Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 25. April 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Die 68er-Bewegung spaltet bis heute die Gemüter: War es eine Revolution, oder war es eine Sackgasse? Wurde die Gesellschaft befreit, oder verstrickte man sich in ideologische Debatten? Gefordert war die grosse Revolte gegen den Krieg in Vietnam, gegen die Macht der Autoritäten und für die Gleichstellung der Geschlechter. 50 Jahre danach schauen wir nochmals zurück und fragen: Welche Ideen der 68er-Bewegung haben die Gesellschaft verändert und wirken bis heute nach? Nina Mavis Brunner moderiert die Sendung.

1968 – Die Schlaglichter einer Revolte
Ein Ritt durch die Geschichte der 68er-Bewegung. Die Höhepunkte der Revolte und was Paris von Berkeley unterscheidet.

Hashtag Protest – 1968 und die Macht der Strasse
Die 68er-Bewegung gilt heute als Mutter aller Proteste. Dabei haben sich Menschen schon immer versammelt, um ihren Unmut über «die da oben» zu äussern. Die Französische Revolution, der Arabische Frühling oder «Occupy Wall Street» sind prominente Beispiele. Doch wann führt der Protest zu politischen Veränderungen? Wie erfolgreich waren die 68er und ihre Erben in Sachen politische Umwälzungen? Und muss man heute noch auf die Strasse, um etwas zu bewirken?

«In unserem Wohnzimmer wurde die RAF gegründet»
Einerseits bewundert für ihre spitze Feder, andererseits verurteilt für ihren Fanatismus, die Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion RAF Ulrike Meinhof ist bis heute ein Mythos geblieben. Wie konnte die erfolgreiche Journalistin und Mutter zweier Kinder den bewaffneten Kampf führen und alles hinter sich lassen? In ihrem Buch «Die RAF hat Euch lieb» rechnet die Journalistin Bettina Röhl mit dem Mythos Meinhof und mit ihrer Mutter ab.

Die freie Liebe – Eine Utopie?
«Free Love» – das war einer der Slogans der 68er-Bewegung. Mit Beziehungen ausserhalb der klassischen Partnerschaft wollten die Hippies die Gesellschaft verändern, das steife Korsett der 1950er-Jahre sprengen. Liebe und Sexualität sollten lustvoll und frei ausgelebt werden – ohne bürgerliche Besitzansprüche. Was ist heute von der «freien Liebe» geblieben – in einer Zeit, in der die klassische «Zweierkiste» den Ton angibt?