Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 4. Februar 2018, 11.00 Uhr, SRF 1
Ijoma Mangold ist in Heidelberg aufgewachsen und versteht sich ganz als Deutscher. Als er 22 Jahre alt ist, taucht sein nigerianischer Vater auf und offeriert ihm sein Erbe in Nigeria. Die Erwartungen an den Sohn sind hoch. Ist Blut dicker als Wasser? Barbara Bleisch im Gespräch mit Ijoma Mangold über Herkunft und Identität.
Am Anfang war ein schwarzes Krokodil aus Ebenholz. Es stand auf dem Fenstersims der Familie Mangold und zeugte vom afrikanischen Vater des kleinen Ijoma – ein Vater allerdings, der längst wieder in Nigeria lebte. Ijoma Mangold bevorzugte das Krokodil von Märklin, eine grüne Güterzuglokomotive, und er tat alles dafür, um Afrika von seinem deutschen Leben fernzuhalten. Doch im Studentenalter tritt sein Vater und mit ihm eine ganze Sippe auf den Plan und offeriert ihm ein alternatives Leben in Nigeria.
Seine Lebensgeschichte hat Ijoma Mangold, heute Literaturchef der «Zeit», im Buch «Das deutsche Krokodil» festgehalten. Das Buch ist eine Spurensuche nach der eigenen Identität, eine Auseinandersetzung mit der dunklen Hautfarbe und ein Nachsinnen über die Verantwortung, die der Blutsverwandtschaft erwächst. Barbara Bleisch spricht mit dem feinsinnigen Literaten und Philosophen über verschiedene Dimensionen der Herkunft und darüber, was uns zu dem macht, was wir sind.
Weiteres Thema in den Sternstunden:
11.55 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Kunst»: Pop Art am Ganges – Kunstszene Kalkutta




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