Ausstrahlungsdatum: Montag bis Freitag, 4. bis 8. Dezember 2017, 18.15 Uhr, SRF 1

Fünf Stammgäste präsentieren ihre Lieblingsrestaurants und laden dazu ein, den Kanton Solothurn eine Woche lang kulinarisch zu entdecken. Am Ende jeder Folge bewerten sie den gesamten Abend nach folgenden drei Kriterien: Ambiente, Essen und Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Beiz mit den meisten Punkten gewinnt.

Es kämpfen um den Wochensieg:

Montag, 4. Dezember: Wirtschaft Chappeli, Grenchen
Das Restaurant Chappeli, das in der Nähe einer Kapelle am Jakobsweg liegt, diente früher als Unterkunft für Pilger und seine Geschichte geht bis in Jahr 1689 zurück. Seit gut drei Jahren sind Janine Hausmann, 36, und ihr Partner und Koch Christoph Köhli, 44, zusammen mit ihren beiden Kindern im neu aufgebauten Restaurant tätig. Das Paar führt das idyllisch gelegene Lokal mit viel Leidenschaft und Liebe, das widerspiegelt sich auch in den Gerichten, die mit viel Spontaneität und Frische auf den Teller kommen. Dazu besticht das Chappeli durch einen authentisch freundlichen und fachmännischen Service. Corinne Meier, 45, und ihr Mann sind Stammgäste der ersten Stunde und derart begeistert vom Lokal, dass sie ihre Hochzeit dort gefeiert haben.

Dienstag, 5. Dezember: Zunfthaus zu Wirthen, Solothurn
Das älteste Gasthaus in der Stadt Solothurn wurde bereits 1467 erbaut und unterliegt dem Denkmalschutz. Noch heute kann man in den verwinkelten Räumlichkeiten des Restaurants und im Zunftsaal viele Objekte vergangener Jahrhunderte entdecken. Passend zum Ambiente bietet Chris van den Broeke, 45, eine traditionelle Küche an. Zu den besonderen Spezialitäten des Hauses zählen die Solothurner Weinsuppe aus lokalem Wein sowie flambierte Fleischspiesse. Die Gastfreundlichkeit wird im Zunfthaus gross geschrieben. Nicht umsonst wurde das Wirthen vor zwei Jahren als freundlichstes Stadthotel der Schweiz nominiert. Das Lokal behagt auch Stammgast Urs Hochstrasser, 33, der vor dreieinhalb Jahren zum ersten Mal im Zunfthaus einkehrte und dem sofort die heimelige Wohlfühl-Atmosphäre aufgefallen ist. Heute trifft man ihn zwei- bis dreimal pro Woche im Wirthen an.

Mittwoch, 6. Dezember: Restaurant Srignags, Derendingen
Wirtin Regula Singh-Steinemann, 51, und ihr Mann und Koch Sebi Singh, 53, haben vor 25 Jahren eine Cateringfirma gegründet. Da sie sich vergrössern wollten, aber vor allem eine grössere Küche brauchten, haben sie 2003 das leerstehende Bahnhofsgebäude in Derendingen gekauft. Gemeinsam hat das Wirtepaar alles liebevoll restauriert, auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und umgebaut. Vor zwölf Jahren haben sie das Restaurant eröffnet und bieten fortan traditionell indische Küche an, sind aber auch bekannt für Finger Food und europäische Gerichte. Neben dem normalen Restaurantbetrieb richten die Singhs regelmässig Caterings für Anlässe wie etwa die Solothurner Filmtage aus. Isabelle Huser, 49, kennt das Srignags seit über 25 Jahren, so lange ist sie schon Stammgast und mittlerweile mit den Wirtsleuten befreundet. Sie besucht das Restaurant mindestens einmal im Monat mit Familie oder Freunden und bestellt ab und an ihr Essen beim Take-Away-Service des Srignags.

Donnerstag, 7. Dezember: Romantik-Hotel Sternen, Kriegstetten
Die Grosseltern des heutigen Wirts Christoph Bohren, 44, haben das Restaurant 1952 übernommen und es 1975 an Christophs Eltern weitergegeben. Vor sieben Jahren hat der gelernte Hotelfachmann die Geschäftsleitung übernommen. Das Restaurant wirkt wie eine stille Oase, wo man schnell die Zeit vergisst, weil alles ruhig und gelassen vor sich geht. Trotzdem ist alles gepflegt und belebt, der Service hochstehend und kreativ. Zu den Spezialitäten des Hauses zählen das Chateaubriand und ein 13-gängiges Überraschungsmenü, das in kleinen Häppchen serviert wird. Elsbeth Häfliger, 51, kennt den Sternen schon lange, ist jedoch erst seit fünf Jahren ein «richtiger» Stammgast. Mittlerweile pflegt sie einen guten Kontakt zum Wirt Christoph und seinem Koch Pierre Kaufeis, 30, und geniesst die Aufmerksamkeiten, die sie von den beiden bekommt. So lädt der Koch sie gerne mal in die Küche ein, damit sie sein neu kreiertes Lavendeleis probieren kann.

Freitag, 8. Dezember: Biondo Bar und Bistro, Solothurn
Mirko Biondo, 31, der sein erstes Lokal in Deitingen seinem Bruder vermachte, suchte nach einer neuen Lokalität und ist zufälligerweise an sein neues Bistro herangelaufen. Damals war ein pensioniertes italienisches Wirtepaar am Werk, betrieb das Bistro im Bürgerhaus jedoch nur als Hobby. Gastronom Mirko erkannte sofort das Potenzial des Lokals und kaufte ihnen das Bistro ab. Nach einer Totalsanierung hat der gebürtige Italiener das neue Restaurant zusammen mit seiner Frau im vergangenen Juli eröffnet. Spezialitäten des Biondos sind Picnata, ein von ihm kreierter italienischer Eintopf in fünf verschiedenen Variationen, das Risotto Deluxe mit reinem Safran, Trüffelcreme, Rindsentrecote- und Pouletfleischwürfeln sowie die Spaghetti an einer Auberginencreme mit Knoblauch und Cherrytomaten. Corinne Guldimann, 46, isst wie ihr Lebenspartner sehr gerne italienisch und so lassen sich die beiden ein paar Mal pro Monat im Biondo kulinarisch verwöhnen und geniessen die atemberaubende Aussicht auf die Aare.