In sechs Folgen nimmt der preisgekrönte BBC-Naturfilmhit „Planet Earth“ die „Universum“-Fans ab Dienstag, dem 19. Juni 2018, um 20.15 Uhr in ORF 2 mit auf eine atemberaubende Weltreise und porträtiert dabei die extremsten Lebensräume sowie ihre tierischen Bewohner. Teil 2 und 3 folgen am 26. Juni bzw. 3. Juli, die weiteren drei Episoden stehen ab 14. September auf dem „Universum“-Programm.

Die erste, von Elizabeth White (deutsche Bearbeitung: Margarita Pribyl) gestaltete Folge der sechsteiligen Reihe „Planet Earth – Das Wunder Erde“ nimmt unterschiedliche Insel-Welten unter die Lupe. Vom Meer umgeben, oftmals abgeschottet von den übrigen Landmassen, entwickelten sich auf Inseln im Lauf der Jahrmillionen unvergleichliche Kosmen. Ob Wüsteneiland, Vulkan- oder Gletscherinsel: Alle sind sie Heimat ganz eigenständiger Lebensformen.

Für die neue BBC-Reihe haben sich mehrere internationale Kamerateams mehr als drei Jahre lang auf härteste Herausforderungen eingelassen, um diese geheimnisvolle Welt aus nächster Nähe zu erfassen: Mit Drohnen durchdringen sie Wälder und Schluchten, mit Kamerafallen, superstarken Teleobjektiven und Hochgeschwindigkeitskameras dokumentieren sie erstmals bislang unentdeckte und kaum wahrnehmbare Abläufe. Nicht weniger als 117 Drehreisen führten die Teams durch rund 40 Länder, insgesamt absolvierten sie 2.089 Drehtage für die neue Reihe.

Inseln sind in ihrer Isoliertheit Heimat für Arten, die nur in einer bestimmten Region, einem Archipel oder gar auf einer einzigen Insel überleben können. Daher kommen etwa 20 Prozent der Vogel-, Reptilien-und Pflanzenarten auf Inseln vor, obwohl Inseln weniger als ein Sechstel der Erdoberfläche ausmachen. Durch die hermetische Abgeschiedenheit reagieren die kleinen Welten und ihre Bewohner auf plötzliche Eingriffe von außen höchst empfindlich. So waren etwa 80 Prozent aller während der vergangenen Jahre ausgestorbenen Arten Inselarten.

Die größte noch lebende Echse der Erde ist der Komodowaran. Er hatte vier Millionen Jahre lang Zeit für seine Entwicklung. Beim Filmen der heftigen Kämpfe dieser gigantischer „Drachen“ auf der indonesischen Insel Komodo müssen sich die Kamerateams in die Urzeiten der Saurier zurückversetzt gefühlt haben. Zeuge eines dramatischen, noch nie gesehenen Wettlaufs ums Überleben wurde eines der Filmteams auf der Insel Fernandina, der drittgrößten Galapagos-Insel. Kaum ist eine kleine Meerechse geschlüpft, jagt eine Schar an Galapagos-Nattern das Junge. Ein nervenaufreibendes Rennen, doch die kleinen Echsen sind fernab der Küste geschlüpft und müssen zu ihren erwachsenen Artgenossen an die Küste gelangen.

Auf Madagaskar konnten wiederum Lemuren mit ganz speziellen Fähigkeiten gefilmt werden: Larven-Sifakas. Sie sind imstande, mehrere Meter weit von Dornenstrauch zu Dornenstrauch zu springen. So erreichen sie die exklusiven Futterplätze in luftiger Höhe. Auf Zavodovski Island im Südpolarmeer beweisen Zügelpinguine Todesmut: Bei mörderischer Brandung gehen sie auf Futtersuche für ihren Nachwuchs. Täglich müssen sie dabei die steilen Klippen hinunterspringen, um sich später mit viel Geschick wieder hinauf zu katapultieren.