Mit Kunst und Kultur in all ihren Facetten befasst sich der von Martin Traxl prsentierte kulturMontag am 7. Mai 2018 um 22.30 Uhr in ORF 2. So wirft die Sendung einen Blick auf die bevorstehende Opernpremiere von Samson et Dalila mit den Rollendebts der Superstars Elīna Garanča und Roberto Alagna sowie dem Staatsoperndebt von Theaterregisseurin Alexandra Liedtke. Erstmals zu Gast im Studio ist Kulturminister Gernot Blmel, der ber seine kulturpolitischen Ambitionen spricht. Auerdem Thema ist u. a. das Krntner Museum Liaunig, das sich vor allem zeitgenssischer sterreichischer Kunst verschrieben hat und sein zehnjhriges Jubilum feiert.
Anschlieend an das Magazin geht es in der zweiten Folge der Dokumentarfilmreihe CineKino (23.30 Uhr) um Filmkunst aus Deutschland.
Elīna Garanča und Roberto Alagna debtieren in Samson et Dalila an der Wiener Staatsoper
Wenn die beiden Opernstars Elīna Garanča und Roberto Alagna gemeinsam auf der Bhne stehen, ist ihr Publikum wahrlich elektrisiert. Es ist mit Sicherheit einer der Glanzpunkte der heurigen Opernsaison, wenn die lettische Mezzosopranistin und der franzsische Tenor die Titelpartien in der Neuproduktion von Camille Saint-Sans' Samson et Dalila an der Wiener Staatsoper bernehmen werden. Nicht nur fr die beiden Knstler ist es ein Debt, sondern auch fr Alexandra Liedtke, die erstmals im Haus am Ring inszeniert. Seit zwei Jahren beschftigt sich die deutsche Regisseurin intensiv mit dem biblischen Stoff rund um Samsons bermenschliche Fhigkeiten, der ber seine Liebe zu Dalila sowohl seine Kraft als auch seine Verbundenheit zu Gott und seinem Volk einbt und im Freiheitskampf scheitert. Es sind zwei starke wie zerbrechliche Figuren zwischen Macht und Ohnmacht. Fr Liedtke erzhlt Saint-Sans eine zeitlose Geschichte von dem Konflikt zweier Vlker, zweier Religionen sowie zweier Menschen zwischen Liebe, Verrat und Tod. Die Oper, die 1877 uraufgefhrt wurde, ist ein hochpsychologisches Stck und trifft mit ihrer Musik mitten ins Herz. Der kulturMontag gibt anlsslich der Premiere am 12. Mai einen Ausblick auf die Inszenierung.
Kulturminister Gernot Blmel ber die Kulturnation sterreich live zu Gast im Studio
Seit mehr als zehn Jahren in der Politik, zuletzt als Generalsekretr und Mediensprecher der VP, ist Gernot Blmel seit Ende 2017 Minister im Bundeskanzleramt fr die Bereiche EU, Kunst, Kultur und Medien. Geprgt von seinem Philosophiestudium, sieht sich der 36-jhrige Niedersterreicher als progressiv-konservativer Ideengeber und will mit Kunst und Kultur nicht Politik machen, sondern Politik fr Kunst und Kultur. Und zwar im Sinne des stndigen Hinterfragens, um Lebenswelten zu verbessern, das Bestehende zum Guten weiterzuentwickeln. Auch wenn Blmel mit 456,6 Millionen Euro fr das Kulturbudget, also fnf Millionen mehr als im Vorjahr, angesichts der strengen Sparvorgaben der Regierung einen kleinen Erfolg erzielen konnte, gibt es genug Baustellen in seinem Ressort. Reformen fr die Bundesmuseen, den Denkmalschutz oder die kulturellen Bauleitlinien stehen an, kulturpolitische Dauerbrenner wie die soziale Absicherung fr Knstlerinnen und Knstler oder auch die Zukunft des Hauses der Geschichte mssen gelst werden. Welche Ambitionen und Visionen hat der neue Kulturminister und was steht auf seiner Agenda all das verrt Gernot Blmel live im Studio.
Museum Liaunig feiert 10 Jahre
Der erfolgreiche 72-jhrige Krntner Unternehmer, Philanthrop und leidenschaftliche Kunstsammler Herbert Liaunig erfllte sich vor zehn Jahren den Wunsch nach einem eigenen Museum, in dem er seine rund 4.000 Werke umfassende Sammlung, mit Schwerpunkt auf sterreichischer Kunst nach 1945, beherbergt. Sein Weinkeller fr die Kunst, der Industriebau der Architektengruppe querkraft, hat ihm den Titel Fitzcarraldo an der Drau eingebracht. Unweit seines Krntner Wohnsitzes in Schloss Neuhaus, das er von Gnther Domenig sanieren und adaptieren lie, hat Liaunig in der rund 1.000-Seelen-Gemeinde das scheinbar Unmgliche mglich gemacht. Mit seinem preisgekrnten Museum hat Liaunig fr sich und die ffentlichkeit eine Art verlngertes Wohnzimmer geschaffen. Das zehnjhrige Bestehen der Institution feiert er mit einem ausgelassenen Knstlerfest, zwei Sonderausstellungen fr seine alten Freunde Cornelius Kolig und Peter Pongratz und der Ausstellung Umrahmung schrg gekippt. Der kulturMontag bringt ein Portrt des ungewhnlichen Sammlers, fr den die Kunst Lebensmotto ist.
Dokumentation CineKino Deutschland (23.30 Uhr)
Europisches Kino, das sind mehr als 120 Jahre Filmgeschichte und mehr als 1.000 neue Produktionen jhrlich: Die Doku-Reihe CineKino von Matthias Luthardt und Laurent Heynemann prsentiert Hhepunkte, Schlsselszenen und filmische Kostbarkeiten aus zehn Lndern. Zahlreiche Filmausschnitte, Interviews mit Filmschaffenden ber ihre Favoriten und Archivmaterial verschaffen einen lebendigen Eindruck der Besonderheiten des jeweiligen Filmlandes. Die zweite Folge widmet sich Deutschland: Ein unterhaltsamer, berraschender Streifzug durch die deutsche Filmgeschichte von der Stummfilmzeit bis zum jngsten Erfolg Toni Erdmann. Nina Hoss beschreibt ihren Werdegang vom Mdchen Rosemarie bis zu internationalen Produktionen. Christian Petzold bespricht liebevoll das Werk Helmut Kutners, Tom Tykwer schwrmt von Friedrich Wilhelm Murnaus Klassiker Der letzte Mann und Andreas Dresen bewundert Frank Beyers Jakob der Lgner.




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