Die Produktionsbedingungen bei der Herstellung von sowohl günstiger als auch teurer Mode sind oft unvertretbar. Wie schädlich aber günstig produzierte Mode auch für die Trägerin oder den Träger sein kann, ist sehr vielen Konsumentinnen und Konsumenten nicht bekannt. Der „ORF III Themenmontag“ am 24. September 2018 befasst sich mit den Schattenseiten der Modeindustrie – u. a. wie Kleidungshersteller durch eingesetzte Gifte nicht nur ihre eigenen Arbeitnehmer/innen gefährden, sondern auch die Käufer/innen.
Am Vormittag widmet sich ORF III Kultur und Information in einem „ORF III Spezial“ um 9.00 Uhr der „Amtseinführung des Steiermärkischen Superintendenten Wolfgang Rehner“. Mitwirkende beim festlichen Gottesdienst in der Grazer Heilandskirche sind u. a. Ortspfarrerin Ulrike Frank-Schlamberger und Superintendent Olivier Dantine der Diözese Salzburg/Tirol, Superintendentialkurator Michael Axmann, der katholische Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl sowie Pfarrer Wolfgang Pucher aus Graz. Die musikalische Begleitung übernehmen der Evangelische Kirchenchor Ramsau und der Bläserkreis der Heilandskirche Graz unter der Leitung von Organist und Diözesankantor Thomas Wrenger. Kommentiert wird die Übertragung von ORF-Religionsjournalistin Sandra Szabo und Kabarettist Imo Trojan.
Im Hauptabend startet der vierteilige „ORF III Themenmontag“ mit der Dokumentation „Giftiges Leder: Made in Bangladesh“ (20.15 Uhr) von Elise Darblay und Eric de Lavarene. Innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte ist Bangladesch zu einem Zentrum für die weltweite Lederproduktion geworden. Doch die für Mensch und Umwelt schädlichen Arbeitsmethoden mit zum Teil giftigen Mitteln fordern ihren Preis. In Hazaribagh, einem Vorort der Hauptstadt Dhaka, drängen sich rund 300 Gerbereien auf engstem Raum. Jedes Jahr werden etwa 14 Millionen Tierhäute hierhin transportiert, zu Leder verarbeitet und schließlich in die westlichen Länder verkauft. Das bringt Bangladesch mehr als 740 Millionen Euro ein. Die Menschen arbeiten hier unter unvorstellbaren, geradezu archaischen Bedingungen und doch ändert sich nichts.
Mit giftigem Leder beschäftigt sich auch der Film „Gift auf unserer Haut“ (21.10 Uhr) von Manfred Karremann. Ob Schuhe, Uhrband oder Gürtel – täglich kommen wir mit Leder in Berührung und erachten es als selbstverständlich. Aber von welchem Tier stammt eigentlich das Leder unserer Geldbörse oder unseres Autositzes? Ist es tatsächlich nur ein Abfallprodukt aus den Schlachthöfen? Widrige Produktionsbedingungen beleuchtet die Doku „Todschick – Die Schattenseiten der Mode“ (22.00 Uhr) von Ingrid Altemeier und Reinhard Hornung. Die Rana-Plaza-Katastrophe, bei der mehr als tausend Menschen starben, brachte Bangladesch in die Schlagzeilen. Die Textilunternehmen, die hier Kleidung produzieren lassen, mussten reagieren. Auf Druck des Internationalen Gewerkschaftsverbands unterzeichneten 200 große Firmen ein Abkommen zur Gebäudesicherheit und zum Feuerschutz in Bangladesch. Damit verpflichten sie sich, ihre Zulieferfabriken auf Sicherheitsstandards überprüfen zu lassen. Das Ergebnis, das die unabhängigen Prüfer ermittelten, war erschreckend: In allen Produktionsstätten gibt es erhebliche Sicherheitsmängel. 28 Fabriken mussten sofort geschlossen werden.
Über das Thema „Ist Fashion noch tragbar?“ (22.35 Uhr) diskutieren anschließend Marlene Kaufmann und Reiner Reitsamer in „Themenmontag: Der Talk“ mit ihren Gästen. Wer steht für Biokleidung ein, wer hält Massenware für durchaus akzeptabel und ist es in Ordnung, ein gesundes Mittelmaß zu leben und schlicht beides zu konsumieren?




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