Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 16. September 2018, 15.25 Uhr, SRF 1

Der technische Fortschritt bringt alte Gewissheiten über das Tauchverhalten von Meeressäugern ins Wanken: Forscher entdeckten erst vor Kurzem, dass diese Meeresriesen in enorme Tiefen herabtauchen. Dank der Telemetrie können sie mittlerweile die unglaublichen Odysseen der Meeressäuger verfolgen. Davor: Frühmorgens in den Karpfenteich von Rietschen. Danach: Vamizi – Heimat der Korallen.

Sonntag, 16. September 2018, 15.25 Uhr, SRF 1
«DOK»: Meeressäugetiere – Wale und Delfine in ihrem Element
Der technische Fortschritt bringt alte Gewissheiten über das Tauchverhalten von Meeressäugern ins Wanken: Forscher entdeckten erst vor Kurzem, dass diese Meeresriesen in enorme Tiefen herabtauchen. Dank der Telemetrie können sie mittlerweile die unglaublichen Odysseen der Meeressäuger verfolgen.

Unter der Oberfläche der Ozeane existiert eine uns fremde Welt, geprägt von Feindseligkeit. Eine eisige, in ewige Dunkelheit getauchte Welt, in der enorm hohe Druckverhältnisse herrschen. In der Tiefsee gibt es gleichwohl Tiere, die wie wir Luft atmen und ihre Jungen säugen – und einen grossen Teil ihres Tages in dieser Finsternis verbringen: die Meeressäuger. In den letzten Jahren haben Forscher herausgefunden, dass sie viel tiefer tauchen können als bisher angenommen. Immer neue Rekorde werden gemessen. Lange ging man davon aus, dass Orcas an der Oberfläche jagen. Nun wurde eine Unterart entdeckt, die in mehr als 1000 Meter Tiefe taucht. Und auch bei Seeelefanten, die mit Aufzeichnungsgeräten und Sendern ausgestattet wurden, verzeichneten Forscher Tauchtiefen von über 2000 Metern.

Sonntag, 16. September 2018, 14.55 Uhr, SRF 1
«DOK»: Frühmorgens in den Karpfenteich von Rietschen
Das Leben einiger Frühaufsteher wird besonders durch ihre Arbeit am zeitigen Morgen bestimmt. Diverse Umstände verlangen den frühmorgendlichen Arbeitsbeginn. In der deutschen Gemeinde Rietschen steigen die Fischer um 06.00 Uhr ins kalte Wasser, um die Karpfen zu «ernten».

Karsten Tusche liebt die Stille der Morgenstunden am Wasser, wenn die Natur langsam erwacht. Wenn sich im grössten zusammenhängenden Teichgebiet Deutschlands die Oktobersonne langsam hervorkämpft, taucht sie die mehr als tausend Gewässer in ein goldenes Licht. Hier sind Karpfen, Plötzen, Schleie und Hechte zu Hause. Rund 40 Teiche gehören Karsten Tusche und seiner Familie, sie leben von den Fischen. Von September bis Januar läuft die Karpfenernte.

Um 06.00 Uhr steigen die Fischer in das fünf Grad Celsius kalte Wasser, um die Karpfen zu «ernten», wie sie sagen. Bereits Tage vorher wurde das Wasser langsam abgelassen. Die Männer ziehen Netze, an deren unterem Rand Gewichte angebracht sind, durch das schlammige Wasser. Denn die Karpfen tummeln sich am liebsten am Grund.

Sonntag, 16. September 2018, 15.25 Uhr, SRF 1
«DOK»: Vamizi – Heimat der Korallen
Die Insel Vamizi ist Teil des Quirimbas-Archipels und liegt im Indischen Ozean vor der Küste Mosambiks. Sie gilt als Paradies der Artenvielfalt. Ihre traumhaft schönen Korallenriffe zählen zu den ältesten und besterhaltenen der Welt, sind aber aktuell existenziell bedroht.

Ein Grossteil der zu Mosambik gehörenden Insel Vamizi wird durch verschiedene Naturschutzprojekte zum Erhalt von Flora und Fauna geschützt. Die Schutzzone ist umgeben von Korallenriffen und gilt als Paradies der Artenvielfalt und als ein wichtiger Ort zur Vermehrung, zum Laichen oder zur Geburt von Hunderten von Fischen und Meeressäugern. Auf Vamizi gibt es mehr als 180 verschiedene Korallenarten, die bisher durch die Strömungen isoliert und vor Zerstörung geschützt waren.

Dennoch sind die Korallenriffe auch hier wie überall auf der Welt in ihrer Existenz bedroht. Aufgrund der Überfischung, Umweltverschmutzung und des Klimawandels ist fast ein Drittel von ihnen vom Aussterben bedroht. Ein internationales Forscherteam sucht zusammen mit lokalen Fischern auf Vamizi nach der besten Lösung, dieses Paradies der Artenvielfalt zu erhalten, insbesondere, da in den vergangenen Jahren ein riesiges Erdgasvorkommen entdeckt wurde, welches das Land von Milliarden von Franken für die nächsten Jahrzehnte träumen lässt. Aber die Korallenriffe von Vamizi und seiner Nachbarinseln stehen den Tiefseebohrungen im Weg.