Ausstrahlungsdatum: Montag bis Freitag, 8. bis 12. Januar 2018, 18.15 Uhr, SRF 1

Fünf Stammgäste präsentieren im neuen Jahr ihre Lieblingsrestaurants und laden dazu ein, den Aargau eine Woche lang kulinarisch zu entdecken. Am Schluss gewinnt diejenige Beiz, welche in den Kategorien Ambiente, Essen und Preis-Leistung am meisten überzeugen kann.

Es kämpfen um den Wochensieg:
Montag, 8. Januar: Restaurant Alpenrösli, Würenlos
Das Haus wurde bereits 1840 gebaut und stellte bereits damals einen Treffpunkt für die Vereine in Würenlos dar. Herr Karabulut, der sowohl den Schweizer wie auch den türkischen Pass besitzt, hat es vor 35 Jahren vergrössert und restauriert. Der 60-jährige Wirt, Necdet Karabulut, legt besonderen Wert auf die gemütliche Atmosphäre in seinem Restaurant. Es verwundert deshalb nicht, dass ein Grossteil seiner Kunden Stammgäste sind. In der Küche setzt das Alpenrösli auf regionale Produkte. Als Spezialität gilt das Rinderfilet nach Grossmutterart. Der pensionierte Stammgast Werner Gassmann kennt sein Alpenrösli seit dreissig Jahren. Er nimmt dort mehrmals die Woche einen Apéro oder ein kühles Blondes zu sich. Einmal im Monat bleibt er dann auch sitzen und gönnt sich ein schönes Essen. Werner Gassmann mag die gemütliche Atmosphäre und die ehrliche und währschaftliche Küche.

Dienstag, 9. Januar: Restaurant zum Sternen, Würenlingen
1730 kam die Familie Meier in den Besitz des grössten Hofs von Würenlingen, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückgeht. Die Gastwirtschaft wurde über die Jahre hinweg immer wieder vergrössert. Der Grossvater des aktuellen Wirtes erweiterte die Palette des Sternen mit eigenem Wein aus den umliegenden zum Hof gehörenden Rebstöcken. Heute führt Adrian Meier den Landgasthof seit 23 Jahren, seine zwei Brüder kümmern sich um das Weingut. Zu den Besonderheiten des Hauses gehört aber nicht nur die lange Geschichte, sondern auch die Vielfalt der Räumlichkeiten und Säle. Es hat schlicht für jeden Geschmack etwas dabei. Die gutbürgerliche, regionale Küche und der selber gekelterte Wein sind seit Jahren Eckpfeiler des Landgasthofs. Genau deshalb, verkehrt auch der Stammgast Urban Meier seit gut dreissig Jahren im Hotel Restaurant zum Sternen. Der Familienmensch und Hobbyjasser mag den guten Service, die tolle Atmosphäre und das leckere Essen.

Mittwoch, 10. Januar: Panorama-Restaurant Hertenstein, Ennetbaden
Die Familie Ettisberger führt das Panorama-Restaurant in der zweiten Generation. Vor gut dreissig Jahren standen die Eltern der jetzigen Wirtin vor einer Ruine. Vor ihnen lagen die Überreste des Nachtklubs Golden-Hill, welcher durch einen Brand komplett zerstört wurde. Mit einer Vision, viel Schweiss und Durchhaltewillen erfüllen sich Ettisbergers ihren Traum vom eigenen Restaurant. Seit drei Jahren leiten nun Daniela und ihr Mann Martin das Hertenstein. Als Besonderheiten gelten die schöne Aussicht auf Baden und der Kletterfels direkt neben dem Restaurant. In der Küche wird wenn möglich alles selber hergestellt, die Produkte beziehen sie wenn immer möglich aus der Region. Das Lammcurry gehört zu den besonderen Spezialitäten des Hauses. Die gebürtige Bündnerin, Annina Spiess, bekam vor 15 Jahren den Tipp Hertenstein. Sie war gerade frisch in den Aargau gezogen. Die abwechslungsreiche Karte und die grosse Leidenschaft der Wirte überzeugten sie so sehr, dass sie seither Stammgast ist. Selber kocht sie nicht so gerne, ihr Mann ist gelernter Koch.

Donnerstag, 11. Januar: Restaurant Maiengrün, Hägglingen
Das Maiengrün ist eine kleine Oase auf einem Hügel in einer Waldlichtung. Der Eigentümer hat das Restaurant 2014 erworben und sanft renoviert. In Robert Lämmli fand der Eigentümer seinen Wunschkandidaten als Pächter des Maiengrün. Durch Mund-zu-Mund Propaganda wurde das Restaurant mit der Zeit zu einem beliebten Ausflugsziel. Dazu beigetragen hat sicher auch der nahe gelegene Aussichtsturm. Der 57-jährige Wirt und gelernte Koch, Roland Lämmli, überrascht seine Gäste gerne mit dem Menü «eine Fuhre Mist». Diese besteht aus gegrilltem Fleisch, Saisongemüse und Strohkartoffeln. Seine Produkte bezieht er aus der näheren Umgebung. Die Direktionsassistentin Renee Müller kannte das Maiengrün von Spaziergängen in der Umgebung. Als sie dann die Weihnachtsfeier ihres Arbeitgebers organisieren durfte, entschied sie sich fürs Maiengrün. Die bürgerliche Küche, die spezielle Location und die Gastfreundschaft haben sie überzeugt. Seit zwei Jahren ist sie nun Stammgast im waldnahen Restaurant.

Freitag, 12. Januar: Restaurant Bären, Fisibach
Seit knapp zwanzig Jahren leiten Béatrice und Pierre Arn den Bären in Fisibach. Beide haben eine Vergangenheit in der Hotelbranche. Es erstaunt denn auch nicht, dass sie seit Beginn ein klares Konzept haben: Die Produkte, welche sie verarbeiten, sollen ausschliesslich aus der Region kommen. Auch auf die Saisonalität der Lebensmittel wird geachtet. Sie kennen ihre Zulieferer persönlich und betreiben eine eigene Räucherei um ihrem Fleisch das «besondere Etwas» zu verleihen. Der Bären ist bekannt für seine erlesenen Speisen, kreativen Menüs in Topqualität. Das Restaurant ist heimelig eingerichtet, mit viel Holz und einem offenen Feuer im Gastraum. Es ist denn auch genau dieses gemütliche Ambiente gepaart mit den liebevoll zubereiteten, regionalen Speisen, die es Mario Kalbermatten bei seinem ersten Besuch angetan haben. Der 58-jährige Walliser ist selbst Mitglied in einem Kochklub und schätzt deshalb die kreative Küche von Koch Pierre Arn besonders.