Ausstrahlungsdatum: Montag, 27. November 2017, 22.25 Uhr, SRF 1

Aus einer Bank für Bauern hat er Raiffeisen zu einem der wichtigsten Hypothekargeber der Schweiz gemacht. Die Bilanzsumme hat er in den 18 Jahren seiner Geschäftsführung fast verdreifacht. Nichts schien seinem Appetit zu genügen. Nun ermittelt die Bankenaufsicht Finma gegen Pierin Vincenz. Ein Portrait. Weitere Themen: WIR – Parallelwährung mit ungewisser Zukunft. Ausserdem: Silicon Savannah – Digitalisierung statt Entwicklungshilfe. Und: Gletscherschlamm Rohstoff, der Grönland reich machen soll. Reto Lipp moderiert die Sendung.

Pierin Vincenz – Machtmensch im Visier der Finma
Aus einer Bank für Bauern hat er Raiffeisen zu einem der wichtigsten Hypothekargeber der Schweiz gemacht. Die Bilanzsumme hat er in den 18 Jahren seiner Geschäftsführung fast verdreifacht. Nichts schien seinem Appetit zu genügen. Nun ermittelt die Bankenaufsicht Finma gegen Pierin Vincenz. Ein Portrait.

WIR – Parallelwährung mit ungewisser Zukunft
Parallelwährungen gibt es nicht erst seit Bitcoin und der Blockchain-Technologie. Zur Zeit der Wirtschaftskrise in den 1930er-Jahren herrschte eine grosse Kreditklemme. Die Unternehmen gaben sich daher gegenseitig Kredit mit der WIR-Währung. Das Geld gibt es bis heute. Vor allem in der Bauwirtschaft spielt es noch eine Rolle. Doch die WIR-Währung hat ihre besten Zeiten hinter sich.

Silicon Savannah – Digitalisierung statt Entwicklungshilfe
Afrika digitalisiert sich mit rasender Geschwindigkeit. Das Mobilphone wird zum Dreh- und Angelpunkt für Fortschritt: Geldüberweisungen, Schulunterricht, Landwirtschaftsberatung, Elektrifizierung – alles woran Staat und Entwicklungshilfe gescheitert sind, macht die Digitalisierung möglich. Ein paar Unternehmen haben das Leben bereits radikal verändert, und dabei hat die digitale Revolution erst begonnen.

Gletscherschlamm Rohstoff, der Grönland reich machen soll
Grönland wird wieder grün werden. Ökologisch eine Katastrophe, ökonomisch eine Chance. Die Eisschmelze legt nährstoffreichen Gletscherschlamm frei. Diesen will der Geologe Minik Rosing abbauen und weltweit exportieren. Das werde, so der Professor, dem Land ungeahnten Reichtum bescheren.