Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC Austria durch die Mobilfunkgesellschaft T-Mobile Austria, eine Tochter der Deutschen Telekom, ohne Auflagen genehmigt. Das Vorhaben sei wettbewerbsrechtlich unbedenklich, weil die Tätigkeiten und die Vermögenswerte der beteiligten Unternehmen sich weitgehend ergänzten, teilte die Behörde in Brüssel mit. Die wichtigsten Tätigkeiten von UPC beziehen sich auf die Festnetztelekommunikation, während T-Mobile hauptsächlich in der Mobiltelekommunikation tätig ist.
Das aus dem Zusammenschluss hervorgehende Unternehmen werde weiterhin mit anderen Marktakteuren wie A1 Telekom Austria und Hutchison Drei Austria konkurrieren, erklärte die Kommission. Nach der Prüfung sei die Kommission daher zu dem Schluss gekommen, dass die Übernahme auf keinem der betroffenen Telekommunikationsmärkte Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken gebe und habe das Vorhaben daher ohne Auflagen genehmigt.
„UPC Austria hat einen erfolgreichen Weg hinter sich. Die Anzahl der Kunden und auch das Finanzergebnis wurde in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert. Dies zeigt den Erfolg von UPC Austria. Ich bin stolz auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen diese starke Leistung zu verdanken ist“, sagte Eric Tveter, CEO von UPC Austria und Central Europe bei der Muttergesellschaft Liberty Global. „Ich bin davon überzeugt, dass UPC Austria und T-Mobile zusammen am Markt in Österreich noch erfolgreicher sein werden. Dafür wünsche ich dem neuen Unternehmen und allen Kolleginnen und Kollegen alles Gute.“ Alle Dienstverhältnisse der rund 1.000 UPC-Beschäftigten werden von T-Mobile übernommen.
Im Dezember 2017 wurde der Verkauf von UPC Austria, Österreichs größtem Kabelnetzbetreiber, für rund 1,9 Millionen Euro bekannt gegeben. T-Mobile sichert sich dadurch ein starkes Standbein im Festnetzmarkt, das es dem Unternehmen ermöglicht, seinen Kunden Quadruple-Play-Dienste anzubieten: TV, Internet, Festnetz-Telefonie und mobile Dienste.




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