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Thread: Allgemeine Neuigkeiten 2018

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    Allgemeine Neuigkeiten 2018

    Neues Verschlüsselungsprotokoll WPA3 soll WLANs sicherer machen

    Ein neues Protokoll für die Verschlüsselung von drahtlosen Datennetzwerken soll die Sicherheit in WLANs deutlich erhöhen. Das Firmenkonsortium Wi-Fi Alliance, das Geräte mit Funkschnittstellen zertifiziert, legte am Dienstag auf der Technikmesse CES in Las Vegas den neuen Standard WPA3 mit neuen Sicherheitsfunktionen vor. Gleichzeitig soll der Umgang mit verschlüsselten WLANs vereinfacht werden.

    In dem neuen Standard wurden vier neue Funktionen definiert. WPA3 soll erstens einen robusten Schutz bieten, selbst wenn Benutzer einfache Passwörter wählen, die den typischen Empfehlungen von Sicherheitsexperten nicht entsprechen. Zweitens soll der Prozess der Konfiguration der Sicherheit für Geräte vereinfacht werden, die über keinen Bildschirm verfügen. Ein weiteres Feature soll die Privatsphäre der Nutzer in offenen Netzwerken durch eine individualisierte Datenverschlüsselung stärken. Schließlich soll WPA3 ermöglichen, Wi-Fi-Netzwerke auch in Bereichen zu betreiben, in den erhöhte Sicherheitsanforderungen bestehen, etwa bei Regierungseinrichtungen, dem Militär oder in sensiblen Bereichen in Unternehmen. Geräte, die das neue Protokoll WPA3 unterstützen, sollen noch 2018 auf den Markt kommen.

    Im vergangenen Herbst hatte eine vom belgischen Sicherheitsforscher Mathy Vanhoef entdeckte Sicherheitslücke im Vorgängerprotokoll WPA2 das Thema der Sicherheit in WLANs in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Inzwischen haben zwar etliche Hersteller die „Krack“-Sicherheitslücke geschlossen, etliche betroffene Geräte werden aber wohl niemals ein Update bekommen. Bei dem „Krack“-Angriff war es möglich, die WLAN-Verschlüsselung auszuhebeln und damit den Datenverkehr in einem WLAN zu belauschen und zu manipulieren.

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    Consumer Electronics-Branche startet mit guten Prognosen ins neue Jahr

    Die Consumer Electronics-Branche (CE) startet unter positiven Vorzeichen ins neue Jahr. Nach Prognosen der GfK wird in diesem Jahr im weltweiten Markt für CE-Produkte wieder die Marke von 1.000 Milliarden US-Dollar Marktvolumen übertroffen werden. Mit einer Steigerung um knapp vier Prozent werden entsprechend der neuesten Einschätzungen 1.014 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden.

    Die drei größten Teilmärkte, China (23 %), Europa (22 %) und Nordamerika (23 %) stellen dabei annähernd 70 Prozent des Gesamtvolumens. In allen drei Regionen wird zudem mit Wachstum gerechnet: China plus ein Prozent, Europa plus sechs Prozent und Nordamerika plus zwei Prozent. Für die restlichen Regionen prognostizieren die Marktforscher ebenfalls eine positive Entwicklung. So werden „Developed Asia“ um vier Prozent, „Emerging Asia“ (ohne China) um sieben Prozent, „Latin America“ um neun Prozent und „Middle East Africa“ um vier Prozent wachsen.

    Eindeutig sind die Umsatz-Schwerpunkte hinsichtlich der Produkte verteilt. Rund drei Viertel des gesamten Umsatzes kommen von drei Produktkategorien: Smartphones steuern 48 Prozent zum Gesamtumsatz bei, TV-Geräte und mobile PCs jeweils zwölf Prozent und Tablet-PCs drei Prozent bei. Mit einer Stückzahl von prognostizierten 1,5 Milliarden (+ 3 %) setzt sich das Wachstum der Smartphones auch 2018 fort. Ebenfalls wachsen werden die TV-Geräte auf 236 Millionen Stück (+ 5,8 %), während PCs insgesamt um 3,7 Prozent auf 283 Millionen Stück zurückgehen werden.

