Der ORF III Themenmontag am 26. Februar 2018 befasst sich mit drei Dokumentationen und einem Themenmontag: Der Talk mit der Wirkung von Medikamenten und alternativen Heilmethoden.

Den Auftakt macht Antje Bhls Film Mythos Aspirin (20.15 Uhr). Aspirin gilt als das erfolgreichste Medikament weltweilt. Seit mehr als 100 Jahren ist es der Verkaufsschlager in den Apotheken und fr viele Menschen mittlerweile ein stndiger Lifestyle-Begleiter nach durchzechten Nchten oder bei leichtem Unwohlsein. Doch die Nebenwirkungen knnen so heftig ausfallen, dass manche rztinnen und rzte schon ein Verbot des Medikaments fordern. Der Film zeigt die Schattenseiten von Aspirin, mit dem jhrlich Umstze in dreistelliger Millionenhhe generiert werden.

Um negative Aspekte von Medikamenten geht es danach auch in Sucht auf Rezept (21.00 Uhr). Immer mehr Menschen nehmen Tabletten, um alltgliche Probleme in den Griff zu bekommen: Schlafmittel, um besser ein- oder durchzuschlafen, Wachmacher, um leistungsfhiger zu sein. Doch schon nach ein paar Wochen regelmiger Einnahme kann eine Abhngigkeit drohen. In seiner Dokumentation beleuchtet Alexander Czogalla das Suchtpotenzial von Arzneimitteln und wie es von Patientinnen und Patienten, aber auch von rzten unterschtzt wird.

Anschlieend steht Gtter in Wei Die rzte und die Vertrauenskrise (21.50 Uhr) auf dem Programm. Lange Zeit hatten rzte das Image der Gtter in Wei niemand htte ihre Integritt angezweifelt. Doch das makellose Bild hat Risse bekommen, seitdem bekannt ist, dass sich einige von ihnen von Medikamentenherstellern bezahlen lassen. Nun mehren sich die prominenten Stimmen gegen solche Praktiken, und fr die rzteschaft steht allmhlich die Glaubwrdigkeit auf dem Spiel. Wie sicher knnen sich Patienten berhaupt noch sein, dass es wirklich der reinen Lehre entspricht, was ihnen von Medizinern empfohlen wird? Die Doku von Bernhard Hain gibt Aufschluss darber.

Abschluss des Abends ist eine neue Ausgabe von Themenmontag: Der Talk unter dem Titel Homopathie Heilung oder Humbug? (22.25 Uhr). Kopfweh, Zahnschmerzen, Erkltung: Mehr als die Hlfte der sterreichischen Bevlkerung greifen bei solchen Beschwerden zu homopathischen Mitteln und schwren auf ihre heilende Wirkung. Wissenschaftlich belegen lsst sie sich aber nicht, sagen Kritikerinnen und Kritiker. Warum also setzen so viele Menschen auf Alternativmedizin? Kann sie helfen, wo die Schulmedizin an ihre Grenzen stt? Und welche Gefahren birgt das Vertrauen in eine mysterise Heilmethode? ber diese Fragen diskutieren Marlene Kaufmann und Reiner Reitsamer mir ihren Gsten Helmut Denk (sterreichische Akademie der Wissenschaften), Werner Gruber (Physiker), Elisabeth Lazcano (Psychiaterin und Homopathin) sowie Erfried Pichler (Prsident der sterreichischen Gesellschaft fr homopathische Medizin).