Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 5. August 2018, 16.20 Uhr, SRF 1
Er ist mächtig, wild und ständig in Bewegung. Vier Millionen Menschen leben an seinen Ufern. Doch die Tierwelt stört das nicht. Am Bodensee ist Platz für alle.
Sonntag, 5. August 2018, 16.20 Uhr
«DOK»: Der Bodensee – Wildnis am grossen Wasser
Er ist mächtig, wild und ständig in Bewegung. Vier Millionen Menschen leben an seinen Ufern. Doch die Tierwelt stört das nicht. Am Bodensee ist Platz für alle.
Jeden Sommer zieht es Kulturinteressierte aus ganz Europa an den Bodensee. Kultur, Wasser und Natur – diese drei Elemente versprechen Festspiele der besonderen Art. Doch auch abseits der grossen Bühne versammeln sich jedes Jahr unzählige Besucher. Auch sie kommen meist von weit her. Wie ein Magnet zieht der Bodensee hunderttausende Zugvögel an. Ihre Routen ziehen sich quer durch Europa. 300 verschiedene Vogelarten starten und landen hier – der See ist für sie Zwischenstation, Brut- oder Winterquartier. In der Nacht werden andere Bewohner aktiv – etwa der Biber oder der Waschbär, der sich hier angesiedelt hat. Der Biber ist zurückgekehrt, nachdem er bereits vor 350 Jahren durch die starke Bejagung ausgerottet war. Am Ufer schlängelt sich ein anderes Tier: ein Aal. Er ist den Rhein stromaufwärts geschwommen und zieht den Landweg vor, wenn er im Wasser nicht mehr weiterkommt.
Über alle vier Jahreszeiten erstreckten sich die Dreharbeiten. Dabei konnte das Filmteam die ständige Veränderung des Sees beobachten, das Auf und Ab des Wasserspiegels, die Abläufe in der Natur, das Kommen und Gehen der Vögel. Das Ergebnis ist eine packende Reise über und unter Wasser und zu verborgenen Ufern voller Überraschungen: etwa in der frühsommerlichen Abendstimmung, wenn der Himmel plötzlich schwarz wird und sich zigtausende Stare aus Italien kommend an den Seeufern niederlassen – oder wenn Begegnungen mit exotischen Lebewesen wie Schmuckschildkröte, Waschbär und Wandermuschel von der Artenvielfalt des Bodensees zeugen.
Sonntag, 5. August 2018, 15.10 Uhr
«DOK»: Das geheime Leben unserer Haustiere (6/8)
Wie sehr Menschen ihre Haustiere auch verwöhnen und dressieren – deren Ursprünge lassen sich nicht verleugnen. In ihnen schlummern die Instinkte ihrer wilden Vorfahren; sie kommen nur unterschiedlich stark zum Vorschein.
In dieser Episode entdecken Katzenwelpen das Raubtier in sich. Und versteckte Kameras zeigen, wie ein Schosshündchen zum Wolf wird. Das Filmteam trifft zudem auf zwei Kaninchen, die sich das Leben schwer machen. Anders als Katzen können Kaninchen ihre Krallen nicht einziehen. Ein Kampf kann also durchaus ernste Folgen haben.
Sonntag, 5. August 2018, 15.35 Uhr, SRF 1
«DOK»: Stille Wasser sind tief – Lençois Maranhenses Brasiliens Dünensee
An der Atlantikküste im Nordosten Brasiliens liegt inmitten von Dünen eine wunderschöne, türkisfarbene Seenlandschaft, die Lençóis Maranhenses; das bedeutet auf Portugiesisch so viel wie «Bettlaken von Maranhão». Die unendlichen Sanddünen erinnern tatsächlich an ein nachlässig ausgebreitetes Betttuch.
Jedes Jahr fällt in dieser Dünenlandschaft etwa so viel Niederschlag wie in Schottland. Dann entstehen in den Dünentälern Tausende Süsswasserseen und verwandeln die kahle Wüste in einen riesigen tropischen Sandstrand. Doch die Regenzeit ist nur ein Teil des Lebenszyklus der Lençois. Denn so schnell wie das Wasser kommt, verschwindet es auch wieder und in der Trockenzeit gewinnt der Sand die Oberhand.
Wasser, Sand und Wind machen die Lençóis Maranhenses zu einem einzigartigen Ökosystem, dessen Geheimnisse noch nicht vollständig gelüftet wurden. Die Region ist zu abgeschieden und unberechenbar, um für den Massentourismus interessant zu sein. Erst vor kurzer Zeit ist sie in den Blickpunkt der Wissenschaft gerückt. Und das hat bereits zu erstaunlichen Entdeckungen geführt.




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