Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 28. Februar 2018, 20.55 Uhr, SRF 1
Rollstuhlfahrer sollen selbständig den ÖV benutzen können. Das schreibt das Behindertengleichstellungsgesetz vor. Deshalb müssten auch rund 25’000 Bushaltestellen umgebaut werden. Doch die Kantone fürchten die Kosten: Allein in Bern stünden damit Investitionen von bis zu 100 Millionen Franken an. Der Kanton will darum nur jede dritte Haltestelle umbauen. Darf überhaupt Geld eine Rolle spielen? Nationalrat Christian Lohr (CVP/TG) macht sich an der Theke bei Nicole Frank stark für eine konsequente Anwendung des Gesetzes. Weitere Themen: Endstation Mittelmeer – Wie Italien Flüchtlinge aus Libyen stoppt. Und: Brasiliens Korruptionsskandal – Ermittlungen gegen Tessiner Privatbank.
Millionen für Bushaltestellen – Behinderte wollen endlich selber einsteigen können
Rollstuhlfahrer sollen selbständig den ÖV benutzen können. Das schreibt das Behindertengleichstellungsgesetz vor. Deshalb müssten auch rund 25’000 Bushaltestellen umgebaut werden. Doch die Kantone fürchten die Kosten: Allein in Bern stünden damit Investitionen von bis zu 100 Millionen Franken an. Der Kanton will darum nur jede dritte Haltestelle umbauen. Darf überhaupt Geld eine Rolle spielen? Nationalrat Christian Lohr (CVP/TG) macht sich an der Theke bei Nicole Frank stark für eine konsequente Anwendung des Gesetzes.
Endstation Mittelmeer – Wie Italien Flüchtlinge aus Libyen stoppt
Noch immer kommen sie übers Mittelmeer, trotz tiefsten Temperaturen: Allein im Januar brachen rund 6000 Menschen in Schlepperbooten aus Libyen Richtung Italien auf. Mindestens 315 Menschen ertranken im Meer. Die «Rundschau» war unterwegs auf dem Mittelmeer und zeigt: Die italienische und libysche Küstenwache kooperieren eng, was völkerrechtlich umstritten ist.
Brasiliens Korruptionsskandal – Ermittlungen gegen Tessiner Privatbank
Der Korruptionsskandal rund um die brasilianische Firma Odebrecht, dem mächtigsten Bauunternehmen Lateinamerikas: involvierte Regierungen, Präsidenten, Parteien und Staatsunternehmen – von Mexiko bis Argentinien. 788 Millionen Dollar Schmiergelder zahlte Odebrecht. Eine wichtige Drehscheibe war die Schweiz. Vier Jahre nachdem die Affäre aufflog, sind die Finanzmarktaufsicht Finma und die Bundesanwaltschaft immer noch daran, die Rolle der Schweizer Banken aufzuarbeiten.




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