    Dank ihrer Innovationskraft und ihrer Dynamik wird sich die Consumer Electronics-Branche auch im Jahr 2018 weltweit positiv entwickeln. Die Konsumenten investieren gern in Consumer Electronics-Produkte, speziell Smartphones und andere Geräte zur mobilen Mediennutzung werden weiterhin stark nachgefragt sein. Bei Fernsehern erwarten wir ebenfalls eine starke Umsatzentwicklung. Klar ersichtlich ist auch, dass smarte, vernetzte Produkte aktuell im Trend liegen, nicht zuletzt wegen der vielen Entwicklungen rund um die Sprachsteuerung“, so Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH, zu den Markt-Prognosen.

  4. #3
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    Facebook testet "Downvote-Button"

    Facebook möchte eine Funktion einrichten, die es den Nutzern erleichtert, auf unangemessene Kommentare hinzuweisen. Das erklärte der Social-Media-Riese gegenüber dem Nachrichtenportal "TechCrunch".

    Konkret will das Unternehmen von Mark Zuckerburg dafür einen "Downvote"-Button einrichten. Erstmal soll die Funktion in eine Testphase gehen und nur bei einigen ausgewählten Post-Kommentaren in den USA anwendbar sein. Gegenüber "TechCrunch" betonte Facebook allerdings, dass man keinen "Gefällt mir nicht"-Button einführe, sondern eine Funktion "mit der Nutzer Feedback zu Kommentaren in öffentlichen Posts geben können".

    Wer auf den "Downvote"-Button klickt, soll aus drei verschiedenen Optionen auswählen können, die Facebook Aufschluss über die Problematik des Kommentars geben. "Offensive","Misleading" und "Off Topic" soll auf den Auswahl-Schaltflächen stehen. Das soll Facebook helfen, herauszufinden, ob der Kommentar anstößig ist, in die Irre führend oder einfach irrelevant.

    Bislang gibt es bei dem sozialen Netzwerk lediglich eine Funktion um Kommentare zu verbergen.

  5. #4
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    Oscars: 'The Shape of Water' als großer Gewinner

    Der Film von Guillermo del Toro konnte in den beiden wichtigsten Kategorien absahnen. Als Beste Darstellerin gewann Frances McDormand, Gary Oldmann wurde als Bester Darsteller prämiert.

    Zum 90. Mal wurden gestern Abend in Los Angeles die Academy Awards vergeben. Als großer Gewinner ging die Fantasyromanze „The Shape of Water“ hervor (13 Nominierungen), der auch in den wichtigsten Kategorien die Goldmänner einheimsen konnte – Bester Film und Beste Regie für Guillermo del Toro.

    Als beste Schauspielerin gewann Frances McDormand für ihre Darstellung in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri". Gary Oldmann wurde für seine Verkörperung von Winston Churchill in „Die dunkelste Stunde“ ausgezeichnet. Für „I, Tonya“ holte Allison Janney den Goldjungen als Beste Nebendarstellerin, Sam Rockwell wurde als Bester Nebendarsteller für seine Rolle in „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" prämiert. Als Bester Fremdsprachiger Film reüssierte der chilenische Beitrag „A Fantastic Woman“ von Sebastian Lelio.

    Alle Preise im Überblick:


