Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 17. Juni 2018, 16.20 Uhr, SRF 1

Rita Banerji ist Tierfilmerin und Umweltaktivistin. Sie will zwischen den Bedürfnissen der Menschen und dem Schutz der Natur vermitteln. Auf ihrer Reise durch ihr Heimatland erlebt sie gefährliche Mensch-Tier-Begegnungen, die Geburt von unzähligen Meeresschildkröten und sucht nach Wegen, dem Artensterben entgegenzuwirken. Davor: Beruf Tierfilmer – Mark Shelley Kalifornien. Und: Ana Rosa und ihr Recht auf Kinder-Arbeit.

Sonntag, 17. Juni 2018, 16.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Beruf Tierfilmer – Rita Banerji in Indien
Rita Banerji ist Tierfilmerin und Umweltaktivistin. Sie will zwischen den Bedürfnissen der Menschen und dem Schutz der Natur vermitteln. Auf ihrer Reise durch ihr Heimatland erlebt sie gefährliche Mensch-Tier-Begegnungen, die Geburt von unzähligen Meeresschildkröten und sucht nach Wegen, dem Artensterben entgegenzuwirken.

Im Süden Indiens, in Tamil Nadu, protokolliert Rita gefährliche Mensch-Wildtier-Begegnungen: vor allem mit Elefanten. Sie will damit die Einrichtung von Frühwarnsystemen zum Schutz der Bevölkerung unterstützen und zeigt der Landbevölkerung ihren Film über Auswirkungen von Wilderei.
Am Chilika Lake in Odisha besucht Rita ein erfolgreiches Projekt, bei dem ehemalige Wilderer zu Touristenführern umgeschult wurden und in der Folge der Vogelreichtum zurückgekehrt ist. Die Küste von Odisha ist der Höhepunkt der Reise. Dort verfolgt Rita die Arribada, das Massenanlanden von Tausenden Oliv-Bastard-Schildkröten zur Eiablage und das Schlüpfen der Kleinen. Deren geringe Überlebenschancen werden durch den Menschen zusätzlich dezimiert. Aber es gibt auch Hoffnung: Die lokale Bevölkerung, allen voran die Kinder, sammelt mit Eifer verirrte Schlüpflinge und bringt sie ins Meer.

Rita Banerji ist im Laufe der Jahre zu einer kampfeslustigen Umweltaktivistin geworden. Sie konnte sich nicht nur auf einem von Männern dominierten Gebiet einen Namen machen, für ihr Engagement wurde sie sogar mit dem Panda, dem Oscar der Tierfilmer, ausgezeichnet.

Sonntag, 17. Juni 2018, 15.30 Uhr, SRF 1
«DOK»: Beruf Tierfilmer – Mark Shelley Kalifornien
Mark Shelley ist Tierfilmer, Meeresbiologe, Umweltaktivist und Öko-Rebell. In seiner Heimat Kalifornien dreht er einen Film über den dort stark gefährdeten Seeotter. Seit Jahren kämpft Mark für einen Bewusstseinswandel im Umgang mit unseren Ressourcen. Dem oft verklärenden Tierfilm-Genre will er zu mehr Realität verhelfen. Der Film begleitet den späten Familienvater auf der Suche nach neuen Wegen.

In seinem aktuellen Filmprojekt beschäftigt sich Mark Shelley mit den in der Nähe seines Wohnorts lebenden stark gefährdeten kalifornischen Seeottern. Zu ihrer Rettung betreibt das Monterey Bay Aquarium ein aufwändiges Rehabilitationsprogramm. Hier werden verwaiste Babys und verletzte Tiere aufgepäppelt und über einen langen Prozess auf ihre Wiederfreilassung vorbereitet. Bei der Auswilderung zeigt sich, ob sie in der Wildnis überlebensfähig sind und selbständig Nahrung finden.

Einen Film über diese gefährdeten Tiere zu machen, hat auch etwas Zwiespältiges: Zwar wird ein Bewusstsein über die Situation der Tiere geschaffen. Aber durch das Preisgeben ihrer Lebensräume macht man sie noch verletzbarer. Ein Dilemma.

Sonntag, 17. Juni 2018, 15.00 Uhr, SRF 1
«DOK»: Ana Rosa und ihr Recht auf Kinder-Arbeit
Ana Rosa ist elf und arbeitet als Händlerin auf dem Wochenmarkt von Potosí mitten in Bolivien. Sie liebt ihren Präsidenten Evo Morales, weil er die Kinderarbeit ab zehn Jahren mit einem neuen Gesetz legalisiert hat, denn ohne ihren Lohn könnte ihre Familie nicht überleben.

Die Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) hat Bolivien verurteilt, weil das Gesetz gegen die Konventionen gegen Kinderarbeit verstösst. Ana Rosa ist anderer Meinung, weil sie eine exzellente Schülerin ist und Arbeit und Schule gut verbinden kann. Für die meisten der 8000 arbeitenden Kinder der Stadt gilt das jedoch nicht. Sie leiden unter dem Stress der Doppelbelastung und sind in der Schule schlecht.

Der Filmemacher Wilfried Huismann lernt Kinder kennen, die auf dem Markt oder der Strasse arbeiten, aber auch Kinder, die in das Bergwerk von Potosí einfahren, wo sie lebensgefährliche Arbeit verrichten – ohne Verträge und ohne Unfallversicherungen. Dabei hatte Evo Morales versprochen, dass es solche Zustände mit dem neuen Kinderarbeitsgesetz nicht mehr geben sollte.