In der ORF-III-„Nationalfeiertagswoche“ widmet sich der „ORF III Kulturdienstag“ am 23. Oktober 2018 Archäologie-Sensationen aus Österreich. Drei Ausgaben von „Erbe Österreich“ befassen sich mit den faszinierendsten Entdeckungen – von der Venus von Willendorf bis zum berühmtesten Mordopfer der Steinzeit: Ötzi.

Den Auftakt macht die neue Spieldokumentation „Unser Österreich – Eine Reise durch Land und Zeit“ (20.15 Uhr). Diese blickt dem österreichischen Grabungsleiter Josef Szombathy über die Schultern, als er vor 110 Jahren bei Bauarbeiten zur Donauufer-Autobahn in der Wachau eine kleine Figur ans Tageslicht bringt, die bald darauf als Venus von Willendorf Weltruhm erlangt. Der Fund der 30.000 Jahre alten Venusfigurine wird zum Ausgangspunkt einer Erkundungsreise durch die Geschichte des heutigen österreichischen Staatsgebietes. Mit aufwendig gestalteten Reenactments schafft Regisseur Kurt Mündl in seiner ORF-III-Neuproduktion einen Querschnitt durch die Geschichte. Man reist an Ort und Zeit der Entstehung der römischen Stadt Carnuntum, die sich parallel zum Militärlager entwickelte, taucht ein in die „Hallstattzeit“ und weiter zur ersten urkundlichen Nennung Österreichs im Jahr 996. Schließlich spannt die Doku den Bogen vom Mittelalter bis zu den dunkelsten Stunden der österreichischen Monarchie und darüber hinaus bis in die Weltkriegsära.

Anschließend heftet sich Kurt Mündl in der aktualisierten Fassung seines Kinoerfolges „Der Ötztalmann und seine Welt“ (21.05 Uhr) aus dem Jahr 1999 an die Fersen des Ötzi. Nach 5.300 Jahren gab das Gletschereis den Jäger aus der Jungsteinzeit frei. Die Doku dreht das Rad der Zeit noch einmal zurück und rekonstruiert das letzte Jahr im Leben Ötzis, der als das berühmteste Mordopfer der Steinzeit gilt.

Abschließend zeigt ORF III die Doku „Hallstatt – Ein Leben zwischen Fels und See“ (22.40 Uhr). Die oberösterreichische Marktgemeinde im Salzkammergut und ihre faszinierende Umgebung stehen auf der Weltkultur- und Naturerbe-Liste der UNESCO. In dieser Region herrscht der Dachsteingletscher über eine Landschaft, in der Mensch und Natur außergewöhnliche Verbindungen eingegangen sind. Eis, Karst und unterirdische Wasserwelten erzählen noch heute von den Jugendtagen unseres Planeten. Filmemacher Wolfgang Thaler blättert bilderreich in der Chronik jenes unverwechselbaren Ortes, dessen Zentrum im alpinen Hallstätter Hochtal einst von einer zerstörerischen Katastrophe heimgesucht wurde. Als Chronist fungiert Cornelius Obonya.