    Bester Film:
    „Shape of Water“

    Beste Hauptdarstellerin: Frances McDormand, „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“
    Bester Hauptdarsteller: Gary Oldman, „The darkest hour“
    Beste Regie: „Shape of Water“, Guillermo del Toro
    Beste Nebendarstellerin: Allison Janney, „I, Tonya“
    Bester Nebendarsteller: Sam Rockwell, „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“
    Bestes Originaldrehbuch: „Get Out“, Jordan Peele
    Bestes adaptiertes Drehbuch: „Call Me by Your Name“, James Ivory
    Beste Musik: „Shape of Water“, Alexandre Desplat
    Bester Filmsong: „Remember Me“ aus „Coco“, Kristen Anderson-Lopez, Robert Lopez
    Bester fremdsprachiger Film: „Una mujer fantástica/Eine phantastische Frau“ (Chile)
    Bester Realkurzfilm: „The Silent Child“, Chris Overton, Rachel Shenton
    Bester Dokumentarfilm: „Ikarus“, Bryan Fogel, Dan Cogan
    Bester Kurzdokumentarfilm: „Heaven is a Traffic Jam on the 405“, Frank Stiefel
    Bester Animationsfilm: „Coco“, Lee Unkrich, Darla K. Anderson
    Bester Animationskurzfilm: „Dear Basketball“, Glen Keane, Kobe Bryant
    Beste Kamera: „Blade Runner 2049“, Roger Deakins
    Bester Schnitt: „Dunkirk“, Lee Smith
    Bester Tonschnitt: „Dunkirk“, Alex Gibson, Richard King
    Beste Tonmischung: „Dunkirk“, Mark Weingarten, Gregg Landaker, Gary A. Rizzo

    Visuelle Effekte: Gerd Nefzer, John Nelson, Paul Lambert und Richard R. Hoover für „Blade Runner 2049“
    Make-up/Frisur: Kazuhiro Tsuji, David Malinowski und Lucy Sibbick für „The darkest hour“
    Kostümdesign: Mark Bridges für "Phantom Thread"
    Kurzfilm: „Silent Child“ von Chris Overton

  6. #5
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    Designierte Staatsministerin will Digitalisierung beschleunigen

    Die designierte Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär (CSU), fordert eine Beschleunigung bei der Digitalisierung von Behörden und Unternehmen. "Deutschland muss erfolgreiche Digitalnation werden", sagte sie in den ARD-"tagesthemen". Insbesondere den Unternehmen wolle sie helfen, "Championsleague zu spielen, Weltmeister zu sein", erklärte die CSU-Politikerin. Ihr gehe es viel, viel zu langsam.

    In ihrem neuen Amt wolle sie dazu beitragen, dass "Deutschland nicht nur eine erfolgreiche Industrienation bleiben kann , sondern auch eine erfolgreiche Digitalnation werden wird."

    Auch in den Fachministerien sieht Bär Defizite bei der digitalen Entwicklung. "Ich stelle schon fest, dass wir in unseren Ministerien unterschiedliche Geschwindigkeiten haben," sagte sie. Jedes Ministerium in Deutschland müsse ein Digitalministerium sein, forderte sie.

    Als Parlamentarische Staatsekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) setzte sich Bär zuletzt stark für die Digitalisierung des Hörfunks und hier vor allem für den Standard DAB+ ein.

  7. #6
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    BGH erlaubt Einsatz von Werbeblockern

    Im Streit um Werbeblocker im Internet ist das Medienunternehmen Axel Springer vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gescheitert. Der I. Senat sieht in dem Angebot des Werbeblockers Adblock Plus des Anbieters Eyeo keinen unlauteren Wettbewerb und auch keine rechtswidrige aggressive Geschäftspraxis. Die Entscheidung über den Einsatz des Werbeblockers liege beim Nutzer der Internetseiten und nicht bei dem beklagten Unternehmen, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung am Donnerstag. Axel Springer werde jetzt Verfassungsbeschwerde wegen Eingriffs in das Grundrecht auf Pressefreiheit einreichen, kündigte der Anwalt des Verlags an. (I ZR 154/16)

    Der Senat sprach von einer Abwägung der einzelnen Interessen. „Dabei hat eine ausschlaggebende Rolle gespielt, dass der Kläger in der Lage ist, sich gegen Werbeblocker zu wehren“, sagte der Vorsitzende Richter. So könne er Nutzern eines Werbeblockers den Zugriff auf seine Angebote sperren.

    Der Verlag hatte argumentiert, sein Geschäftsmodell sei durch das Unterdrücken von Werbung auf seinen Internetseiten gefährdet. Nur wenige journalistische Angebote im Internet könnten Geld über Bezahlschranken einnehmen, Werbung sei daher existenziell. Eine Eyeo-Anwältin hielt entgegen, der Verlag steigere seine Erlöse im digitalen Bereich trotz der Verbreitung von Adblockern jährlich im zweistelligen Prozentbereich.

