Ausstrahlungsdatum: Dienstag, 5. Juni 2018, 22.25 Uhr, SRF 1
Keine Religionsgemeinschaft verursacht in der Schweiz so viele Kontroversen wie die der Muslime. Der neueste Streit dreht sich um die Frage, ob der Islam öffentlich-rechtlich anerkannt werden soll. Das wünschen sich nach den Sozialdemokraten jetzt auch die Grünen. Barbara Lüthi leitet die Diskussion im «Club».
Welchen Platz soll der Islam in unserer christlich geprägten Gesellschaft einnehmen? Und bringt eine Anerkennung des Islam etwas gegen Radikalisierung und Islamfeindlichkeit? Die SP meint ja, stellt im Gegenzug aber Forderungen an die Glaubensgemeinschaften: diese sollen die Gleichberechtigung von Frau und Mann gewährleisten, sich zum säkularen Rechtsstaat bekennen und finanziell transparent und vom Ausland unabhängig sein.
Kritiker betrachten die Erfüllbarkeit dieser Bedingungen durch die muslimischen Glaubensgemeinschaften als Illusion. Der Islam gehöre nicht zu uns, daran ändere auch eine öffentlich-rechtliche Anerkennung nichts.
Könnte eine Anerkennung helfen, dass die Muslime in der Schweiz besser integriert sind? Sind wir als Gesellschaft überhaupt schon soweit? Sind die Schweizer Muslime zu diesem Schritt bereit? Oder bräuchte es allgemein eine vollständige Trennung von Kirche und Staat?
Darüber diskutiert Barbara Lüthi unter anderen mit folgenden Gästen:
Saïda Keller-Messahli, Islamische Menschenrechtsaktivistin, Präsidentin Forum für einen fortschrittlichen Islam
Edibe Gölgeli, SP-Grossrätin Basel-Stadt
Giuseppe Gracia, Medienbeauftragter Bistum Chur
Amir Dziri, Professor für islamische Studien Uni Fribourg




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