Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 1. Oktober 2018, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Aufregung um Pressefreiheit
Ein internes Schreiben des Ressortsprechers von Innenminister Herbert Kickl an die Landespolizeidirektionen sorgt für eine Welle der Empörung. Die Kommunikation mit kritischen Medien solle auf „das Nötigste (rechtlich vorgesehene) Maß beschränkt werden“, heißt es darin. „Wenn der weniger kritische oder gar wohlgesonnene Boulevard Informationen bekommt, die anderen vorenthalten werden, dann stellt das klar eine Verletzung der Medienfreiheit und des Gleichheitsgrundsatzes dar“, sagt der Jurist und Menschenrechtsexperte Hannes Tretter. Der Innenminister hat die Vorwürfe zurückgewiesen. „Thema“ fragt bei Hugo Portisch nach, einem der renommiertesten und erfahrensten Journalisten des Landes: Was bedeutet die Pressefreiheit für die Gesellschaft eines Landes? Wie hat sie sich über die Jahrzehnte entwickelt und ist sie jetzt tatsächlich in Gefahr? Katharina Krutisch und Markus Stachl berichten.

Melanie und Michaela – die siamesischen Zwillinge werden 15
Als Melanie und Michaela Stankovic am 1. Oktober 2003 zur Welt kamen, waren sie am Bauch zusammengewachsen und mussten sich Organe teilen. Die Trennung der siamesischen Zwillinge im Wiener AKH war eine medizinische Sensation. „Thema“ hat die Familie seither immer wieder besucht. „Uns geht es heute gut“, sagt Milena Stankovic und strahlt dabei. „Irgendwann haben wir aufgehört, die Operationen zu zählen“, sagt sie. Trotz der gesundheitlichen Belastung sind die beiden ganz normale Teenager, die sich von ihrer großen Schwester Stylingtipps geben lassen. Das Wichtigste für sie ist es, alles gemeinsam zu machen. „Ich bin ein glücklicher Mensch“, sagt ihr Vater Zeljko Stankovic. Eva Kordesch hat die Familie zu Hause besucht und blickt zurück.

Das Essen der Zukunft
Landwirtschaft in einer Millionenstadt – kann das funktionieren? Es muss funktionieren, sagen Zukunftsforscher, denn im Jahr 2050 werden wir uns nach Schätzungen der UNO den Planeten mit zehn Milliarden Menschen teilen. Sieben Milliarden von ihnen werden in Städten leben. Wie können die Betonwüsten fruchtbar gemacht werden? Wien zeigt es vor: Im feuchten Keller eines Zinshauses sprießen Gourmet-Pilze aus Kaffeesud, Insekten werden nicht als Schädlinge verachtet, sondern als hochwertige Protein-Lieferanten geschätzt und vor den Toren der Stadt steht die größte Algenfarm Europas. Martin Steiner hat junge Unternehmer getroffen, die die Welt mit dem Kochlöffel retten wollen.