Ausstrahlungsdatum: Freitag, 31. August 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Der Gegenentwurf zur Velo-Initiative will den Veloverkehr stärken. Die Befürworter sagen: So werden ÖV und Autoverkehr entlastet – und das Velofahren wird sicherer. Die Gegner hingegen warnen vor hohen Kosten und immer neuen Aufgaben für den Bund. Jonas Projer leitet die Diskussion.

Wird das Velo in der Verfassung verankert, kann der Bund neu Velowege unterstützen – oder den Kantonen bei ihren eigenen Massnahmen zur Seite stehen. Genau so, wie es der Bund bei Fuss- und Wanderwegen bereits tut.

Der SVP geht dies zu weit. Sie findet, die Schweiz sei schon heute ein Veloland. Das Velo müsse nicht auch noch vom Bund gefördert werden; zudem würden Kantone und Gemeinden die Bedürfnisse der Velofahrer besser kennen. Das Kontra-Lager befürchtet auch, dass für den Bund hohe Kosten entstehen.

Die Befürworter halten dagegen: Die Vorlage entlaste Bahn, Bus, Tram und das Auto. Velofahren sei ausserdem gesund, umweltfreundlich und spare Energie. Für die Pro-Seite ist klar: Eine gute Veloinfrastruktur trägt dazu bei, dass es weniger Unfälle gibt. FDP, BDP, CVP, GLP, SP und Grüne sagen deshalb Ja zur Vorlage.

Gehören Velowege in die Verfassung – oder fährt die Schweiz mit der derzeitigen Lösung besser?

Als Vertreterin von Bundesrat und Parlament begrüsst Jonas Projer in der «Arena»:
Doris Leuthard,Bundesrätin

Als Gegner der Vorlage treten an:
Roland Rino Büchel, Nationalrat SVP/SG
Jürg Scherrer, alt Nationalrat Autopartei
Manfred Bühler,Nationalrat SVP/BE
Silvan Amberg, Unabhängigkeitspartei UP
David Piras, Les Routiers Suisses
Roger Bartholdi, Gemeinderat Zürich/SVP

Weitere Befürworter der Vorlage sind:
Matthias Aebischer, Nationalrat SP/BE, Präsident Pro Velo Schweiz
Matthias Jauslin, Nationalrat FDP/AG
Rudolf Zumbühl, TCS
Stéphanie Penher, VCS
Chantal Beck, Schweizer Tourismusverband