    Vor dem Oberlandesgericht (OLG) Köln hatte Axel Springer noch einen Teilerfolg erzielt. Das OLG hatte keine Einwände gegen das sogenannte Blacklisting, mit dem Werbung blockiert wird, befand aber das sogenannte Whitelisting für rechtswidrig. Beim Whitelisting müssen Unternehmen dafür zahlen, dass Werbung durchgelassen wird, die den Eyeo-Richtlinien für akzeptable Werbung entsprechen.

  8. #7
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    Smart Devices, Künstliche Intelligenz und 8K Television auf der IFA 2018

    Intelligente und vernetzte Geräte für zu Hause, Künstliche Intelligenz und Fernseher mit einer immer besseren Bildschirmqualität sind einige der Top-Trends der IFA 2018, der bedeutendsten Messe für Consumer und Home Electronics. Auf der IFA Global Press Conference in Rom hatten Journalisten die Gelegenheit, einen ersten Vorgeschmack auf ausgewählte Produktentwicklungen zu bekommen, die Fachbesucher und Konsumenten gleichermaßen begeistern werden, wenn die Messe vom 31. August bis zum 5. September 2018 ihre Tore öffnet.

    Eine Rekordzahl von mehr als 360 Journalisten und Industriepartnern erhielt während der zweitägigen Medienveranstaltung durch zahlreiche Power Briefings von globalen Brands einen exklusiven Einblick in die Top-Trends und Produkthighlights.

    IFA NEXT, als große Bühne der Innovationen für Start-Ups, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, debütierte zur IFA 2017 äußerst erfolgreich. Dieser einmalige Innovation Hub wird in diesem Jahr in der Halle 26 deutlich erweitert.

    Das komplette Messegelände unter dem Berliner Funkturm ist auch in diesem Jahr wieder exklusiv den Markenherstellern vorbehalten. In Ergänzung bietet die STATION Berlin, nahe dem Potsdamer Platz, für IFA Global Markets eine zusätzliche Ausstellungsfläche von mehr als 20.000 Quadratmetern. IFA Global Markets ist nur für Fachbesucher zugänglich und ein zentraler Handelsplatz für Einkäufer und Händler. Hier bringt die IFA Zulieferer, Komponenten-Hersteller, OEMs/ODMs mit potentiellen Kunden und Partnern der Consumer und Home Electronics -Branche zusammen.

    Shift AUTOMOTIVE, die neue Future Mobility Convention, wird erstmalig in Berlin stattfinden. Die Convention zeigt, wie neue Technologien unseren Lebensstil und unsere Mobilität aus Sicht der Konsumten verändern werden. Shift AUTOMOTIVE ist eine Kooperation der Geneva International Motor Show, Palexpo, IFA, und der Messe Berlin und wird zwei Ausgaben im Jahr erfahren. Die erste zweitägige Shift AUTOMOTIVE Konferenz wird am 4. und 5. September 2018 im Rahmen der IFA in Berlin stattfinden. Die nächste Shift AUTOMOTIVE Show folgt im März 2019 in Genf.

    „Die IFA ist ein Netzwerk - das verbindende Element für das Ökosystem unserer technologischen Welt. Zu den Innovationen der Consumer Electronics trägt nicht nur eine Branche bei. Aktuell sind es sieben, acht, neun Branchen, die die Innovationen hervorbringen. Erstmals sind sie heute in einem Ökosystem miteinander verbunden, in dem sie sich gegenseitig inspirieren und damit die Innovationsgeschwindigkeit signifikant steigern“, sagte Dr. Christian Göke, CEO, Messe Berlin. „Jede Branche trägt mit eigenem Wissen, Erfahrung und Expertise dazu bei. Das ist Co-Innovation pur.”
    „Die großen aktuellen Trendthemen wie Sprachsteuerung und Künstliche Intelligenz vernetzten immer mehr Produkte und Märkte miteinander. Ganz besonders zeigt sich das bei den Branchen der Consumer Electronics und Home Appliances, für die die IFA die ideale gemeinsame Plattform ist. Keine andere Messe erfüllt die Anforderungen der führenden Marken der beteiligten Industrie, des Handels, der Konsumenten und der Medien derart umfänglich. Das diesjährige zehnte Jubiläum der Home Appliances@IFA sowie das erneut gestiegene Ordervolumen der IFA auf zuletzt 4,7 Milliarden Euro sind eindrucksvolle Bestätigungen des herausragenden Erfolgs und der einzigartigen Stellung der IFA in Berlin im Markt“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu Consumer & Home Electronics GmbH.

