Festspiel-Highlights aus dem ORF-Kultursommer, zeitgeschichtliche Dokumentationen und eine Live-Übertragung hält das Programm von ORF III Kultur und Information am Wochenende bereit. So sind am Samstag, dem 21. Juli 2018, zwei „zeit.geschichte“-Dokumentationen und eine neue Ausgabe „Aus dem Archiv“ zu sehen, in der diesmal Schauspieler und Intendant der Schlossspiele Kobersdorf, Wolfgang Böck, zu Gast ist. Am Sonntag, dem 22. Juli, ist im Hauptabend eine ORF-III-Neuproduktion von der Bühne Baden 2018 zu sehen, wo diesmal „Die lustige Witwe“ auf dem Programm stand.
Samstag, 21. Juli: Zweimal „In memoriam Christine Nöstlinger“ mit „Die 3 Posträuber“ (13.30 Uhr) und „Villa Henriette“ (15.05 Uhr), „Unser Österreich: Berggespräche: Kristina Sprenger im Wipptal“ (16.30 Uhr), zweimal „zeit.geschichte“ mit „Österreich I – Die bedrängte Republik“ (20.15 Uhr) und „1921 – Von Deutsch-Westungarn zum Burgenland“ (21.45 Uhr), „Aus dem Archiv: Wolfgang Böck“ (22.35 Uhr)
Am Samstag gedenkt ORF III der kürzlich verstorbenen österreichischen Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger und zeigt zwei ihrer erfolgreichen Kinderbuchverfilmungen, beginnend mit „Die 3 Posträuber“ (13.30 Uhr) aus dem Jahr 1998, u. a. mit Dolores Schmidinger, Rudolf Kowalski und Gusti Wolf. Regie führte Andreas Prochaska. Danach folgt „Villa Henriette“ (15.05 Uhr) über eine fantastische Villa mit Eigenleben. Die Verfilmung aus dem Jahr 2004 wurde von Peter Payer umgesetzt. In den „Berggesprächen“ begrüßt ORF-III-Moderator Andreas Jäger anschließend „Kristina Sprenger im Wipptal“ (16.30 Uhr). 13 Jahre verkörperte sie die Kommissarin Karin Kofler in der ORF-Fernsehserie „Soko Kitzbühel“. Heute ist die gebürtige Innsbruckerin Intendantin der Bühnen Berndorf und spricht mit Andreas Jäger bei einer Wanderung durch das Tiroler Wipptal über ihre Karriere wie auch ihre Liebe zur Natur.
Im Hauptabend wird die zwölfteilige ORF-III-Dokumentarreihe „Österreich I“ mit der zweiten Folge „Die bedrängte Republik“ (20.15 Uhr) fortgesetzt. Wien, am 12. November 1918: Auf der Parlamentsrampe wird die Republik Deutschösterreich ausgerufen. Gleich darauf brechen Unruhen aus, Schüsse fallen, rote Fahnen werden gehisst. Schon bei ihrer Einführung ist die Demokratie in dem jungen Staat gefährdet. Die Dokumentation von Hugo Portisch und Sepp Riff behandelt die Zeitspanne von der Ausrufung der Republik bis hin zum Friedensvertrag von Saint-Germain und zu den Volksabstimmungen in Kärnten und im Burgenland.
