Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 13. Juni 2018, 22.55 Uhr, SRF 1
Milch ist für uns vor allem eins – gesund, natürlich und nährreich. Genau das macht sie für den Markt so attraktiv. Aber ist sie das wirklich? Andreas Pichler, der Filmautor von «Das System Milch», begibt sich auf eine Reise und trifft Bauern, Unternehmer, Politiker, Lobbyisten, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler. Sie alle haben ihre eigene Sicht auf Nutzen und Folgen eines sich weltweit auswirkenden Milliardengeschäfts.
Andreas Pichler ist Südtiroler. Zu seinem Film sagt er: «Als ich in meiner Kindheit bei den Bauern in den Bergen die Kühe hütete, habe ich mich nie gefragt, warum Kühe überhaupt Milch geben. Es war ganz selbstverständlich, so wie die Äpfel, die an den Bäumen hängen und das Wasser, das Bergbäche runterfliesst.»
Das Verhältnis zwischen Menschen, Tieren und der Milch hat sich radikal verändert. Heute ist Milch nicht nur in Europa, sondern auch in China angesagter denn je und ein Riesengeschäft. Aus dem einst romantisierten, unschuldig anmutenden Naturprodukt ist ein global vermarktetes Industrieprodukt geworden. Für die Top-Player im Markt geht es um Milliardensummen. Immer neue Zielgruppen werden ins Visier der Marketingstrategen genommen. Milch steht sinnbildlich für das globale Streben nach Wachstum in der industriellen Nahrungsmittelproduktion. Der Film beleuchtet, auf wessen Kosten riesige Mengen Milch produziert werden und ob das mit hohen Milliardenbeträgen subventionierte System überhaupt zu halten ist.
Andreas Pichler reist dazu nach Dänemark, Deutschland, Italien, China und Afrika. Er zeigt die globalen Zusammenhänge auf und fragt auch: «Gibt es wirklich keine Alternative zu immer grösser und immer globaler?»




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