Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 21. Januar 2018, 14.55 Uhr, SRF 1

2005 sind Kyle Knopff und seine Lebensgefährtin Aliah Adams nach Nordegg gezogen, ein kleines Dorf am Rande des Banff- und des Jasper-Nationalparks. In den kanadischen Rockies können sie das Verhalten der Pumas aus nächster Nähe beobachten. Anschliessend: Tierische Lebensphasen – Eine Zuflucht finden (3/6). Und: Tierische Lebensphasen – Kampf um die Macht (4/6).

Sonntag, 21. Januar 2018, 14.55 Uhr, SRF 1
«DOK»: Humanima – Auf den Spuren des Pumas
2005 sind Kyle Knopff und seine Lebensgefährtin Aliah Adams nach Nordegg gezogen, ein kleines Dorf am Rande des Banff- und des Jasper-Nationalparks. In den kanadischen Rockies können sie das Verhalten der Pumas aus nächster Nähe beobachten.

Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Räuber-Beute-Beziehung. Sie untersuchen, welche und wie viele Tiere die Pumas jedes Jahr reissen. Ausserdem beobachten sie die Grösse ihrer Population, die einen wesentlichen Einfluss auf die Art der Beutetiere hat.

Die scheuen Raubkatzen machen es den Wissenschaftlern nicht immer leicht. In den Sommermonaten ist es fast unmöglich, sie aufzuspüren. Erst im Winter verraten frische Spuren im Schnee, wo genau sich ein Tier aufhält.

Sonntag, 21. Januar 2018, 15.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Tierische Lebensphasen – Eine Zuflucht finden (3/6)
In dieser Folge dreht sich alles darum, einen sicheren Ort zu finden, der Tieren Nahrung und Wasser bietet und Schutz vor Feinden und den Elementen garantiert.

Auf steilen Geröllhängen, hoch oben in den Rocky Mountains leben Pfeifhasen. Die kleinen Nagetiere halten keinen Winterschlaf und müssen während der kurzen schneefreien Phase so viel Nahrung wie möglich in ihren Bau transportieren, um die kalte Jahreszeit zu überleben. Ein Zuhause unweit einer üppigen Blumenwiese ist dabei ein grosser Vorteil.

Schwierig ist die Versorgungslage einer Schimpansengruppe im westafrikanischen Senegal. Während der Trockenzeit ist es nicht nur schwierig, etwas Fressbares zu finden, vor allem Wasser ist Mangelware. Die Familie ist jetzt auf ältere Tiere und deren Kenntnis der Umgebung angewiesen. Zielsicher führen sie alle an einen 16 Kilometer entfernten Fluss. Das Flussbett ist allerdings längst ausgetrocknet. Doch der Älteste lässt sich nicht beirren. Er fängt an zu graben und langsam füllt sich das Loch mit Wasser.

Auf einer kleinen Karibikinsel vor der Küste Belizes ist Wohnraum Mangelware. Einsiedlerkrebse sind permanent auf der Suche nach einer Bleibe. Wenn sie wachsen, wird ihr Zuhause immer enger. Doch auf Anhieb eine passende Muschel zu finden, gleicht einem Sechser im Lotto. Erstaunlicherweise haben die Krebse hier einen Wohnungstausch entwickelt. Wird eine leere Muschel angeschwemmt, bildet sich sofort eine Warteschlange. Der Grösste vorn, der Kleinste hinten. Sobald der erste in die neue Behausung gezogen ist, übernimmt nach und nach jeder die Wohnung des Vordermannes.

Sonntag, 21. Januar 2018, 16.15 Uhr, SRF 1
«DOK»: Tierische Lebensphasen – Kampf um die Macht (4/6)
In Folge vier dreht sich alles darum, wie man in der Rangordnung aufsteigt. Denn nur wer Macht hat, hat auch Privilegien: die meiste Nahrung, das beste Revier und die besten Chancen, sich fortzupflanzen.

Oft geht es um Leben oder Tod, wenn sich ein Tier in der Gruppe nicht durchsetzen kann. So etwa für ein junges Weisskopf-Seeadler-Weibchen. Wie Hunderte seiner Artgenossen auch, kommt es im Winter an den Chilkat River in Alaska. Während weite Teile des Landes unter einer dicken Eis- und Schneeschicht liegen, gibt es hier noch offene Wasserstellen und damit Zugang zu Nahrung. Die Adler kämpfen erbittert um die letzten Lachse der Saison. Das junge Weibchen hat gegen die ausgewachsenen Männchen keine Chance. Muss das Adler-Weibchen verhungern oder bekommt es am Ende doch noch einen Happen, der das Überleben sichert?

Noch brutaler geht es bei Kängurus in Australien zu. Dabei geht es nicht ums Fressen, sondern um das Recht, sich fortzupflanzen. Wer an die Spitze will, muss also in den Ring steigen. Die Kämpfe sind für die Kontrahenten so gefährlich, dass sie nicht leichtfertig auf Konfrontationskurs gehen. Denn schliesslich ist alles erlaubt: Weder die Augen sind tabu, noch Schläge unter die Gürtellinie. Die Gegner riskieren Knochenbrüche und innere Verletzungen. Nur die Wenigsten werden es ganz nach oben schaffen.

Es gibt aber auch weniger gewalttätige Varianten, um Weibchen zu beeindrucken. Die Schweifhühner in Montana tragen ihre «Kämpfe» auf der Tanzfläche aus. Dabei geht es nicht nur darum, wer die coolsten moves« hat, sondern sich auch den besten Platz in der Balzarena erkämpft hat. Da die Balz in jedem Jahr am selben Ort stattfindet, können die Hähne gar nicht früh genug eine gut sichtbare Stelle auf der begehrten Bühne reservieren.