Ausstrahlungsdatum: Dienstag, 18. September 2018, 22.25 Uhr, SRF 1
Im Herbst 2008 geht die US-Bank Lehman Brothers Konkurs und reisst die Weltwirtschaft mit in den Abgrund. Aus der Finanzkrise wird eine Schuldenkrise, eine Vertrauenskrise. Wie konnte das geschehen? Was sind heute die Folgen? Und ist die Finanzkrise schuld am aufflammenden Rechtspopulismus? Barbara Lüthi moderiert den «Club».
Im September 2008 wirkt der Konkurs des Investmentbank Lehman Brothers wie ein Brandbeschleuniger auf die bereits schwelende Finanzkrise. Die darauffolgende Rezession reisst Tausende Bürger in den USA in die Armut. Auch viele Europäer verlieren ihre vermeintlich sicher angelegten Ersparnisse.
In der Schweiz greift der Bundesrat der taumelnden UBS in einer bespiellosen Rettungsaktion unter die Arme. Gierige Banker, lasche Finanzkontrolleure und entfesselte Anleger bringen ein undurchsichtiges Finanzsystem zum Explodieren. Die Weltwirtschaft wird in ungeahntem Ausmass umgepflügt – bis heute haben die Folgen dieser Krise mehr als sieben Billionen Euro gekostet.
Neben dem finanziellen Kollaps offenbaren sich nun die politischen Auswirkungen der Krise: Viele Wähler strafen gewählte Politiker ab und wenden sich extremen Parteien zu.
Wie hoch ist der Preis, den Europa und die Schweiz für die Krise bezahlt haben? Sind die Kontrollen der Finanzplätze heute besser, oder steuern wir bald auf die nächste Krise zu? Und was hat der Erfolg von rechtspopulistischen Parteien mit dem Bankencrash zu tun?
Unter der Leitung von Barbara Lüthi diskutieren im «Club»:
Susanne Leutenegger-Oberholzer, SP-Nationalrätin BL
Oswald Grübel, ehemaliger CEO UBS und CS
Daniel Zuberbühler, ehemaliger Regulator bei der Finanzmarktaufsicht
Daniel Binswanger, Kolumnist und Redaktor «Republik»
Marco Rodzynek, ehemaliger Investmentbanker Lehman Brothers
Daniel Kalt, Chefökonom UBS




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