    Jürgen Boyny, Global Director Consumer Electronics, GfK Retail and Technology, erklärt zur Marktentwicklung: „Am Ende der Kette steht der Konsument. Für ihn sind all diese Innovationen entwickelt, er soll die Produkte kaufen. Die Menschen sind inzwischen digital vernetzt und möchten diese Erfahrung nutzen. Das bedeutet, sie wollen an all diesen Möglichkeiten teilhaben, die zur Verfügung stehen und das möglichst sofort. Der Kunde will Entertainment und Kommunikation, er will Lifestyle und Convenience. Und er ist bereit für die Innovationen zu bezahlen, wenn er einen Nutzen sieht und ihn versteht.“

    "Wir erwarten weiterhin eine positive Marktentwicklung in beiden Home Appliances Segmenten. In den meisten Ländern der Welt wird sich das Wachstum aufgrund des Anstiegs der zu erwartenden Kaufkraft der Mittelklasse fortsetzen. In vielen Produktgruppen ist das Wachstumspotenzial noch nicht ausgereizt, eine Vielzahl neuer Trends zeigt dies. Bestes Beispiel dafür ist die Küche, für die es Innovationen in so gut wie jeder Produktkategorie gibt”, erklärt Georg Walkenbach, Mitglied des Gesamtvorstands des ZVEI.

    IFA Executive Director, Jens Heithecker: “Mit der IFA bringen wir Marken, Start-Ups, Entwickler, den Handel und Konsumenten zusammen. Wir unterstützen das gesamte Portfolio unserer Branchen, deren Trends weitere Innovationen anregen. Diese Trends erzeugen Wachstum, ändern unseren Lifestyle und geben dem Begriff “Consumer Electronics” eine komplett neue Bedeutung.”

  9. #8
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    Neues Android mit Wischnavigation und Lerneifer

    Bei der kommenden Android-Version mit dem Codenamen P sollen Wischgesten am unteren Displayrand die Einhand-Bedienung per Daumen gerade bei größeren Geräten erleichtern.

    Das hat Google auf seiner Entwicklerkonferenz I/O 2018 angekündigt. Visualisiert wird die neue Navigation durch eine angedeutete Bildlaufleiste, die die drei altbekannten Navigationsbuttons ersetzt und deren Schieber auch als neuer Home-Button fungiert. Wer von diesem Element aus nach oben wischt, gelangt zu einer neuen Ansicht mit fünf Apps, die der Nutzer besonders häufig aufruft, und einer Übersicht geöffneter Anwendungen darüber.

    Ist die gewünschte App nicht in der Fünfergruppe, wischt man noch einmal über den neuen Home-Button nach oben, um zur Gesamtübersicht aller Anwendungen zu gelangen. Mit dem Wischen des Home-Schiebers nach links oder rechts realisiert Google ein intuitives Blättern durch die bereits geöffneten Apps. Ein Zurück-Button erscheint nur noch kontextabhängig bei Bedarf im linken Bereich der Leiste.

    Mit Hilfe von maschinellem Lernen wird bei der neunten Android-Version auch die Stromspartechnologie verbessert: Dabei soll jenen Apps oder Diensten, die der Nutzer am häufigsten verwendet, im Zweifel mehr Akku-Leistung zugeteilt werden. Auch die automatische Helligkeitsregelung wurde weiterentwickelt: Sie kann künftig lernen, welche Display-Leuchtstärke der Anwender in welcher Umgebung bevorzugt.

