-
Strict but fair
«DOK»: Frühmorgens in den Bernsteinwellen von Nida
Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 7. Januar 2018, 15.10 Uhr, SRF 1
Die Kurische Nehrung, eine schmale Landzunge an der Ostseeküste Litauens, ist berühmt für ihre Bernsteinvorkommen. Im Herbst, wenn Stürme das Meer aufwühlen, wird das versteinerte Baumharz an den Strand gespült. Das ist die Stunde der Bernsteinfischer. Ausserdem: Magie der Moore – Das Nebelreich (1/2). Und: Magie der Moore – Bedrohtes Paradies (2/2).
Sonntag, 7. Januar 2018, 15.10 Uhr, SRF 1
«DOK»: Frühmorgens in den Bernsteinwellen von Nida
Die Kurische Nehrung, eine schmale Landzunge an der Ostseeküste Litauens, ist berühmt für ihre Bernsteinvorkommen. Im Herbst, wenn Stürme das Meer aufwühlen, wird das versteinerte Baumharz an den Strand gespült. Das ist die Stunde der Bernsteinfischer.
Kasimieras Mizgiris aus Nida ist einer von ihnen. Noch vor Sonnenaufgang macht er sich mit seinem Netz auf den Weg zum Strand. Er will vor allen anderen da sein und sein Glück versuchen. Bernstein schwebt im Salzwasser. Eine mühevolle und gefährliche Arbeit. Denn die Bernsteinfischer müssen aufpassen, dass die Wellen sie nicht mitreissen und fortspülen.
Zum Aufwärmen zwischendurch gibt es Bernsteinschnaps, selbst gebraut aus Wodka und kleinen Bernsteinstückchen, die dem Getränk einen harzigen Geschmack verleihen. Im Fischerdorf Nida betreibt Kasimieras ein kleines Bernsteinmuseum mit wertvollen Fund- und Schmuckstücken. Und in seiner Werkstatt gleich an der Strandpromenade verarbeitet er selbst seine Bernsteinfunde zu modernen Anhängern. Die vielen Sommergäste, die Nida auf der Suche nach Spuren des alten Ostpreussen besuchen, überrascht Mizgiris damit, dass aus den fossilen Harzklumpen viel mehr entstehen kann, als nur eine gewöhnliche Bernsteinkette.
Sonntag, 7. Januar 2018, 15.40 Uhr, SRF 1
«DOK»: Magie der Moore – Das Nebelreich (1/2)
Wie kaum ein anderer Lebensraum birgt das Moor unzählige Geschichten: Seine Anziehungskraft und dunklen Mythen lassen uns erschauern, die Pracht seiner Artenvielfalt staunen. Naturfilmer Jan Haft lenkt den Blick auf eines der wichtigsten und schönsten Biotope, im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten.
Als Heimat grosser und kleiner Tiere bieten Moore eine schier unfassbare Vielfalt an Lebensformen. Nicht Wasser, nicht Land, nicht See und nicht Wald: Sie befinden sich an den Schnittstellen verschiedener Existenzformen, die im Kreislauf der Tages- und Jahreszeiten ein faszinierendes Eigenleben entwickelt haben. In der Nacht sind die Moore das Reich der Fallensteller und Jäger, ein vibrierendes Labyrinth, in dem man zu versinken droht: Ein Fehltritt kann das Ende bedeuten. Am Tag, wenn sich die Nebelschwaden des frühen Morgens gelichtet haben, leuchtet der Teppich aus Wollgras, durchstreifen Reptilien, Insekten und vereinzelte Grosstiere die Moore, und so manches Geheimnis tritt zutage: Dass der Moosfilz manch schauriges Geheimnis birgt, wie etwa den Leichnam des 2000 Jahre alten Tollund-Mannes, dessen Antlitz heute noch so lebendig wirkt, als würde er nur schlafen. Konserviert ist er im Torf, dessen Schichten kontinuierlich wachsen und als riesige CO2-Speicher agieren. In ihnen sammelt sich das Regenwasser, es entstehen Teiche, Tümpel und andere Gewässer.
Sonntag, 7. Januar 2018, 16.25 Uhr, SRF 1
«DOK»: Magie der Moore – Bedrohtes Paradies (2/2)
In fünf Jahren Drehzeit gelang eine Kollage teils schaurig düsterer, teils farbenfroher Bilder dieses einzigartigen Lebensraums. Mit neuester Kameratechnik und ausgefeilten Zeitlupen und Zeitraffern wurden einmalige Verhaltensweisen von Tieren und Pflanzen im Moor eingefangen.
Neben bekannten Tieren wie Wölfen, die durch einen Pinselwald weisser Wollgrasbüschel schnüren, oder Kranichen die im Bruchwald ihre Jungen aufziehen, begegnet die Zuschauerin und der Zuschauer auch Kreaturen, die so surreal aussehen, als stammten sie von einem anderen Stern. Nahaufnahmen zeigen grotesk wirkende Libellenlarven, die mit spitz bezahnten Schnappkiefern auf Beute lauern, oder Pflanzen, die, im Zeitraffer gefilmt, ihre glitzernden Fallenblätter entrollen.
Der Einsatz hochmoderner Zeitlupenkameras macht den Flug des Hochmoorgelblings zum ästhetischen Hochgenuss.
-
Posting Permissions
- You may not post new threads
- You may not post replies
- You may not post attachments
- You may not edit your posts
-
Forum Rules