Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 22. April 2018, 11.55 Uhr, SRF 1

2012 erregte der Künstler Pjotr Pawlenski internationales Aufsehen, als er sich den Mund mit einem groben Faden zunähte. Nach seiner Ansicht sind Künstler in Putins Russland zum Schweigen verurteilt. Politische Kunst heisst für Pawlenski, die Hebel und die Mechanik der Macht darzustellen. Die deutsche Filmemacherin Irene Langemann wirft einen einfühlsamen und differenzierten Blick auf das Werk des Künstlers, der bis an die Grenzen des Aushaltbaren geht, um mit seiner Kunst aufzurütteln.

2012 erregt der russische Politkünstler Pjotr Pawlenski international Aufsehen, als er sich den Mund mit einem groben Faden zunäht, um in Sankt Petersburg seine Solidarität zu den inhaftierten Aktivistinnen der Punkband Pussy Riot zu bezeugen. Künstler – so will er zeigen – seien in Russland zum Schweigen verurteilt. Im November 2013 setzt er sich nackt auf den Roten Platz in Moskau und nagelt seinen Hodensack auf dem Pflaster fest. Die Aktion steht für politische Gleichgültigkeit in der russischen Gesellschaft. Bei den meisten Aktionen liegt Pawlenski nur da, steht oder sitzt. Aktiv sind die Vertreter der Macht, wenn sie ihn wegschleppen, sich in Stacheldraht verheddern, seine Nacktheit zu bedecken versuchen. Die deutsche Filmemacherin Irene Langemann wirft einen einfühlsamen und differenzierten Blick auf das Werk des Künstlers, der bis an die Grenzen des Aushaltbaren geht, um mit seiner Kunst aufzurütteln.

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