Der ORF hat seine Dauerleasingverträge mit den Personalbereitstellern Pre TV und Parasec gekündigt. Betroffen sind davon insgesamt acht Cutter und Kameraleute, etwa für die Senderformate „Am Schauplatz“, „Bürgeranwalt“, “Orientierung“ oder „Universum“. Laut derstandard.at habe der Geschäftsführer von Pre TV, Nikolaus Wisiak, die Kündigung bestätigt. Die Mitarbeiter sollen weiterhin auf tageweiser Basis beschäftigt werden; da frühestens Ende des Monats gekündigt werden könne, wolle man bis dahin mit dem ORF über die Zukunft der Mitarbeiter verhandeln. Der Sender habe die bisherigen Veträge mit Parasec und Pre TV „aus formalen Gründen aufgelöst beziehungsweise nicht verlängert“.

Am Mittwoch hatte sich der Österreichische Journalisten Club mit den Mitarbeitern solidarisch erklärt und Generaldirektor Alexander Wrabetz und Programmdirektorin Kathrin Zechner aufgefordert, eine Weiterbeschäftigung sicherzustellen. „Gerade die betroffenen Sendeformate sind die Aushängeschilder des öffentlich-rechtlichen ORF und verstärken maßgeblich das Österreichbild des Senders“, betonte ÖJC-Präsident Fred Turnheim in einer Aussendung. Dass, wie vom ÖJC angenommen, die Mitarbeiter auch von den Leasingfirmen gekündigt worden wären, soll der ORF laut dem Standard-Bericht verneint haben.