Bei der ARD liegt zum Thema SD-Abschaltung via Satellit der „Schlüssel in der Gemeinsamkeit“. Daher werde die ARD bis zum Herbst dieses Jahres über „eine zuschauerfreundliche und gleichzeitig kostenbewusste Position abstimmen“, sagte Helwin Lesch, Leiter der Hauptabteilung Verbreitung und Controlling in der Produktions- und Technikdirektion des Bayerischen Rundfunks gegenüber InfoDigital. Ohne dieser Abstimmung vorgreifen zu wollen, könne seitens des BR das von Wolfgang Wagner auf der ANGA COM skizzierte Szenario gut nachvollzogen werden, so Lesch.
Auf dem ANGA COM Kongress zum Thema „Analog, SD, HD – Nach dem Switch-Off ist vor dem Switch-Off“ hielt es Wolfgang Wagner, Direktor für Produktion und Technik beim WDR für realistisch, wie von der KEF gefordert, das SD-Signal der öffentlich-rechtlichen Sender von ARD und ZDF bis Mitte 2020 über Satellit abzuschalten. Laut seinen Erfahrungen der letzten 20, 25 Jahren heraus in diesem Umfeld, „wenn man mit einer großen Anstrengung jetzt das Thema angehen könnte, gemeinsam“ glaubt Wagner, sei der Termin Mitte 2020 erreichbar. „Die Szenarien sind durchaus realistisch", sagte Wagner am 13. Juni auf dem Kongress in Köln. Nach eigener Einschätzung könne bis dahin der Nutzungsanteil von 90 Prozent über HD erreichbar sein, glaubt Wagner. Momentan liege der Anteil der Zuschauer, die die Öffentlich-Rechtlichen in hoher Auflösung sehen, bei 70 Prozent.
„Sicher wird die Fußball-Weltmeisterschaft den Anteil der Satellitenhaushalte, die uns in hochauflösender Qualität (HD) sehen, weiter steigern.“, so Lesch abschließend.




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