Ausstrahlungsdatum: Donnerstag, 7. Juni 2018, 22.25 Uhr, SRF 1 (auf srf.ch schon ab 20.00 Uhr)

Der Konflikt zwischen Iran und Israel ist im Moment der gefährlichste der Welt. Erst recht seit der Aufkündigung des Atomabkommens durch US-Präsident Trump. «#SRFglobal» geht der Frage nach, ob die Regierungen in Teheran und Jerusalem bei ihrem Psychokrieg auf die Unterstützung der Bevölkerung zählen können. Florian Inhauser diskutiert mit SRF-Korrespondent Pascal Weber in Beirut und begrüsst als Studiogast die gebürtige Iranerin Gilda Sahebi, Politologin und Publizistin.

In «#SRFglobal» greift Florian Inhauser zusammen mit SRF-Korrespondenten einmal im Monat ein aktuelles internationales Thema auf. Zu sehen ist das Auslandmagazin jeweils am ersten Donnerstag im Monat um 22.20 Uhr auf SRF 1 und zuvor bereits ab 20.00 Uhr online auf srf.ch. In der Sendung vom 7. Juni 2018 widmet sich «#SRFglobal» dem Konflikt zwischen Iran und Israel. Florian Inhauser diskutiert mit Pascal Weber, Nahost-Korrespondent SRF in Beirut und im Studio mit Gilda Sahebi, gebürtige Iranerin, Politologin und Publizistin.

Pascal Webers Einschätzung: «Wer die beiden Länder kennt, weiss, wie sehr sich die Sehnsüchte und Träume der Menschen gleichen – und auch ihre Ängste. In manchen Kaffees in Teheran kann man sich fast wie in Tel Aviv fühlen, in manchen Madrasas – Mulah-Schulen – von Qom hingegen wie in den orthodoxen Zentren Jerusalems. Die Gegensätze werden erst durch die Politik hergestellt.»

Gilda Sahebi sagt zum Thema: «Kann man sein Herz an ein Land verlieren? Wenn man richtige Patrioten fragt, wahrscheinlich ja. Wenn man mich fragt, eher nicht. Ich wurde im Iran geboren, bin in Deutschland aufgewachsen, in zwei Kulturen, mit zwei Sprachen. Ich habe mich nie mit irgendeiner Flagge oder einem Pass identifiziert, sondern immer mit den Menschen, mit dem Leben um mich herum. Und doch habe ich mein Herz irgendwie verloren. Ausgerechnet an Israel.»