Ausstrahlungsdatum: Montag, 12. Februar 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Voltaren, Ritalin, Bepanthen – lange Zeit war Basel das Zentrum bahnbrechender Erfindungen der Pharmaindustrie. Doch die goldenen Zeiten scheinen vorbei. Die aktuell bestverkauften Medikamente der Pharma-Riesen Roche und Novartis wurden mehrheitlich im Ausland erfunden oder sind veraltet. Über Innovationskraft verfügen dafür Pharma-Zwerge: Im zürcherischen Schlieren hat sich ein Cluster mit neuen Firmen gebildet. Auf ihre Ideen haben es die Pharma-Riesen abgesehen. Im Gegenzug sorgen sie dafür, dass neue Produkte erfolgreich am Markt platziert werden. Und: Mit dem Abbau von Lithium versucht die bolivianische Regierung, das Land aus der Armut zu führen. Reto Lipp moderiert die Sendung.

Pharma-Riesen – Nichts Neues aus Basel
Voltaren, Ritalin, Bepanthen – lange Zeit war Basel das Zentrum bahnbrechender Erfindungen der Pharmaindustrie. Doch die goldenen Zeiten scheinen vorbei. Die aktuell bestverkauften Medikamente der Pharma-Riesen Roche und Novartis wurden mehrheitlich im Ausland erfunden oder sind veraltet.

Pharma-Zwerge – Lukrative Innovationen
Über 40 Jungunternehmen haben sich im Bio-Technopark im zürcherischen Schlieren angesiedelt. Oftmals sind es Spin-offs der Universitäten mit neuen Ideen und neuartigen Produkten. Pharma-Riesen haben das Potential erkannt und sich in den letzten zehn Jahren mit gut 1,5 Milliarden Franken eingekauft. Sie verfügen nicht über die Innovationskraft der Pharma-Zwerge, dafür über die Fähigkeit, die Produkte erfolgreich am Markt zu platzieren.

Bolivien – Mit Lithium auf den Weltmarkt
Bolivien ist das ärmste Land Südamerikas. Doch es hat einen riesigen Schatz: In der Sole des sogenannten Salar von Uyuni, der grössten Salzebene der Erde, stecken rund neun Millionen Tonnen Lithium. Vor zehn Jahren räumte die Regierung der Lithiumgewinnung nationale Priorität ein. Jetzt sieht es so aus, dass es die staatliche Lithiumgesellschaft geschafft hat, marktreifes Material herzustellen.