, 27. November bis 1. Dezember 2017, 18.15 Uhr, SRF 1

Zum zweiten Mal gastiert «Mini Beiz, dini Beiz» im Fürstentum Liechtenstein. Fünf Stammgäste präsentieren ihre Lieblingsrestaurants und laden dazu ein, den benachbarten Zwergstaat von Montag bis Freitag kulinarisch zu entdecken. Am Schluss gewinnt diejenige Beiz, welche in den Kategorien Ambiente, Essen und Preis-Leistung am meisten überzeugt.

Es kämpfen um den Wochensieg:

Montag, 27. November: Restaurant Alter Zoll, Schaanwald
Auftakt in die Beizenwoche im benachbarten Ländle macht Christoph Marti, 49, der versucht, möglichst alles selbst zu kreieren und sich mitunter an mutige Gerichte wagt, für die der Aargauer Innereien verwendet. Unter den Gästen bekannt ist das beliebte «Arme-Leute-Riebel». Hierfür lässt man Mais aufquellen, brät es in der Pfanne an, bis es eine mehlig-trockene Konsistenz erreicht, die man zuckert und entweder mit Apfelmus als Dessert serviert oder ungezuckert zum «tünkla» zum Kaffee reicht. Hörnli mit Gehacktem wird nach traditioneller Hausfrauenart zubereitet. Auch die Knöpfli sind hausgemacht und selbst die «Chrömli» werden im eigenen Ofen gebacken. Das schätzt auch Bauleiter Heinz Marxer, 59, der jeden Morgen im Restaurant seinen Kaffee trinkt und dreimal die Woche auch abends in seinem Stammlokal vorbeischaut.

Dienstag, 28. November: Restaurant Njord, Vaduz
Erst vor wenigen Monaten hat das Restaurant Njord, welches dem Einkaufszentrum Mühleholzmarkt angeschlossen ist, die Tore in der Hauptstadt Vaduz für seine Gäste geöffnet und freut sich seit Beginn weg grosser Beliebtheit. Das junge Wirtepaar, die Liechtensteinerin Claudia Hilti, 26, und der Finne Henri Suominen, 27, haben sich während des Studiums kennengelernt und scheinen mit dem Njord den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Der Name des Restaurants ist Programm. Koch Henning Sersch bereitet für die Gäste Spezialitäten mit einem nordischen Twist zu. Frischer Lachs unter der Knäckebrotkruste, Rentierfleisch-Gerichte oder Tatar von der Forelle sind genauso auf der Speisekarte zu finden wie die beliebten «Njord Köttbullar». Das Lokal liebt auch Stammgast Stephan Agnolazza, 27, der die nordische Küche mag und mit dem Wirtspaar befreundet ist.

Mittwoch, 29. November: Restaurant zur Alten Eiche, Triesen
Vor 17 Jahren wurde das ehemalige Bauernhaus zu einer Gaststätte umfunktioniert und wird seit gut fünf Jahren von Küchenchef und Wirt Roger Nuss, 45, und seiner Frau Katrin geführt, die sich um das Wohl der Gäste kümmert und das Wirtshaus immer wieder frisch dekoriert, wodurch die ganz in Eschen- und Tannenholz gestalteten Räumlichkeiten noch heimeliger daherkommen und zum Verweilen einladen. In der Küche zaubert der gebürtige Franzose gutbürgerliche Küche, wobei die Spezialität des Hauses, die Elsässer Flammkuchen, sich grosser Beliebtheit erfreuen. Diese gibt es in elf verschiedenen Variationen und sie haben es auch Stammgast Ilona Foser, 54, angetan. Seitdem Roger und Katrin das Lokal übernommen haben, geht die gebürtige Niederländerin zwei- bis dreimal die Woche mit ihrem Mann in die Alte Eiche, und schon mancher Geburtstag wurde im gemütlichen Wirtshaus gefeiert.

Donnerstag, 30. November: Hotel-Restaurant Turna, Triesenberg/Malbun
Rainer Lampert, 49, hat den Gastrobetrieb vor 24 Jahren von seiner Mutter übernommen, die seinerseits das Lokal 1965 gebaut und drei Jahre später den Koch geheiratet hat. Mittlerweile ist aus dem familiengeführten Betrieb ein Hotel-Restaurant geworden. Und wie schon damals seine Mutter, bereitet der gelernte Koch bereits die Übergabe an seine zwei Töchter vor. Seine rechte Hand ist Tochter Jennifer Aliu-Lampert, 24, während Jennifers jüngere Schwester noch an der Hotelfachschule studiert. Das Restaurant ist bekannt für die leckeren Fleischspezialitäten. Besonders die Wildgerichte im Herbst locken die Gäste ins Turna Malbun. Ein weiterer Renner sind die Käsespätzli, welche besonders auch dem Architekten Siegbert Kranz, 64, schmecken und der die Wirtsfamilie Lampert zum erweiterten Freundeskreis zählt.

Freitag, 1. Dezember: Ristorante Made in Italy, Vaduz
Den Abschluss der Liechtensteiner Beizenwoche macht Wirt und Koch Giovanni Pennarelli, 49, der das Lokal vor fünf Jahren zusammen mit seinem Geschäftspartner und Freund Andrea Secli, 44, gegründet hat. Der kleine Betrieb war schon immer in italienischen Händen. Ob Teigwaren, Pizza oder Cannoli zum Dessert, alles wird von Hand zubereitet und nach «Nonna-Art» gekocht. Für die mediterranen Köstlichkeiten gibt es in dem Sinne keine Karte, aber ein Menü des Tages, welches spontan und saisonal und stets frisch zubereitet wird. Jeden Samstag bietet das Lokal zudem den ganzen Tag über kleine Pizzen an. Und sogar die Liechtensteiner Spezialität «Käsknöpfli» wird im Restaurant einmal im Monat angeboten. Obwohl der Koch kein Liechtensteiner ist, sagen seine Stammgäste, zu denen sich auch Reto Möhr, 45, zählt, es seien die besten in der Stadt.