Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 28. Januar 2018, 14.55 Uhr, SRF 1

Oft brauchen verletzte Wildtiere nur ein ruhiges Plätzchen, ausreichend Nahrung und Wasser, um wieder gesund zu werden. In einem kanadischen Pflegezentrum werden verwaiste und kranke Wildtiere aufgezogen, gesund gepflegt und freigelassen. Anschliessend: Tierische Lebensphasen – Einen Partner finden (5/6). Und: Tierische Lebensphasen – Eltern im Einsatz (6/6).

Sonntag, 28. Januar 2018, 14.55 Uhr, SRF 1
«DOK»: Humanima – Hilfe für verletzte Tiere
Oft brauchen verletzte Wildtiere nur ein ruhiges Plätzchen, ausreichend Nahrung und Wasser, um wieder gesund zu werden. In einem kanadischen Pflegezentrum werden verwaiste und kranke Wildtiere aufgezogen, gesund gepflegt und freigelassen.

Nathalie Pageau weiss, wie man mit Tieren umgeht. Sie ist mit ihnen aufgewachsen, inmitten der unberührten Natur von Abitibi, einer Region im Osten Kanadas. Ob Wölfe, Bären, Elche, Luchse, Waschbären oder Raubvögel – verwaiste Tiere finden im Refuge Pageau einen Unterschlupf und bekommen die Pflege, die sie benötigen.

Im vergangenen Sommer musste die Station 34 Bärenkinder aufnehmen, die ihre Mutter verloren hatten. Neben der Aufzucht ihrer Schützlinge sieht Nathalie ihre wichtigste Aufgabe darin, die Öffentlichkeit für den Tierschutz zu sensibilisieren. Zu diesem Zweck hat die Familie Pageau ihre Auffangstation für Besucher geöffnet. Fast 25 000 Gäste kommen jährlich hierher.

Sonntag, 28. Januar 2018, 15.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Tierische Lebensphasen – Einen Partner finden (5/6)
Einen Partner finden ist im Tierreich oft verbunden mit einem kurzen und oft unbarmherzigen Konkurrenzkampf. Es gewinnt meist der Stärkste aber manchmal auch der Schönste.

Nur bei wenigen Arten gibt es eine Partnerschaft fürs Leben. Galapagosalbatrosse bleiben sich ein Leben lang treu. Zur Paarungszeit Ende März versammeln sich die imposanten Vögel auf den Galapagosinseln. Die Männchen treffen zuerst ein und warten auf ihre Weibchen. Im Lauf der Jahre steigt das Risiko, dass einer der beiden nicht zurückkehrt. Die Bindung an den Lebenspartner ist so stark, dass das die Albatrosse jahrelang unbeirrt auf ihn warten.

Bei den Seebären in Südgeorgien ist das stärkste Männchen Herrscher über einen Harem. Jüngere Rivalen fordern ihn unablässig heraus. In blutigen Kämpfen versuchen sie, ihn zu verdrängen und aus der Gruppe zu verstossen.

Bei Vögeln kommt es während der Balz häufig nicht auf Kraft, sondern auf Schönheit an. Goldlaubenvögel etwa bauen kunstvoll dekorierte Gebilde, die als Bühne für ihre faszinierenden Darbietungen dienen. Und Langschwanzpipras studieren mit einem Juniorpartner jahrelang erstaunlich choreographierte Synchrontänze ein, um die Weibchen zu beeindrucken.

Der ungekrönte König im Ringen um Aufmerksamkeit jedoch ist ein unscheinbarer japanischer Kugelfisch. Mit einfachsten Mitteln gestaltet er einzigartige Sandskulpturen auf dem Meeresgrund. Dank seiner unglaublichen Präzision entstehen so die grössten Strukturen, die von einzelnen Tieren erschaffen werden.

Sonntag, 28. Januar 2018, 16.15 Uhr, SRF 1
«DOK»: Tierische Lebensphasen – Eltern im Einsatz (6/6)
Der Nachwuchs ist das Vermächtnis der Eltern an die Zukunft – sofern es gelingt, ihn erfolgreich grosszuziehen und vor den Gefahren der Wildnis zu schützen. Kaum eine Bindung im Tierreich ist enger als die zwischen Eltern und ihren Jungen.

Ein Bonobo etwa ist in den ersten fünf Lebensjahren völlig auf seine Mutter angewiesen. Für andere Tiere – wie beispielsweise Meeresschildkröten – ist die Elternpflicht erfüllt, sobald dem Weibchen die anstrengende und oft lebensgefährliche Eiablage gelungen ist. Wieder andere überlassen die mühsame Aufzucht gleich einer fremden Art: Ein Kuckucksei im Nest eines Afrikanischen Trauerdrongos bedeutet meist das Todesurteil für den eigenen Nachwuchs. Jungtiere sind leichte Beute für Räuber aller Art.

Die Hauptaufgabe der Eltern besteht darin, ihren Nachwuchs so sicher wie möglich durch das Leben zu führen. In der Ostafrikanischen Savanne muss eine Zebrastute eine dramatische Entscheidung fällen und eine Bisonkuh in der Tundra Kanadas weicht niemals von der Seite ihres Kälbchens, selbst wenn es von einem Wolfsrudel angegriffen wird. Mit Macht, Ausdauer und Mut gelingt dem Muttertier das nahezu Unmögliche. Sie treibt ihr Junges in den Schutz des Waldes und schliesst mit ihm dann wieder zur Herde auf.