    App-Entwickler bekommen neue Möglichkeiten, über Einblendungen Funktionen oder Informationen ihrer Anwendungen an den Nutzer zu bringen. Da sind zum einen die App-Aktionen: Anwendungen können zum Kontext passende Aktionen vorschlagen - etwa die Wiedergabe der Lieblingsmusik in der Streamingdienst-App, wenn man einen Kopfhörer anschließt. Zum anderen gibt es nun die sogenannten Slices. Das sind interaktive Informationen, die Anwendungen in Suchergebnisse einblenden können.

    Ungewollten Drehungen des Bildschirminhalts will Google ein Ende setzen: Registrieren die Sensoren entsprechende Kippbewegungen am Gerät, wird ein Dreh-Button in der Navigationsleiste angezeigt. Aber erst wenn der Nutzer mit einem Druck darauf bestätigt, wird das Displayformat auch tatsächlich geändert. Neu ist auch ein „Bitte nicht stören“-Modus, bei dem unter anderem Anrufe und Benachrichtigungen stummgeschaltet werden. Er lässt sich einfach aktivieren, indem das Smartphone auf dem Tisch liegend umgedreht wird.

    Google berücksichtigt bei Android P auch den Digital-Detox-Trend: Eine neue Übersicht (Dashboard) zeigt etwa an, wie lange der Nutzer am Smartphone oder mit bestimmten Apps verbringt, wie oft er sein Gerät entsperrt oder wie viele Benachrichtigungen er erhält. Wer danach entscheidet, kürzertreten zu wollen, kann gleich den neuen App-Timer ausprobieren, mit dem sich zeitliche Nutzungsbeschränkungen für Anwendungen einrichten lassen. Wer droht, über die Stränge zu schlagen, erhält beim Öffnen der entsprechenden App erst ein diskretes Signal. Ist das Zeitlimit erreicht, wird das App-Icon schließlich ausgegraut, um den Nutzer an seine guten Vorsätze zu erinnern.

    Die Beta-Version von Android P ist ab sofort für Googles Pixel-Geräte und sieben weitere Smartphones verfügbar. Dazu zählen das Sony Xperia XZ2, Xiaomi Mi Mix 2S, Nokia 7 Plus, Oppo R15 Pro, Vivo X21, OnePlus 6 und Essential PH-1.

  10. #9
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    Wie das Ende der Leinwand den Kinos helfen soll

    Kino, das ist Film auf großer Leinwand - und das seit Generationen. Künftig könnte das anders sein. Ein besseres Bild soll die Besucher vom Bruch mit der Tradition überzeugen. Betreiber hingegen sollen noch von einem ganz anderen Effekt profitieren können.

    Es wäre ein Abschied vom Herzstück des Kinos - und zugleich soll es dessen Zukunft sein. Filmtheater, das ohne Leinwand und Projektor auskommt, könnte den Betreibern neue Möglichkeiten für die Nutzung ihrer Säle verschaffen. Zumindest, wenn es nach dem Hersteller Samsung geht, der die Technik entwickelt und jetzt erstmals in Deutschland vorgestellt hat.

    Im "Traumpalast" in Esslingen bei Stuttgart werden Filme künftig nicht mehr auf einen weißen Hintergrund projiziert, sondern laufen zumindest in einem der Säle auf einem knapp 56 Quadratmeter großen, von selbst leuchtenden LED-Screen. Der Hersteller nennt die Wand aus 26 Millionen Leuchtdioden ganz unbescheiden das "Kino der Zukunft".

    "Weit mehr als eine Million Euro" haben "Traumpalast"-Betreiber Heinz Lochmann und Sohn Marius in die Neugestaltung ihres Kinosaals investiert. Etwa drei Wochen haben Entkernung und kompletter Neuaufbau gedauert, an Planung und Installation der LED-Wand waren nach Angaben der Firma auch Ingenieure aus der Samsung-Heimat Südkorea beteiligt. Bisher gebe es nur diese eine in Deutschland und einige wenige in Asien, den USA und in der Schweiz. Weitere seien aber in Arbeit, sagt Samsung-Manager Martin Groß.

