Ausstrahlungsdatum: Freitags, ab 5. Januar 2018, 21.00 Uhr, SRF 1

Trotz Schweizer Sicherheit, trotz Job, Familie und Freundeskreis: Jahr für Jahr verlassen tausende Schweizerinnen und Schweizer ihre alte Heimat, um in der Ferne ein neues Leben zu beginnen. «DOK» begleitet in der neunten Staffel Schweizer Auswanderer und Abenteurer nach Marokko, Australien und Schweden.

«Es muess nomal öppis gah!», findet Jean-Marie Suter. Und das sagt einer, der in seinem 60-jährigen Leben schon viel gemacht hat: Suter arbeitete als Briefträger, Alphirt, er leitete ein Männerheim und ist Vater von acht Kindern sowie Grossvater von ebenso vielen Enkeln. Bei der letzten Anstellung im Asylwesen des Kantons Aargau verliebte er sich in seine Chefin. Die Juristin Cornelia Breitschmid stand dem Sozialdienst des Kantons Aargau vor. Jean-Marie und Cornelia wurden ein Paar. Es waren marokkanische Asylsuchende, welche die beiden zu einer ersten Reise nach Marokko inspirierten. Die marokkanische Exotik, die Natur, die Gastfreundschaft, die Menschen und deren Freundlichkeit ermutigten sie, ihrem Leben nochmals eine komplett neue Richtung zu geben. Das Ehepaar kündigt seine sicheren Jobs, um im Hinterland von Essaouira, unter Oliven- und Arganbäumen, eine kleine Feriensiedlung zu bauen. Doch Mut und Risikobereitschaft allein genügen bei diesem Unterfangen nicht. Denn schon bald stellt sich ihnen ein kaum überwindbares Hindernis in den Weg: die marokkanische Bürokratie.

Yasmine und Max Hensler liebäugelten schon lange mit einer Auswanderung nach Skandinavien. Doch dann kam Söhnchen Janne zur Welt und drei Jahre später folgte Kimi. Im gleichen Jahr erkrankte Max Hensler an einem Burn-out. Langsam kämpfte sich der selbständige Projektleiter wieder ins Leben zurück. Dabei wurde ihm klar, dass er sein Leben grundlegend verändern musste. Er wollte in der Natur und mehr mit den Händen arbeiten. «Ein Philosoph würde sagen, es hätte nicht anders sein können. Das Schicksal führte uns hierher», glaubt Max Hensler. In Schwedisch-Lappland kaufen sie eine Camping- und Ferienanlage. Die Anlage ist riesig und seine Frau Yasmine kennt ihr neues Zuhause nur aus dem Internet. Mit viel Elan macht sich die Familie nach ihrer Ankunft an die Umbauarbeiten. Doch die Übernahme eines ganzen Feriendorfes und der Betrieb desselben fordern den beiden viel mehr ab als gedacht. Schon bald kommt Max an seine Grenzen.

Wiedersehen mit der Familie Blum aus Davos: Vor fünf Jahren begleitete «DOK» Sabrina und Markus Blum mit Töchterchen Amira in die kanadische Wildnis. Dort boten sie für Touristen Trekkingtouren zu Pferd an. Die Geburt der zweiten Tochter Naira machte ihr Glück perfekt. Nur: Töchterchen Naira leidet an einer Pferdehaarallergie, und die Familie kehrte in die Schweiz zurück. Doch die Abenteuerlust blieb und Blums schmiedeten schon bald einen neuen Plan. «Wenn man etwas machen möchte, dann muss man es machen», ist Markus Blum überzeugt. Zwar nicht für immer, aber umso kühner ist ihre Idee: Sie wollen mit Kamelen durch das australische Outback ziehen. Auf einer Kamelfarm in Hawker wohnt die Familie sechs Monate lang. Während die Kinder die Tagesschule besuchen, trainieren die Eltern die wilden Kamele, gewöhnen sie an die Menschen und an ihre Arbeit als Zugtiere eines Planwagens. Doch die stolzen Wüstentiere sind unberechenbar und eigensinnig. Und auch die Zusammenarbeit mit den Besitzern der Tiere wird für die Blums zur ungeahnten Herausforderung.

Wiedersehen mit Auswanderern der letzten Staffel
Bereits am 1. Januar zeigt SRF 1 die Sendung «Auf und davon» – Ein Jahr danach», worin es zu einem Wiedersehen mit den Schweizer Auswanderern, die ihre Heimat vor einem Jahr verliessen und ihr Glück in der Ferne suchten, kommt. Familie Volk aus dem Zürcher Weinland zog es nach Kanada auf der Suche nach mehr Freiraum für sich und ihr Holzfällerunternehmen. Mit knappem Budget, aber viel Herzblut eröffneten Tobias Bayer und sein Lebensgefährte Michael Paris eine Bar mit Souvenirshop auf Fuerteventura. Und Patricia und Romano Tschudi brachen aus dem Alltagstrott aus und eröffneten auf Bali ein kleines Gästehaus. Doch das Heimweh machte Patricia einen Strich durch die Rechnung, weshalb die Tschudis ihr Abenteuer nach nur acht Monaten abbrachen und in den Thurgau zurückkehrten. Wie geht es den Tschudis heute? Und haben die anderen Auswanderer ihr Glück auf Fuerteventura und in Kanada gefunden? Wie es weiterging erzählen sie im Film «Auf und davon – Die Auswanderer ein Jahr danach».