Ausstrahlungsdatum: Donnerstag, 30. November 2017, 22.25 Uhr, SRF 1
Ein Kind zu bekommen ist etwas ganz Natürliches – aber heutzutage nicht mehr. Immer später werden Schweizer Eltern, weil die Technik es möglich macht. Wir wollen alles kontrollieren, auch unser Kind und die Geburt: Zeitpunkt, Gesundheit, und am liebsten auch Geschlecht und Aussehen des Kindes. Künstliche Befruchtung, Gentests und Apparaturen, die Kinder ausbrüten, helfen uns, dass der Kinderwunsch in Erfüllung geht. Technik und Mensch gemeinsam machen es möglich. Kathrin Hönegger moderiert die Sendung.
Der lange Weg zum Wunschkind
Für Sandra Hayoz war schon immer klar, dass sie eines Tages Kinder haben wollte. Nur dass es so schwierig wird, hatten sie und ihr Mann Rolf nicht erwartet. Nach jahrelangen Versuchen und künstlichen Befruchtungen hat es dann doch geklappt: per Eizellspende. Niklas ist ihr «Herzenswunschkind». Professor von Wolff vom Inselspital hat das Paar bei ihrem Kinderwunsch begleitet und erklärt die Technik, die neues Leben möglich macht.
Das Kind mit blauen Augen
Wie wir sind und wie wir aussehen ist in unserem Erbgut, unserer DNS, angelegt. Dank der Präimplantationsdiagnostik können schon bei Embryonen das Erbgut untersucht werden. So lässt sich neben Gendefekten auch Geschlecht und Augenfarbe der Kinder bestimmen. In den USA bieten Ärzte bereits heute an, dass Eltern so das Geschlecht und die Augenfarbe aussuchen können. Was in den USA erlaubt ist, ist in der Schweiz aber illegal.
Das Drei-Eltern-Kind
In einem mexikanischen Spital brachte ein Arzt ein Kind zur Welt, dessen Gene von drei Eltern stammen. Nicht nur hier greifen Genetiker direkt in das menschliche Erbgut ein. Auch dank CRISP, der sogenannten Genschere, können Forscher defekte Gene ersetzen und sogar den Code des Lebens neu schreiben.
Künstliches Sperma, künstliche Eizelle
Forscher wollen Spermien und Eizellen künstlich züchten. In Frankreich ist bereits ein Spermium künstlich gewachsen, in den USA sind Genetiker daran, eine Eizelle zu kreieren. Der Epigenetiker Antoine Peters ist skeptisch, ob die künstlich gefertigten Zellen aber auch wirklich fruchtbar sind.




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