Ausstrahlungsdatum: Montag, 15. Oktober 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Mit ihren Investitionsentscheiden können institutionelle Anleger Druck auf klimaschädigende Unternehmen ausüben. Und: Auch zehn Jahre nach der UBS-Rettung sind die Grossbanken nicht sicher. Ausserdem: Mit der Smart-Farming-Plattform Barto will der Bauernkonzern Fenaco Landwirte enger an sich binden. Reto Lipp moderiert die Sendung.

Pensionskassen und Vermögensverwalter als Klimaretter
Die Kapitalmärkte können eine entscheidende Rolle spielen, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten. Denn institutionelle Anleger treffen Investitionsentscheide in Milliardenhöhe. So können sie Druck auf klimaschädigende Unternehmen ausüben. Doch bisher galt nachhaltig investieren als Nischenthema. Das ist vorbei. Die Recherche von «ECO» zeigt: In der Schweiz werden heute dreistellige Milliardenbeträge an Anlagegeldern gemäss Nachhaltigkeitskriterien gemanagt.

Grossbanken sind noch nicht sicher
Vor zehn Jahren musste die UBS vom Staat gerettet werden. Seither wurden zahlreiche Massnahmen ergriffen, um die beiden Grossbanken sicherer zu machen. Doch noch immer lauern in ihren Bilanzen Risiken. Im Studio interviewt Reto Lipp Aymo Brunetti. Als Leiter der Expertengruppe zur Weiterentwicklung der Finanzmarktstrategie war er massgeblich an der Implementierung des «Too-Big-To-Fail»-Regimes der Schweiz beteiligt.

Mehr Macht für Fenaco mit Bauern-Daten
Der Bauernkonzern Fenaco will sich an der Smart-Farming-Plattform Barto beteiligen. Damit erhält das Unternehmen, das schon heute die Schweizer Bauern eng entlang der Wertschöpfungskette begleitet, einen tiefen Einblick in deren Betriebe. Den Bauern bietet die Plattform eine schlankere und effizientere Administration. Aber sie bindet sie noch enger an Fenaco.