Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 7. Januar 2018, 10.00 Uhr, SRF 1
Er schreibt Romane, Novellen, Lieder und Hörspiele. Michael Köhlmeier ist ein Vielschreiber. Und ein Vielerzähler: Märchen, biblische Geschichten und vor allem die griechischen Mythen gibt er wortgewaltig und bildstark wieder. Denn das Wort hat keine Wirkung, wenn es nicht weitererzählt wird.
Erzählen sei ein Grundbedürfnis des Menschen, sagt Michael Köhlmeier. In einem erzählverrückten Haushalt im Vorarlberg aufgewachsen, wurde Köhlmeier früh mit biblischen Geschichten, Märchen, aber auch mit griechischen Mythen konfrontiert. Vor allem letztere haben es ihm angetan.
Köhlmeier geht es aber weniger um die Deutung der Geschichten, als um die Erzählung an sich, die stets eine subjektive Sicht darstelle. Die Geschichte, in der Gott Abraham befiehlt, seinen Sohn zu opfern – eine Geschichte, die sich sowohl im Alten Testament als auch im Koran wiederfindet – erschüttert ihn in ihrer Härte. Eine ähnliche Geschichte in der griechischen Mythologie sei da weitaus versöhnlicher.
Ein Gespräch zum Jahresanfang über den Heiligen Antonius, dem Vaterunser als Gedicht und über die Frage, ob eine Geschichte wahr sein muss, um gut zu sein.
Weitere Themen in den Sternstunden:
10.30 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Religion»: Die Rückkehrer – Die Menschen von Iqrit
11.00 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Philosophie»: Philipp Hübl – Macht und Magie der Sprache
11.55 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Musik»: Sonita – Rappen gegen die Zwangsheirat




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