Ausstrahlungsdatum: Montag bis Mittwoch, 22. bis 24. Januar 2018, 19.00 Uhr, SRF 1

Seit 1943 werden Lawinenhundeteams in der Schweiz systematisch ausgebildet. Die Vierbeiner und ihre Herrchen sind besonders in Wintern wie dem jetzigen gefordert. Bis heute hat keine moderne Technologie den Lawinensuchhund ersetzen können. «Schweiz aktuell» sendet anlässlich des Jubiläums einen dreitägigen Schwerpunkt zum Thema.

Im Ersten Weltkrieg fielen zahlreiche Soldaten Lawinen zum Opfer. Das zwang die Schweizer Armeeführung zum Handeln. Eine Lösung fand der Hundeforscher Ferdinand Schmutz. Sein Vorschlag: der Einsatz von Hunden. Eine erste Vorführung der Arbeit seiner Lawinenhunde 1940 vor General Guisan und seinem Stab war erfolgreich. Daraufhin trainierte Ferdinand Schmutz ab dem vierten Kriegsjahr mit Armeeunterstützung Hunde für den Rettungsdienst: Das Lawinenhundewesen war geboren.

Nach dem Krieg führte Schmutz die Hundeausbildung im Auftrag des Schweizer Alpen-Clubs SAC weiter. Aus 14 Teams im Jahr 1945 wurden im Laufe der nächsten 50 Jahre deren 300. Seither ging ihre Zahl wieder zurück, aktuell sind gesamtschweizerisch etwa 150 Gespanne einsatzfähig. Die Altersgrenze für Hundeführer liegt bei 65 Jahren. Für Nachwuchs ist jedoch gesorgt. Dieses Jahr werden 17 junge Führer in den Dienst der Alpinen Rettung Schweiz (ARS) eintreten. Diese Organisation wurde 2005 als gemeinnützige Stiftung durch die Rega und den SAC gegründet. Die ARS ist Ansprechpartnerin der Kantone, welche ihr – mit Ausnahme des Kantons Wallis –die Rettungsaufgaben übertragen haben.

Zum 75. Jubiläum berichtet «Schweiz Aktuell» vom 22. bis 24. Januar live aus Andermatt über die Ausbildung der Lawinenhunde. Während drei Tagen erfahren die Zuschauerinnen und Zuschauer, wie Lawinenhundeführer mit ihren Hunden zu einem eingeschworenen Team werden, ihre Einsätze meistern und den ganz normalen Alltag zusammen bewältigen.