Ausstrahlungsdatum: Sonntag, 30. September 2018, 15.30 Uhr, SRF 1

Entlang der legendären Grand Tour de Suisse reisen wir in drei Folgen durch atemberaubende Natur, vorbei an Palmen im Süden, Schnee in den Alpen und glasklaren Seen im Landesinneren. Per Bahn und Schiff quer durchs Land und Städte wie Zürich und Locarno führt die Tour durch die vier Sprachregionen. Davor: Magische Gärten – Schweden: Gärten von Linné. Anschliessend: Grand Tour der Schweiz – Vom Jura bis ins Wallis (2/3).

Sonntag, 30. September 2018, 15.30 Uhr, SRF 1
«DOK»: Grand Tour der Schweiz – Von Zürich ins Berner Oberland 1/3
Entlang der legendären Grand Tour de Suisse reisen wir in drei Folgen durch atemberaubende Natur, vorbei an Palmen im Süden, Schnee in den Alpen und glasklaren Seen im Landesinneren. Per Bahn und Schiff quer durchs Land und Städte wie Zürich und Locarno führt die Tour durch die vier Sprachregionen. Davor: Magische Gärten – Schweden: Gärten von Linné.

Zürich ist nicht nur die Stadt der Banken und Bäder, sondern auch der Bienen. «Dank der vielen Dachgärten ist Zürich für die fleissigen Tiere ein Schlaraffenland», weiss die junge Stadtimkerin Helena Greter. Am Ende des Zürichsees sammelt Astrid Nigg Kräuter und Blumen, um daraus Seife herzustellen – ganz ohne Konservierungsstoffe. Das einzige Gift, das sie fürchtet, ist Hektik. Wir begleiten die Toggenburgerin auf ihren Streifzügen durch die Bergwiesen und in ihrem Seifenlabor.

In Einsiedeln liegt der wichtigste Wallfahrtsort der Schweiz, denn die schwarze Madonna von Einsiedeln wird auch von Hindus oder Muslimen beschenkt, meist mit wertvollem Schmuck und Kleidern. Pater Lorenz zeigt uns in der Bibliothek des Klosters seinen Schatz: eine protestantische Bibel: «Auch die hat bei uns Platz. Denn wir sind offen.»

Die Route führt ins Berner Oberland zur Rotstückhütte auf über 2000 Metern. Hier ist das Reich von Luzia Gisler, die unter dem Schildhorn den Sommer über Wanderer beherbergt und bekocht. Versogt wird sie aus der Luft, der Helikopter kommt einmal die Woche mit Lebensmitteln.

Ein paar Hänge weiter macht Bauer Daniel Rubin und die Sennerin Lisette Kaufmann Raclette auf der Alp. Wenn er mal frei hat, schwingt er die Fahnen. Schliesslich hat er einen Titel zu verteidigen, er ist mehrfacher Landesmeister. Und sein kleiner Sohn Markus eifert ihm schon nach – Eiger, Mönch und Jungfrau immer fest im Blick.

Sonntag, 30. September 2018, 16.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Grand Tour der Schweiz – Vom Jura bis ins Wallis (2/3)
In der zweiten Etappe durchqueren wir die Romandie. Sie beginnt südlich von Basel im rauen Jura, führt über den Genfersee entlang des Lavaux mit seinem mediterranen Flair und endet hoch oben im Kanton Wallis in Zermatt am Matterhorn.

Patrizia Mariani hat ihr Glück in der Region Franches-Montagne im Norden des Juras gefunden. Hier, in der Heimat der Freiberger, der letzten Schweizer Pferderasse, arbeitet sie als Reittherapeutin. Natur, Pferde und viel Platz, viel mehr gibt es hier nicht. Direkt am Reitplatz hält der kleine rote Zug, wie ihn sein Fahrer liebevoll nennt. Mit ihm fahren wir weiter durch das Jura. Lokführer Olivier Luder liebt seinen Beruf, seine Heimat – und sein Akkordeon.

Aus einem Hochtal des Waadtländer Jura stammt der Käse Vacherin du Mont-d’Or, der traditionell in Fichtengürtel gehüllt wird. Die Holzbänder schält Marianne Golay aus der Baumrinde. Die Reise führt weiter zum Genfersee in das Weinanbaugebiet Lavaux. Es ist bekannt für den Chasselas-Wein. Neue Rebsorten sollen sich dem Klimawandel und dem sich wandelnden Geschmack anpassen. Weiter geht es nach La Tour-de-Peilz, wo Comic-Künstler Derib seine Werke zeichnet. Sein «Yakari» ist über die Grenzen hinaus berühmt. Am Grossen Sankt Bernhard sind die Bernhardiner-Hunde beheimatet. Melanie Scheidegger ist Tierpflegerin der Fondation Barry, die die ehemaligen Bergrettungshunde züchtet. Sie führt die Hunde mit Touristen durch die Berge.

Sonntag, 30. September 2018, 15.00 Uhr, SRF 1
Magische Gärten – Schweden: Gärten von Linné
In der nördlich von Stockholm gelegenen Stadt Uppsala erneuerte der schwedische Naturforscher Carl von Linné 1741 den Botanische Garten und bepflanzte ihn mit Hunderten neuen Pflanzenarten. Heute gehört diese Anlage zu der ältesten Universität Schwedens – der Universität Uppsala.

Der 1707 geborene Botaniker Carl von Linné erneuerte den Botanischen Garten in der Innenstadt von Uppsala und liess dort Hunderte Arten anpflanzen. Linné machte das Erfassen, Benennen und Einordnen der Pflanzen zu seinem Lebenswerk. Er entwickelte das Sexualsystem der Pflanzen, dessen Klassifizierung auf der Zahl der männlichen Geschlechtsorgane, der Staubblätter, beruhte. Durch Linnés Arbeiten erlangte Uppsala auf dem Gebiet der Botanik weltweite Bedeutung. Schon beim Tod des Forschers im Jahr 1778 war der Garten im Stadtzentrum zu klein für neue Pflanzensammlungen. 1787 überliess darum der schwedische König der Universität den Garten des Schlosses von Uppsala.