Danach folgt in der „zeit.geschichte“ Birgit Mosser-Schuöckers Dokumentation „1921 – Von Deutsch-Westungarn zum Burgenland“ (21.45 Uhr). 1919 ist Österreich ein geschlagenes Land: Der Erste Weltkrieg ist verloren, die Habsburgermonarchie zerfallen. Die junge Republik kämpft ums Überleben. Der Friedensvertrag von Saint-Germain wird zum Synonym für als unerträglich empfundene Gebietsverluste. Der Vertrag enthielt für das klein gewordene Österreich eine einzige erfreuliche Bestimmung: Deutsch-Westungarn soll an die junge Republik angeschlossen werden. Bis zur tatsächlichen Übergabe des Burgenlandes im Herbst 1921 kommt es zu bisher wenig aufgearbeiteten Ereignissen: blutigen Kämpfen im Grenzgebiet, Geheimverhandlungen, einer Propagandaschlacht zwischen Österreich und Ungarn und einer Volksabstimmung. Der Film zeichnet diese fast in Vergessenheit geratenen Ereignisse anhand von Zeitzeugenberichten nach und lässt damit ein Stück österreichischer Geschichte lebendig werden. Der Abend schließt mit einer neuen Ausgabe „Aus dem Archiv“ (22.35 Uhr), diesmal mit „Trautmann“-Darsteller und Intendant Wolfgang Böck. Neben ihm begrüßt Moderatorin Chris Lohner Adi Hirschal und Harald Sicheritz in der Runde, um gemeinsam einen Blick auf Böcks Fernsehkarriere zu werfen.
Sonntag, 22. Juli: „Der Zauber des Theaters – 30 Jahre Festspiele Reichenau“ (9.50 Uhr), „ORF III LIVE: Historischer Festzug aus Dinkelsbühl“ (16.30 Uhr), „Operette sich wer kann: Ferien mit Piroschka“ (18.20 Uhr), „JedermannJedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin: Eine Stadt bereitet sich vor“ (19.50 Uhr), „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett: Aus Baden: Die lustige Witwe“ (20.15 Uhr)
Am Sonntag stehen einige Highlights des diesjährigen Festspielsommers auf dem Programm. Gestartet wird bereits um 9.50 Uhr mit dem Film „Der Zauber des Theaters – 30 Jahre Festspiele Reichenau“, das vom ORF-Landesstudio Niederösterreich anlässlich des diesjährigen Jubiläums produziert wurde. Darin wird u. a. das Intendanten-Ehepaar Renate und Peter Loidolt porträtiert und ein Rückblick auf 30 Jahre Festival-Geschichte gezeigt.
Um 16.30 Uhr überträgt „ORF III LIVE“ den „Historischen Festzug aus Dinkelsbühl“. Dieser ist Teil eines der bedeutendsten historischen Heimatfeste des deutschen Sprachraums. 1632 wurde die Stadt Dinkelsbühl von schwedischen Truppen belagert und der Überlieferung nach war es das beherzte Eingreifen der Türmerstochter Lore, das die Stadt vor Plünderung und Brandschatzung bewahrte. Zusammen mit den Kindern Dinkelsbühls zog sie dem Feind entgegen und erweichte das Herz der schwedischen Krieger. Zum Dank an ihre Kinder feiert die Stadt noch heute alljährlich im Juli die „Kinderzeche“ mit Festspiel, historischem Festzug, vielen weiteren Veranstaltungen und einem großen Volksfest.
Im Vorabend zeigt ORF III in „Operette sich wer kann“ anlässlich Götz Georges 80. Geburtstag, den er am 23. Juli gefeiert hätte, den Operettenfilm „Ferien mit Piroschka“ (18.20 Uhr) aus dem Jahr 1965. Darin soll der nüchterne Hamburger Thomas Laurends (Götz George) für das Gestüt seines Vaters Pferde in Ungarn kaufen und verliebt sich bei seiner Reise in das Land und die Fröhlichkeit der Menschen – aber vor allem auch in Tery (Marie Versini), die Tochter eines Gestütsleiters. Danach startet das sechsteilige ORF-2-Dakapo „JedermannJedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin“ (19.50 Uhr) mit der ersten Folge, in der die letzten Vorbereitungen zum diesjährigen Salzburger Festspielsommer zu sehen sind.
In „Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ folgt schließlich ein weiteres Festival-Highlight, diesmal „Aus Baden: Die lustige Witwe“ (20.15 Uhr). Die mehrfach verfilmte Operette steht anlässlich des 70. Todestags von Franz Lehár auf dem Programm. Es dirigiert Franz Josef Breznik, Michael Schilhan führt Regie und die Hauptrolle übernimmt Maya Boog.




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