Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 27. Mai 2018, 11.00 Uhr, SRF 1
Der Amerikaner Philip Roth («Der menschliche Makel») war ein Schriftsteller, der faszinierte, der Gewissheiten erschütterte und zuweilen auch Unverständnis hervorrief. Von seinem ersten Erfolg «Portnoys Beschwerden» bis zu seinen letzten Werken zeichnete er ein präzises Porträt der Gesellschaft.
Philip Roth galt als wortkarg und verschlossen. In diesem Dokumentarfilm liess der immer wieder für den Nobelpreis gehandelte Autor erstmals eine filmische Begegnung zu und ermöglichte auch, dass das Publikum einigen jener Menschen begegnen kann, die ihm nahestanden.
Die Gespräche für diesen Film betrachtete Roth als seinen letzten öffentlichen Auftritt. Völlig frei, als sei jede Furcht und Zurückhaltung von ihm abgefallen, spricht er über seine Familie, seine Sehnsüchte, seine Obsessionen, über Humor, die Wirren der Sexualität und der Liebe und liest dazu Auszüge aus seinen Büchern. Wie jemand, der zum letzten Mal seine Papiere ordnet, bietet Roth Einblick in seine Archive, Fotos und Manuskripte. Die «Sternstunde Kunst» wiederholt das von ihr kofinanzierte Filmporträt in Gedenken an den am 22. Mai verstorbenen Jahrhundertschriftsteller.
Weitere Themen in den Sternstunden:
10.00 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Religion»: Warum das Gegenteil von wahr auch wahr ist
11.00 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Philosophie»: Der Philosophische Stammtisch – #MeToo
23.25 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Kunst»: Signers Koffer – Dem Künstler Roman Signer zum 80. Geburtstag




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