Ausstrahlungsdatum: Montag, 8. Januar 2018, 22.25 Uhr, SRF 1
China überschwemmt die Märkte. Gigantische Projekte wie die neue Seidenstrasse sollen den Warenfluss beschleunigen. Mit dem Kauf von Industrieperlen wie Syngenta zieht China Know-how ab. Als Monopolist verknappt es Güter weltweit. Der Ökonom Rudolf Strahm erklärt, weshalb die Schweiz handeln sollte. Ausserdem: Wenn China nicht liefert, stehen Schweizer Firmen still. Ebenso: Ausverkauf von Schweizer Industrieperlen. Und: Päckliflut aus China – Schweizer Onlinehändler beunruhigt. Reto Lipp moderiert die Sendung.
Wenn China nicht liefert, stehen Schweizer Firmen still
Die Abhängigkeit von chinesischen Zulieferern kann in der Schweiz zu dramatischen Versorgungsengpässen führen. Solarpanels aus chinesischer Produktion, Elektroden zum Schmelzen und Legieren von Stahl: Wenn chinesische Hersteller zuerst die Nachfrage im eigenen Land bedienen, haben Firmen in der Schweiz das Nachsehen. Im Fall von Antibiotika-Wirkstoffen kann das lebensgefährlich werden.
Ausverkauf von Schweizer Industrieperlen
Der Agrochemiekonzern Syngenta wurde letztes Jahr für 43,7 Milliarden Franken vom chinesischen Staatskonzern ChemChina gekauft. Und mit Gategroup, Swissport, SR Technics gingen gleich drei Firmen im Umfeld Luftfahrt an die chinesische HNA. Deren Eigentumsverhältnisse sind intransparent. Rudolf Strahm kritisiert, wenn Schweizer Firmen in den Besitz chinesischer Staatsunternehmen gehen und fordert mehr Schutz für Schweizer Firmen.
Päckliflut aus China – Schweizer Onlinehändler beunruhigt
Onlinegigant Alibaba beliefert immer mehr Kunden weltweit, auch in der Schweiz. Alibaba-Chef Jack Ma will mit seinem digitalen Marktplatz noch viel stärker wachsen. Schweizer Onlinehändler sind beunruhigt und fühlen sich im Wettbewerb benachteiligt. Denn der Versand von Kleinpaketen aus China in die Schweiz ist billiger als innerhalb der Schweiz.




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