Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 25. März 2018, 10.00 Uhr, SRF 1

Adam hat schwere Krisen und fällt aus allen sozialen Netzen – bis er die Meditation entdeckt. Ethaya überlebt mehrere Suizidversuche – und findet ein spirituelles Training, das ihr Halt gibt. Der Fotograf Phil Borges folgt Menschen mit psychischen Krisen in den USA und in indigenen Gesellschaften. Im Anschluss diskutiert Moderatorin Barbara Bleisch mit Psychiater Achim Haug und Philosoph Markus Huber in der «Sternstunde Philosophie» darüber, wo der Wahnsinn beginnt.

Sonntag, 25. Februar 2018, 10.00 Uhr, SRF 1
«Sternstunde Religion»: CRAZYWISE – Einblicke in die menschliche Psyche
Adam hat schweren Krisen und fällt aus allen sozialen Netzen – bis er die Meditation entdeckt. Ethaya überlebt mehrere Suizidversuche – und findet ein spirituelles Training, das ihr Halt gibt. Der Fotograf Phil Borges folgt Menschen mit psychischen Krisen in den USA und in indigenen Gesellschaften.

Was können wir von Menschen lernen, die in psychische Krisen geraten? Wie gehen indigene Stammesgesellschaften mit solchen Menschen um? Der amerikanische Fotograf und Menschenrechtsaktivist Phil Borges dokumentiert seit 25 Jahren das Leben indigener Völker rund um den Erdball. Er erlebt, wie in diesen Kulturen psychotische Symptome als Hinweise für besondere Sensibilität und Kräfte gedeutet werden, die der Gemeinschaft zugute kommen können. Oft werden sie Schamanen genannt. Für den Film «Crazywise» verknüpft er die Geschichten von Adam und Ethaya mit seinen Beobachtungen schamanischer Traditionen in den Stammeskulturen. Lassen sich solche Erfahrungen auf westliche Verhältnisse übertragen? Können Menschen mit psychischen Krisen selber Kräfte mobilisieren, um anderen zu helfen? Eine faszinierende Reise in die weite Welt der menschlichen Psyche.

Sonntag, 25. Februar 2018, 11.00 Uhr, SRF 1
«Sternstunde Philosophie»: Hat der Wahnsinn einen Sinn? Philosophie trifft Psychiatrie
Als «Wahnsinn» bezeichnen wir das Grenzüberschreitende: das irre gute Konzert, den wahnsinnig feinen Wein, die verrückt schöne Reise. Doch wer entscheidet, wann Wahnsinn zum Unsinn wird? Und hat Irrsinn einen Sinn? Barbara Bleisch im Gespräch mit Psychiater Achim Haug und Philosoph Markus Huber.

Der Glücksstein in der Hosentasche, die Tasse Glückstee vor dem Vortrag: magisches Denken kennen viele. Doch wo beginnt der Wahnsinn? Für den Psychiater Achim Haug klarerweise dann, wenn der Realitätsverslust einsetzt. Doch was ist eigentlich Realität – und wie lässt sich deren Verlust therapieren? Philosophisch gesehen, handelt es sich beim Wahnsinn nicht zwingend um einen Mangel an Vernunft, sondern um ein Zuviel: Alles soll erklärt und in ein umfassendes System eingepasst werden. Jede Geste, jedes Vorkommnis wird zum Zeichen für den grossen Plan. Während in der aufgeklärten Kultur der Traum vom grossen Plan ausgeträumt scheint, sind in anderen Kulturen die Wahnsinnigen genau jene, die Zugang haben zu anderen Sphären und alternativer Erkenntnis. Barbara Bleisch geht dem Phänomen des Wahns im Gespräch mit dem Philosophen Markus Huber und dem Psychiater Achim Haug auf den Grund und fragt, wie viel Sinn im Wahnsinn steckt.

Weiteres Thema in den Sternstunden:
23.35 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Musik»: Beware of Mr. Baker – Ginger Baker, die gefährliche Drummerlegende