    Erwartungsgemäß wirbt der Technologiekonzern mit einem noch einmal deutlich besseren Bild im Vergleich zur aktuellen Projektionstechnik. Die Kinobetreiber will Samsung aber vor allem auch mit wirtschaftlichen Aspekten für sich gewinnen. "Denn das ist es, was für Kinobetreiber zählt", ist sich Groß sicher. Kein Projektor bedeute: kein Vorführraum - und damit mehr Platz für mehr Kinosessel, dazu mehr Freiheit bei der Gestaltung des Saals und keine Folgekosten zum Beispiel für Ersatzteile für den Projektor.

    Was so eine LED-Wand kostet, verrät Samsung zwar nicht. Das hänge stark vom Einzelfall ab, heißt es. Aber wer sie einmal habe, könne sie theoretisch elf Jahre lang Tag und Nacht laufen lassen - ohne weitere Kosten, abgesehen vom Strom natürlich.

    Einen Rund-um-die-Uhr-Betrieb wird wohl keiner anstreben. Grundsätzlich geht Groß aber schon davon aus, dass eine LED-Wand öfter laufen und damit helfen könne, einen Kinosaal besser auszulasten als bisher - mit Firmenevents, Präsentationen, Vorträgen, aber auch Computerspiel-Wettbewerben (eSports) mit Profi-Gamern und Publikum. Lauter Dinge, bei denen eine Großbild(lein)wand gebraucht wird, bei denen aber auch nebenbei Licht brennt und Leute vor dem Bild stehen oder im Saal herumlaufen. Das ist zumindest schwierig, wenn - wie bisher - alles dunkel sein muss und der Lichtstrahl des Projektors freie Bahn braucht.

    Dass eine alternative Nutzung für viele Betreiber durchaus ein Thema, aber bei weitem noch kein ernstzunehmender Umsatzbringer ist, hatte der Hauptverband Deutscher Filmtheater schon in seiner 2015 vorgestellten "Kinobetriebsstudie" festgestellt. Immerhin jeder zweite befragte Betreiber sagte aber auch damals schon, dass er das Angebot ausweiten wolle, um zusätzliche Einnahmequellen aufzutun.

    Zumindest einen Teil der Investitionen sollen im "Traumpalast" auch die normalen Besucher wieder hereinbringen. Zwei Euro Aufpreis kostet das Ticket für alle Filme, die im LED-Saal laufen. "Ich glaube, das ist gerechtfertigt und fair", sagt Lochmann.

    Jan Fröhlich ist überzeugt, dass die LED-Technik über kurz oder lang sogar die Filmbranche insgesamt verändern wird. Der deutlich stärkere Kontrast zum Beispiel ermögliche Aufnahmetechniken, die heute nicht genutzt würden, weil man sie im Kino gar nicht wiedergeben könne, sagt der Experte des Filmkamera-Anbieters Arri aus München. Die Folge: Bis das so weit sei, könne die LED-Technik ihre Vorteile auch gar nicht voll ausspielen. "Es gibt keinen einzigen Film, der dafür gemacht ist", erklärt Fröhlich.

    Ernsthaft in Gefahr sieht "Traumpalast"-Chef Lochmann die Zukunft des Kinos insgesamt nicht - sofern die Betreiber am Ball blieben und mit der Zeit gingen: "Wenn man das gut macht, dann hat man auch eine Chance."

  11. #10
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    EU-Kommission durchkreuzt Googles Geschäftsmodell bei Android

    Die EU-Kommission überzieht Google mit einer Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro und will den US-Konzern rasch zu mehr Konkurrenz auf Smartphones mit dem Android-System zwingen.

    Auf die Strafe können weitere hohe Zahlungen folgen, wenn Google sein Verhalten nicht binnen 90 Tagen ändere, drohte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am 18. Juli in Brüssel.

    Die Brüsseler Behörde wirft Google den Missbrauch seiner Marktdominanz bei Smartphone-Betriebssystemen vor. Die weiteren Zahlungen könnten rund 15 Millionen Euro pro Tag erreichen - auch rückwirkend. „Wir wollen, dass Google sein Verhalten ändert“, betonte Vestager.

