Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 9. September 2018, 15.00 Uhr, SRF 1
Sie legen Kraftwerke lahm, decken Dächer ab und treffen sich zur Obsternte: Von der deutschen «Waschbärenhauptstadt» Kassel aus breiten sich die Waschbären aus und sind zu einer regelrechten Plage geworden. Gelangen sie erst einmal in eine Wohnung, wird dort eine zünftige Waschbärenparty gefeiert. Danach: «DOK»: Island – Sommer der Polarfüchse. Und: «DOK»: Eisbärensommer.
Sonntag, 9. September 2018, 15.00 Uhr, SRF 1
«DOK»: Waschbären-Party
Sie legen Kraftwerke lahm, decken Dächer ab und treffen sich zur Obsternte: Von der deutschen «Waschbärenhauptstadt» Kassel aus breiten sich die Waschbären aus und sind zu einer regelrechten Plage geworden. Gelangen sie erst einmal in eine Wohnung, wird dort eine zünftige Waschbären-Party gefeiert.
Für ihre Klugheit und die geschickten Pfoten wurden Waschbären in ihrer ursprünglichen Heimat, dem amerikanischen Kontinent, bewundert. Die Indianer nannten ihn ursprünglich «Aroughoun», «der mit den Händen kratzt». Etliche indianische Legenden ranken sich um die schwarz-weisse Zorro-Maske. Diese stand für Dunkelheit und Licht, für das Diesseits und Jenseits und wurde von verschiedenen Indianer-Stämmen mit schwarz-weisser Gesichtsbemalung imitiert.
Da sie Allesfresser sind und bei uns kaum natürliche Feinde haben, sind sie in der deutschen «Waschbärenhauptstadt» Kassel zu einer regelrechten Plage geworden. Die Bürger versuchen sie abzuschrecken, indem sie ihre Öko-Tonnen abschliessen und Elektrozäune auf ihre Dächer montieren, damit die immer hungrigen Kleinbären kein Chaos anrichten können.
Sonntag, 9. September 2018, 15.35 Uhr, SRF 1
«DOK»: Island – Sommer der Polarfüchse
Ein kurzer Sommer in Islands rauem Norden, zwei Polarfuchsfamilien, zwei Geschichten: Die Seefüchse an den Steilklippen finden als «High Society» mit brütenden Seevögeln in ihrem Revier reiche Nahrung, während unten am Meeresufer die Strandfüchse auf der Verliererseite stehen, ständig am Verhungern sind und in ihrer Not sogar Fliegen fressen.
Aber begehrliche Nachbarn müssen in Schach gehalten werden, und sieben immer hungrige Fuchskinder in nur 90 Tagen grosszuziehen, erfordert vollen Einsatz der Eltern. Dabei wäre ein Fehltritt auf der Vogeljagd tödlich. Nur im senkrechten Fels sind die Dreizehenmöwen für Füchse unerreichbar, dort bauen sie ihre Nester und ziehen ihre Jungen über dem Abgrund gross. Am Kiesstrand auf der anderen Seite der Halbinsel hat ein junges Fuchspaar sechs Welpen bekommen, aber hier gibt es keine Seevögel als Beute, nur spärliche Nahrung am Meeresufer.
Erst als das schwächste Junge verhungert ist und eine Fliegeninvasion eine neue Futterquelle bietet, haben die jungen Strandfüchse eine Chance, den Sommer zu überleben. Mit den gerade flüggen Dreizehenmöwen, die erschöpft in den Fuchsrevieren notlanden, beginnt endlich eine bessere Zeit – auch für die Verlierer vom Strand. Werden alle Fuchskinder bis Mitte August stark genug werden, um ohne ihre Eltern durch den Winter zu kommen?
Sonntag, 9. September 2018, 16.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Eisbärensommer
Der Eisbär gedeiht im harten arktischen Winter prächtig, aber ausgerechnet im milden Sommer muss er ums Überleben kämpfen. Schwierige Zeiten brechen jetzt an, denn ihre Hauptbeute, die Robben, meiden die flachen Küstenstreifen der Hudson Bay.
Eisbären sind die Könige der Arktis. Sie sind auf wunderbare Weise an ihre Welt aus Schnee und Eis angepasst. Während der Wintermonate, wenn weite Teile des arktischen Ozeans gefroren sind, sind sie in ihrem Element, denn ihre Hauptnahrungsquelle sind Robben und andere Meeressäuger, die sie auf dem Packeis erbeuten.
Doch auch in der Arktis gibt es eine Zeit, in der die Tage lang sind und die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen. In der Hudson Bay, dem südlichsten Teil des arktischen Ozeans, bilden sich im Spätfrühling Risse im Packeis. Grosse Eisschollen entstehen, die mit zunehmender Kraft der Sonne zu immer kleineren Schollen zusammenschmelzen – bis die Hudson Bay Anfang Juli eisfrei ist. Die Eisbären müssen an Land schwimmen und sind nun dort «gefangen».
Schwierige Zeiten brechen jetzt an, denn ihre Hauptbeute, die Robben, meiden die flachen Küstenstreifen der Hudson Bay. Die Gefahr bei einsetzender Ebbe an Land zu stranden und zur leichten Beute zu werden, ist für die Robben hier besonders gross. Eisbären wiederum sind zwar hervorragende Schwimmer, aber im offenen Meer den wendigen Robben weit unterlegen. Die Konsequenz: Ohne Packeis, auf dem sie jagen können, sind die Bären ihrer wichtigsten Energiequelle beraubt und die Sommermonate werden für sie zur Fastenzeit.
An der Küste angespülte Walkadaver, gelegentlich erbeutete Kleinsäuger, Wasservögel sowie Beeren und Pflanzen bilden dann den kargen Speiseplan. Doch damit können die riesigen Tiere ihren Appetit kaum stillen und so zehren sie die meiste Zeit von ihren im Winter angelegten Fettreserven. Die an Land gestrandeten Eisbären müssen sich an eine Umwelt anpassen, die ihnen eigentlich fremd ist.




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