Ausstrahlungsdatum: Mittwoch, 5. September 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Was ist Europa? Ein politischer Raum namens EU? Diese verloste im Sommer 15’000 Interrail-Tickets, um 18-jährigen EU-Bürgern Europa näher zu bringen. «Kulturplatz» verschenkt ebenfalls zwei Tickets und macht sich mit zwei Menschen aus der Schweiz auf eine Suche quer durch den europäischen Kontinent. Eva Wannemacher moderiert die Sendung.

Let’s go west, let’s go east
Zwei junge Menschen machen sich für den «Kulturplatz» auf den Weg quer durch Europa. Aina Aliotta aus Zürich wählt die Westroute. Die achtzehnjährige Schülerin reist durch Italien, Spanien, Frankreich und schliesslich nach Grossbritannien, um länderspezifischen Befindlichkeiten nachzuspüren. Denis Sorie entscheidet sich für die Ostroute – Sarajevo, Thessaloniki und Budapest sind seine Stationen. Der Erfahrungsaustausch über Europa findet schliesslich in Berlin statt, wo die beiden sich treffen.

«Suche nach Europa» – Regisseur Vadim Jendreyko auf dem Schlachtfeld
30’000 Menschen verloren ihr Leben auf dem Hartmannswillerkopf – einem Hügel im Elsass. Im ersten Weltkrieg fand hier eine vierjährige unerbittliche Schlacht zwischen Frankreich und Deutschland statt. In den erhaltenen Schützengräben treffen wir den Dokumentarfilmer Vadim Jendreyko, der vor Ort für seinen neuen Film dreht. In «Suche nach Europa» begibt sich der Basler Regisseur auf historische, geografische, politische und gesellschaftlich-soziale Spurensuche. Dabei findet er viele ehemalige Krisen- und Kriegsgebiete, die in einem vereinten Europa Frieden gefunden haben.

Europas Sprachenvielfalt: Kinga Tóth übersetzt Nora Gomringer
Am internationalen Literaturfestival Leukerbad war Kinga Tóth aus Ungarn dieses Jahr nebst anderen Autorinnen und Autoren diverser Länder geladen, Gedichte der schweizerisch-deutschen Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer zu übersetzen. Eine diffizile Aufgabe, die allerdings die Chance bietet, die Gedanken einer Kollegin mit anderer Nationalität und die Mentalität des entsprechenden Staates kennenzulernen. Fazit: Die Diversität der Sprachen muss Europa nicht trennen.