    Es ist die mit Abstand höchste Kartellstrafe aus Brüssel für ein einzelnes Unternehmen. Google war auch der vorherige Rekordhalter im Verfahren um die Shopping-Suche im vergangenen Jahr mit gut 2,4 Milliarden Euro. Google wird die Entscheidung der Kommission anfechten, wie Sprecher ankündigte. Solche Verfahren gehen üblicherweise jahreslang durch Gerichtsinstanzen.

    Android ist das meistbenutzte Smartphone-System der Welt. Die Software bringt in Europa laut Marktforschern rund 80 Prozent der derzeit verkauften Computer-Telefone zum Laufen. Damit sind hunderte Millionen Nutzer allein in Europa betroffen.

    Android wird bei Google entwickelt, ist kostenlos für Geräte-Hersteller und kann von ihnen im Prinzip auch abgewandelt werden. Aber es gibt Einschränkungen, wenn sie Google-Apps wie GMail oder Maps auf die Geräte bringen.

    Die Kommission stört sich unter anderem daran, dass Hersteller von Android-Smartphones, die Google-Dienste einbinden wollen, immer ein komplettes Paket aus elf Apps des Internet-Konzerns auf die Geräte bringen müssen. So kämen zum Beispiel auch Googles Browser Chrome und die Google-Suche immer auf die Geräte, selbst wenn ein Hersteller zum Beispiel nur die App-Plattform Play Store installieren wollen würde.

    Vestager betonte, die Vorinstallation von Google als Standard-Suchmaschine sorge dafür, dass die Verbraucher sie auch benutzten, statt sich die Anwendung eines Konkurrenten herunterzuladen. So seien mehr als 95 Prozent der Suchanfragen auf Android-Geräten 2016 über Google gestellt worden. „Die große Mehrheit der Nutzer nimmt, was mit dem Gerät kommt.“ Google kontert, die Bündelung mehrerer Apps sei nötig, weil Nutzer Google-Dienste sonst nicht vernünftig einsetzen könnten.

    Außerdem kritisiert die Brüsseler Behörde die sogenannte „Anti-Fragmentierungs-Vereinbarung“, gemäß der Anbieter von Geräten mit Google-Diensten nicht gleichzeitig auch Smartphones mit abgewandelten Android-Versionen verkaufen können. Vestagers Beispiel ist, dass vor einigen Jahren Amazon sein abgewandeltes Android-System FireOS auch anderen Herstellern anbieten wollte. Sie seien interessiert gewesen - aber hätten FireOS nicht nutzen können, weil sie danach keine Geräte mit Google-Diensten mehr hätten anbieten können.

    Der dritte Vorwurf der Kommission dreht sich darum, dass Google die Erlöse aus Werbung in der Such-App nur mit Geräte-Herstellern teile, wenn sie auf den Telefonen und Tablets Exklusivität genieße.

    Alles in allem sieht die Kommission in dem Vorgehen des Konzerns einen Versuch, die Marktposition seiner Online-Angebote auf Mobil-Geräten auf unfaire Weise gegen andere Dienste-Anbieter abzusichern.

    Das einzige relevante andere Mobil-Betriebssystem ist die iOS-Plattform von Apples iPhones. Konkurrenz-Systeme wie Microsofts Windows Phone oder die Blackberry-Software hatten den Wettbewerb verloren.

    Mit der Ausbreitung der Smartphones wird die Nutzung von Onlinediensten wie der Internet-Suche oder der Videoplattform YouTube auf Mobilgeräten zu einer immer wichtigeren Erlösquelle für Google.

    Mit 4,3 Milliarden Euro müsste Google sogar mehr zahlen als ein Lastwagen-Kartell mehrerer Hersteller, das mit 3,8 Milliarden Euro zur Kasse gebeten worden war. Das Geld aus Kartellstrafen geht am Ende in den EU-Haushalt.

    Der 2015 gestartete Android-Fall ist das zweite Brüsseler Kartellverfahren gegen Google nach der Shopping-Suche, in einem dritten geht es um den Dienst „AdSense for Search“, bei dem andere Internetseiten Google-Suchmasken einbinden können. Unter anderem schränke der Konzern die Möglichkeiten dieser Anbieter ein, auch Werbung von Googles Rivalen anzuzeigen, befand die Kommission.

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